Produkttest: BAF to go von Frostfutter Perleberg

Ich bekomme häufig Anfragen, ob meine Hunde nicht dieses oder jenes Produkt testen wollen. Die meisten ignoriere ich, insbesondere dann, wenn meine Hunde als Futtertester ransollen. Also habe ich mehrfach abgelehnt, mir tiefgekühltes Fleisch von Frostfutter Perleberg schicken zu lassen – bis mich „BAF to go“ neugierig gemacht hat.

Wer öfter in meinem Blog liest, kennt meine Einstellung zur Rohfütterung von Hunden: Ich barfe nicht; wer seinen Hund mit rohem Fleisch ernähren will, soll dies gern tun, sich dann aber bitte informieren, was dabei alles zu beachten ist. Zuwider sind mir Barfende mit Missionierungsanspruch. Aber darum geht es heute nicht.

Ich füttere seit vielen Jahren Platinum, stelle mir aber ein- bis zweimal jedes Jahr die Frage, ob ich nicht etwas anderes füttern sollte beziehungsweise überdenke mein Fütterungskonzept. In so einer Phase – ich testete gerade verschiedene Dosenfuttersorten – schrieb mir Michael mal wieder und fragte, ob ich nicht vielleicht das neueste Produkt von Frostfutter Perleberg testen wolle: BAF to go, eine Unterwegs-Lösung für Barfende. Ob ich darüber in meinem Blog berichte, wurde mir freigestellt.

Alle BAF-to-go-Futtermischungen gibt es im 500-Gramm-Beutel.

Alle BAF-to-go-Futtermischungen gibt es im 500-Gramm-Beutel.

BAF wie BARF, nur ohne das R? Im Angelsächsischen steht BARF, B.A.R.F. oder Barf heute für „Bones And Raw Foods“, also Knochen und rohes Futter, ins Deutsche übersetzt wurde das Ernährungskonzept mit „Biologisches Artgerechtes Rohes Futter“. Okay, also ist BAF to go nicht roh und nicht tiefgekühlt! Sehr gut. Ich habe nämlich keinen Gefrierschrank; und meine Hunde bevorzugen Gegartes. Mir kam sogleich der Werbeslogan eines schwedischen Möbelhauses in den Sinn: Barfst du noch oder fütterst du schon BAF to go?

Ich mache es kurz: Meine drei Hunde sind komplett begeistert von gegartem Huhn, gegartem Rindermuskelfleisch, gegartem grünen Pansen, gewolften und gegarten Entenhälsen, vom Power-Mix aus Pansen und Rinderhalsfleisch mit oder ohne Kartoffeln und so weiter. Tatsächlich hätte es fast eine Prügelei um die leeren Näpfe gegeben, also ich Skipper, Fizz und Gimlet zum ersten Mal probieren ließ.

Das Fleisch wird durch ein spezielles Garverfahren haltbar gemacht und hält sich im Beutel anschließend – ohne Kühlung – bis zu zwei Jahre lang. Das ist wirklich praktisch. Allerdings ist die Verpackung trotzdem ein Punkt, den ich bemängele, denn das Öffnen ist eine schmierige Angelegenheit. Vor allem aber kommt der Geruch schon vor dem Öffnen raus. Ich habe das Testpaket schnell zurück in die Garage gebracht, in der es der Paketlieferant abgestellt hatte, weil mich der Gestank, den meine Hunde als verlockenden Duft beschreiben würden, in der Küche störte.

Jede der mehr als 20 verschiedenen BAF-to-go-Mischungen gibt es im 500-Gramm-Beutel. Für mich perfekt, weil ich das Fleisch als Ergänzung gefüttert habe. So haben meine drei zwischen 14 und 17 Kilogramm schweren Hunde täglich zusammen genau ein Päckchen bekommen. Die Aufbewahrung angefangener Beutel ist eine nicht weniger schmierige Sache. Ich habe Reste, wenn ich welche hatte, in eine Tupperschale umgefüllt und im Kühlschrank aufbewahrt.

Aber nicht nur meine Hunde haben BAF to go getestet. Ich hatte Andrea Niebisch, Freundin, Hunde- und Katzenphysiotherapeutin und seit Kurzem auch Besitzerin von meinem Notfellchen Juli, so doll davon vorgeschwärmt, dass sie sich einige Päckchen bestellt hat. Hier sind ihre Erfahrungen:

„Ich habe meinen Tieren das BAF to go gegönnt und bin fast begeistert davon; die Tiere [zwei Hunde und zwei Katzen] sind ganz begeistert. Verbesserungswürdig finde ich die Verpackung: Es ist irgendwie immer eine Schmiererei, das Futter zu entnehmen und zu portionieren. Inzwischen schneide ich die Verpackung an einer kleinen Stelle an, damit Luft reinkommt. Dann kann man das Futter nach unten schieben und die Packung knapp über dem Futter richtig aufschneiden.“

Anders als meine Hunde bekommen Andreas Tiere zwecks Erhöhung des Fleischanteils regelmäßig gekochtes Fleisch zu ihrem Trockenfutter, sodass Andrea noch einen weiteren Kritikpunkt gefunden hat, den ich nicht teile: „Das Futter ist zu fein gewolft, gerade auch für die Katzen. Die mögen so eine Pampe nicht nur schlabbern, die möchten auch Stückchen kauen. Beim Frostfutter sind die Stücke ja auch größer.“ Ob das Fleisch so fein gewolft sein muss, damit es beim Garprozess ohne weitere Zusatzstoffe so lange haltbar gemacht werden kann, weiß ich nicht. Meine Hunde mögen es ja ohnehin pampig. Und mir gefällt, dass sich das gewolfte Fleisch prima in Futtertuben füllen lässt. Vielleicht kommen mit weiteren Sorten ja trotzdem auch noch stückigere BAF-to-go-Mischungen dazu.

Der Hersteller ist, wie der Name vermuten lässt, bis vor Kurzem ausschließlich im Barf-Markt tätig gewesen, hat also ausschließlich Frostfutter hergestellt und tiefgekühlt in Styroporboxen verschickt. BAF to go ist neu. Deshalb denke ich jetzt mal, dass sich Frostfutter Perleberg bei der Verpackung vielleicht noch etwas einfallen lässt. Ich hoffe es, denn uns hat BAF to go überzeugt.

Es gibt derzeit mehr als 20 verschiedene BAF-to-go-Futtermischungen.

Es gibt derzeit mehr als 20 verschiedene BAF-to-go-Futtermischungen.

Hinter Frostfutter Perleberg steht die K&K Petfood GmbH. Das komplette Sortiment wird im hauseigenen Schlachtbetrieb aus Schlachttieren von deutschen Höfen hergestellt.

Hinter Frostfutter Perleberg steht die K&K Petfood GmbH. Das komplette Sortiment wird im hauseigenen Schlachtbetrieb aus Schlachttieren von deutschen Höfen hergestellt.

Ein Kommentar

  1. Wir sind auch schon lange Kunde bei Perleberg und sowohl mit Frostfutter als auch mit To-Go sehr zufrieden. Beim Frostfutter gibt’s natürlich nicht das Problem mit der Verpackung, weil ich es gefroren auspacke.

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