Meine Freundin Elliott

Mit einer gemeinsamen Bloggeraktion zelebrieren wir, die Zweibeiner von Issn‘ Rüde! und Fiffibene, sowie ich, Inka, zurzeit die Freundschaft zwischen Mensch und Hund. Mit euren Einsendungen! Nachfolgend beschreibt Jessica im Rahmen der von BENEFUL® unterstützten Gewinnspielaktion „Mein Hund – mein bester Freund!“ die Freundschaft zu ihrer Australian-Shepherd-Hündin Elliott.

Von Jessica Lang

„Ist das Schicksal im Spiel, braucht man niemanden und nichts zu suchen, sondern wird gefunden.“
(Christa Schyboll)

Die Freundschaft zu meinen beiden Hunden ist so unterschiedlich wie einzigartig. Während mein Collie-Mann stets mein Halt ist, mir Ruhe und Geborgenheit schenkt, können mein Mädchen und ich uns gegenseitig auch mal so richtig hochschaukeln. Unsere Bindung ist speziell und zugleich so unendlich tiefgehend. Im Folgenden möchte ich die Geschichte von meinem Mädchen und mir – von unserer gemeinsamen Freundschaft – erzählen:

Doe tollsten beiden ersten Hunde für Jessica: Collie-Mann Romeo und Aussie-Mädchen Elliott als Welpe.

Die tollsten beiden ersten Hunde für Jessica: Collie-Mann Romeo und Aussie-Mädchen Elliott als Welpe.

Mein Collie-Mann. Mein erster eigener Hund. Der tollste erste eigene Hund, den ich mir nicht mal zu erträumen gewagt hätte. Als er fünf Jahre alt war, wuchs der Wunsch nach einem Zweithund. Nach gründlichem Durchdenken stand fest: Es sollte ein Aussie-Mädchen werden. Züchter wurden abgeklappert, Kontakt wurde aufgenommen, und bald schon wurde mein Name auf die Interessentenliste gesetzt. Ende des nächsten Jahres sollte der Wurf fallen und mein Traum vom Zweithund wahr werden.

Trotz der langen Wartezeit bis zum Jahresende wuchs die Vorfreude ins Unermessliche. Es wurde Februar. Ein einschneidender abendlicher Anruf: „Kannst du Pflegestelle für einen Welpen machen?“ Und noch in der gleichen Nacht kam das kleine, unförmige Knäuel ein paar Städte weiter an. Auf dem Weg nach Hause schrie es sich die Seele aus dem Leib. Ich versuchte alles, aber nichts konnte sie wirklich beruhigen. Dann lief im Radio eine Arie. Ich drehte den Ton lauter. Das Welpling neigte den Kopf zur Seite, verstummte und begann sich zu entspannen.

Die ersten Wochen waren furchtbar. Ich steckte mitten in der Klausurphase. Musste lernen. Das Welpi sah das anders. Sie war rastlos. Fand keine Ruhe. Heute verstehe ich es. Damals war ich zu gestresst. Ich war mir sicher, mein perfekter, einfacher und ruhiger Welpe würde Ende des Jahres geboren werden. Die Versuche, meinen Pflegling zu vermitteln, scheiterten. Versuchte ich es etwa doch nicht wirklich – nicht von Herzen?! Nach jedem Interessenten, nach jeder Absage fühlte ich mich zunehmend schlechter, gar schuldiger. Ich entschied bald, dass ich dieses kleine, verrückte Tier nicht hergeben würde. Sie sollte endlich ankommen dürfen.

Jessica mit der kleinen Elliott: „Wir funktionierten gut, aber irgendwas blockierte.“

Jessica mit der kleinen Elliott: „Wir funktionierten gut, aber irgendwas blockierte.“

Wir funktionierten gut, aber irgendwas blockierte. Wie eine Mauer. Sie war mein Hund, aber nicht so richtig wirklich. Sie gehörte zu uns, aber nicht so gänzlich im Ganzen. Das Welpling wuchs zu einem Junghund heran. Eines Abends nach dem Training kletterte sie mir mit ihren Vorderpfoten im Auto von hinten auf die Schulter. Sie legte ihre Nase ab und atmete tief ein. Plötzlich bröckelte die Mauer. Und noch bevor ich begriff, rannen Tränen meine Wangen herunter. Die Mauer war gestürzt. Jeglicher Selbstschutz, jeglicher Gedanke an einen „utopisch perfekten Welpen in naher Zukunft“ – begraben unter den Trümmern.

Und nun verstand ich: Dieses kleine, stehohrige Mädchen war MEIN Hund. Mir so ähnlich. So gänzlich mein und so vollkommen, dass ich nie zu wagen geträumt hätte, diesen Hund zu verdienen. Sie zeigte mir, was ich fühle, lebte mein Chaos, meine Aufgeregtheit. Sie war wie ich. Mein Spiegel. Und hey, es ist manchmal echt hart, mit sich selbst umzugehen! Aber ja, genau dabei bot mir dieses zarte Aussie-Mädchen eine einmalige Chance: Ich durfte lernen, mit mir und meinem Selbst umzugehen. Mit all meinen Facetten, die mein Mädchen genauso zeigt, wie ich sie lebe. Und es gelang uns zu wachsen. Gemeinsam bis ins Unermessliche. Wie die magische Bohnenstange. Immer weiter. Wir lieben und vertrauen. Vereinen die gleichen Leidenschaften, Stärken und Schwächen.

Und da begriff ich, was da eigentlich geschehen war, als dieses Knäuel damals bei mir einzog: Ich selbst hätte das niemals schaffen können. Es war das Schicksal, welches uns wachsen ließ. Welches mir dieses unglaubliche Geschenk brachte. Bekommen wir nicht alle immer den Hund, den wir brauchen, und nicht den, nach dem wir suchen?! Ein besserer Hund, ein größeres Vertrauen, eine tiefergehende Freundschaft – undenkbar!

Danke, dass es Dich gibt, kleine Elliott! ♥

Ein unglaubliches Geschenk: Elliott als Welpe.

Ein unglaubliches Geschenk: Elliott als Welpe.

8 Kommentare

  1. Ein wundertoller Text; der mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hat.

  2. Das süße Gesicht kenne ich doch woher ;)
    Liebe Jessy, ein ganz wundervoller Text :) deine kleine Zaubermaus durfte ich ja bereits kennenlernen, als du sie noch als kleines welpiges Fellknäuel mit in der Uni hattest…
    Und ja, ich glaube auch, dass jeder den Hund bekommt, den er braucht ;)

    Liebste Grüße
    Katharina mit Milo

  3. Ein Text, der mich sehr berührt da es mir mit meiner Stimpy ähnlich geht :)

    habt noch eine unvergessliche Zeit miteinander :)

    Steffi mit Ren & Stimpy

  4. Wie gut kann ich mich an diesen Tag erinnern als bei uns allen das Telefon klingelte.
    Ich bin froh und glücklich euch ZUSAMMEN zu kennen und bei jedem Tanz zugucken zu dürfen. Aus 2 macht 1, das seid ihr!

  5. Wunderschöner Text <3 Es ist erleichternd zu hören, dass auch andere Startschwierigkeiten mit ihren Lieblingen hatten, aber dann so harmonisch zusammenzuwachsen wie ihr beide jetzt @):- viel Spaß euch beiden noch!

  6. Ihr beiden gehört einfach zusammen <3 <3 Hast du sehr schön geschrieben !! LG

  7. Der beste freund des Menschen…toller Text.
    Und schöne Fotos.
    lg fabi

  8. Megaschön :-)
    Elliott ist sooo süss!
    Unsere Maya (Border Collie) ist jetzt auch grade mal 6 Monate alt und ähnelt sehr deiner Elliott :-), obwohl sie kein Australian-Shepherd ist.

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