Gastbeitrag: Rudelstellung befürwortet Tod von schwachen Welpen

Der meistkommentierte Beitrag in meinem Hundeblog ist der vor gut einem Jahr erschienen Gastbeitrag „Rückblickende Gedanken zweier Hundehalter vom (Wahn-)Sinn über die Geburtsstellung der Hunde“ von Hannah Maxellon.

Vorgestern kam ein neuer Kommentar dazu: „Lisa“ berichtet von einer aktuellen Begebenheit aus dem öffentlichen Forum von Barbara Ertel, die mich erschüttert hat. Im Namen der Rudelstellung werden Ratschläge erteilt, die ich für grausam und lebensverachtend halte. Hannah geht es genauso, und so hat sie wieder in die Tasten gegriffen und den folgenden Gastbeitrag geschrieben.

„Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.“
(§ 1, Tierschutzgesetz)

Man sollte doch annehmen, wir lebten in einer zivilisierten Welt: einer entwickelten Welt mit Gesetzen, die selbst die schwächsten Mitglieder unseres Zusammenlebens schützen beziehungsweise schützen sollten. Dass die Realität eine andere ist, erlebe ich zur Genüge in meinem beruflichen Alltag, doch meine Hoffnung bleibt. Der Wunsch, nein, der Traum (!), dass wir unserem Schöpfungsauftrag* vielleicht irgendwann einmal gerecht werden. Wenigstens ein bisschen.

Dass wir davon jedoch so weit entfernt sind wie eine Kuh von der Mondlandung, zeigt der aktuelle Erguss, den sich Frau Ertel mitsamt ihrem treuen Rudel-Klüngel zusammenfabuliert hat.

Screenshot vom 11.06.2015 aus dem öffentlichen Forum von Barbara Ertel auf Rudelstellungen.eu.

Screenshot vom 11.06.2015 aus dem öffentlichen Forum von Barbara Ertel auf Rudelstellungen.eu.

Eine hilfesuchende Frau gerät in das RS-Forum und berichtet von der Geburt ihrer acht Welpen. Einer ihrer Welpen ist schwach, etwas unterentwickelt und benötigt sichtbar Hilfe. Dass in solchen Situationen das Internet dem benötigten Tierarzt vorgezogen wird, steht auf einem anderen Blatt, in den Reihen der „Rudler“ erachtete es niemand für notwendig, für die Versorgung des schwachen Welpen an einen Veterinärmediziner zu verweisen. Auf das Hilfegesuch der Wurfbesitzerin folgten stattdessen Tipps und Ratschläge wie beispielsweise folgende:

„[…] ich würde einen Welpen nie päppeln, denn in der Natur wäre auch keiner da, womöglich gibst du dann ohne es gewollt zu haben, einen kranken Welpen ab. Wenn er es schafft, dann schafft er es, wenn nicht dann ist es eben so […]“

Die Besitzerin der Welpen schrieb, dass sie dem schwachen Welpen bereits geholfen hat, indem sie versuchte, ihn zu wärmen und an eine Zitze anzulegen. Dies scheint offensichtlich nicht konform zu gehen mit der RS-Lehre:

„[…] Das mit der Starthilfe ist nun schon geschehen, leider. Auch ich bin der Meinung, wenn es keine Hilfe bekommt und nicht aus eigener Kraft den Start schafft hat das einen Grund.“

Und natürlich meldete sich auch Frau Ertel, die sich jedoch weniger mit dem schwachen Welpen beschäftigte, sondern viel lieber den gesamten Wurf niedermäht:

„[…] So kannst du alle Welpen zum Schluss vergessen. Kein Hundewissen der Welt kann dir von Dir zugelassene Asozialität aufhalten.“

Bin ich die einzige, die dieser Irrsinn irgendwie an die Vorstellungen im Dritten Reich erinnert? Strenge Gebilde und Ideologien, denen sich Lebewesen zu unterwerfen haben. Sei es aus religiösen, ethnischen, gesellschaftlichen, sexuellen oder intellektuellen Gründen. Ganz ungeachtet der persönlichen Charaktere, ungeachtet dessen, was jedes einzelne Individuum (ob Mensch oder Hund) für sich bedeutet. So eine Denkweise ist starr und fanatisch. Und in meinen Augen: krank.

Wir sind die Summe unserer Erfahrungen. Auch unsere Hunde sind das. Von ihrer Mutter und einem seriösen und informierten Züchter bekommen die Kurzen ihr „Welpen-Köfferchen“ (Danke, Thomas Werner, dieser Begriff ist so treffend!) gepackt. Darin: der Grundstock für ein Hundeleben. Und der besteht aus der genetischen Disposition (also den vererbten Rassemerkmalen, etc.) und der individuellen Persönlichkeit. Hat ein Hund dann Glück und landet bei einem Menschen, der nicht an die Geburtsstellung glaubt, kann er in den meisten Fällen seine Charaktereigenschaften entwickeln und festigen und nach geglückter Erziehung ein tolles Hundeleben führen. Klingt doch eigentlich nicht schlecht.

Nun, aus welchen Gründen auch immer Userin „Renate“ mit den acht Welpen ausgerechnet bei den Rudel-Spinnern nach Hilfe suchte, ist mir schleierhaft. Ich hoffe, sie liest meine Zeilen und wacht auf!

Liebe Renate, dir wird seitens der Rudler dazu geraten, deinen Welpen sterben zu lassen, da es in der Natur auch so wäre. Doch dieselben Rudler raten dir, die restlichen Welpen räumlich zu trennen und sie von der Hündin abwechselnd versorgen zu lassen. Nun frage ich dich: Wo findest du dies in der Natur? Würde deine Hündin nicht selbst die Welpen separieren, wenn dies ihrem natürlichen Interesse/Instinkt entspräche? Wieso braucht ein Welpe keine Hilfe durch den Menschen und stirbt, doch ein Wurf soll munter manipuliert und dadurch wahrscheinlich psychisch geschädigt werden? Wieso soll deine Hündin erkennen, dass die Rudelstellung des Schwächsten nicht passt, ist aber nicht in der Lage, die Entwicklung der Welpen zu schützen, indem sie diese in zwei Gruppen aufteilt? Ist es nicht vielmehr unverschämt anmaßend, wider jegliche Natur einen Wurf in zwei Gruppen zu teilen?

Die Beweggründe von Frau Ertel liegen doch eindeutig auf der Hand. Wie ihre treue Anhängerin „Kirstinmitpodi“ schreibt:

„Oder was willst du genau? Eine kostenlose Wurfanalyse durch Barbara? Also RS für lau? So langsam werde ich ärgerlich.“

Ich auch, Kirstin. Ich auch.

Hannah Maxellon

*Anm. für alle Atheisten: Das ist das, was ganz vorn in der Bibel steht. Das mit dem „um jene kümmern, die uns anvertraut sind“ und so.

36 Kommentare

  1. Urgs… mir dreht sich gerade der Magen um!!!!
    Gibt es echt Mensche, die diesen Wahnsinn glauben?
    Was sagen sie zu Frühchen, die ohne medizinische Versorgung auch nicht überleben würden?! Das würde mich tatsächlich sehr interessieren!
    Ob sie dann auch jegliche Hilfe ablehnen würden und den armen Wurm kümmerlich eingehen lassen würden?
    Schrecklich!
    Aber schlimm dass es immer noch ein Forum für diesen „Glauben“ gibt und die Mitglieder echt engstirnig sind. Klingt irgendwie fast nach einer Sekte…..

    Ich hoffe dass wieder ganz viele Menschen diesen Artikel lesen!

    Grüße
    Steffi

  2. Ich bin froh, dass es Menschen gibt, die so etwas nicht einfach unkommentiert stehen lassen können. Danke.

  3. Fr. Ertel und ihre Gefolgschaft betreiben eine wirkliche Neuauflage der Eugenik, basierend auf einem Hirngespinst.
    Man kann und muß immer wieder vor diesem „Verein“ und seinen Aktiven warnen, aufklären und das Treiben dieser Leute anprangern, denn nur so kann man Menschen davor bewahren in die Fänge dieser sektenartigen Truppe zu geraten.

  4. „Der Wunsch, nein, der Traum (!), dass wir unserem Schöpfungsauftrag* vielleicht irgendwann einmal gerecht werden.“
    *Anm. für alle Atheisten: Das ist das, was ganz vorn in der Bibel steht. Das mit dem „um jene kümmern, die uns anvertraut sind“ und so.

    Ok, wie kommen die Menschen nur darauf, dass Hunde uns anvertraut wurden. Wie läuft es denn heutzutage wenn wir einen Hund zu uns holen? Wurde der uns anvertraut? Ja, von der Züchterin! Bestimmt nicht von der Mutter und bestimmt hat auch der Welpe selber kein Mitspracherecht.
    Der Mensch als Möchtegern-Samariter maßt sich an Retter in der Not zu sein, das fühlt sich ja auch so schön an.
    Hier auf die Bibel zu verweisen finde ich geschmacklos..

    #Was sagen sie zu Frühchen, die ohne medizinische Versorgung auch nicht überleben würden?! Das würde mich tatsächlich sehr interessieren! #

    Ich weiß nicht was „sie“ (Rudel-Klüngel oder wie es hier genannt wird) dazu sagen weiß ich nicht.
    Ich würde dazu sagen, dass es vor hundert Jahren noch nicht möglich war ein Frühchen zu „retten“. In der Menschenwelt sind die Mediziner dazu verpflichtet alles zu tun um ein Menschenleben zu retten und jeder der einmal Elternteil eines solchen Falles wird, wird unendlich dankbar dafür sein dass es so ist, keine Frage.
    Doch hier findet wieder etwas statt was meiner Meinung nach den Hunden nicht gerecht wird. Das Vermenschlichen. Zu oft sehe ich Menschen mit Hunden die das tun und aus lauter Ignoranz nicht erkennen was sie ihrem Hund damit antun. Alle Kommunikationssignale des Hundes werden Ignoriert oder falsch interpretiert, sodass am Ende immer der niedliche liebe Hund raus kommt, der sich doch gerade einfach so freut…

    „in den Reihen der „Rudler“ erachtete es niemand für notwendig, für die Versorgung des schwachen Welpen an einen Veterinärmediziner zu verweisen“

    Hier wurde offensichtlich einiges überlesen… Aber es würde ja auch nicht gut ins Bild passen, wenn es auch Rudler dort gibt, die eine andere Meinung haben. Also lassen wir das natürlich weg..

    „[…] ich würde einen Welpen nie päppeln, denn in der Natur wäre auch keiner da, womöglich gibst du dann ohne es gewollt zu haben, einen kranken Welpen ab. Wenn er es schafft, dann schafft er es, wenn nicht dann ist es eben so […]“

    Hier muss ich auch kurz einhaken, denn dass diese Meinung „Rudler“-spezifisch ist, ist schlichtweg falsch und es zu behaupten ist offensichtlich wieder nur ein Mittel den Mangel an Argumenten auszugleichen..

    Die Besitzerin der Welpen schrieb, dass sie dem schwachen Welpen bereits geholfen hat, indem sie versuchte, ihn zu wärmen und an eine Zitze anzulegen. Dies scheint offensichtlich nicht konform zu gehen mit der RS-Lehre.

    „Bin ich die einzige, die dieser Irrsinn irgendwie an die Vorstellungen im Dritten Reich erinnert?“

    Oh ja, damit kann man immer punkten. Auf die Nazis verweisen.. damit ist der Beifall gewiss.

    #Aber schlimm dass es immer noch ein Forum für diesen „Glauben“ gibt und die Mitglieder echt engstirnig sind. Klingt irgendwie fast nach einer Sekte….. #

    Beweislose Behauptungen und das Wort „Sekte“ erwähnen, erfüllt den gleichen Zweck, brav. 😉

    Hat ein Hund dann Glück und landet bei einem Menschen, der nicht an die Geburtsstellung glaubt, kann er in den meisten Fällen seine Charaktereigenschaften entwickeln und festigen und nach geglückter Erziehung ein tolles Hundeleben führen.

    Warum kann ein Hund nur nach geglückter Erziehung ein tolles Hundeleben führen?? Wie Anmaßend sind wir Menschen denn?? Nur mit unserer Hilfe kann ein Hund glücklich sein?
    Hach, was für eine schöne Vorstellung.
    Das erinnert mich doch arg an Blochs Pizzahunde, wo die „Tierschützer“ einer Mutter ihre Welpen klauen, weil man muss die süßen Kleinen doch „retten“!! (Die Mutter scheinbar nicht..) Weshalb? Ach ja, nur mit uns Menschen können Hunde glücklich sein…

    Nun, aus welchen Gründen auch immer Userin „Renate“ mit den acht Welpen ausgerechnet bei den Rudel-Spinnern nach Hilfe suchte, ist mir schleierhaft

    Sie hat sich dorthin sicherlich nicht verirrt, sondern hatte ihre Gründe, die sie auch genannt hat. 😉
    Ich bin kein „Rudler“, ich bin Medizinerin und Wissenschaftlerin und solche Texte regen mich doch immer an mich noch mehr mit dem Thema Rudelstellungen zu beschäftigen.
    Emotionalitäten helfen auch der Medizin und der Wissenschaft nicht, nur wenn man auch objektiv bleiben kann, kann man wirklich helfen.

    Ihr selbsternannten Tierschützer und Samariter, geht in die Welt und die Natur heraus und rettet all die Kümmerlinge der Mäuse, der Ratten, der Füchse, der Wölfe, der Krähen, … ich könnte ewig so weiter machen. Weshalb haben diese Tiere nicht euer Mitleid? Wo ist hier der „Schöpfungsauftrag“?

    Nochmal, Hunde wurden uns nicht anvertraut, wir haben sie uns genommen.

    • Liebe Klara,

      ich habe auf den Schöpfungsauftrag verwiesen, der tatsächlich im Sinne des „anvertraut seins“ in der Bibel zu finden ist. Leider hast du die Bedeutung dessen völlig missverstanden, denn es geht dabei weder speziell um Hunde, sondern darum, dass Gott dem Menschen den Auftrag gab, sich um die Tiere zu kümmern und diese zu achten. Er vertraute dem Menschen diese Aufgabe an, eben mit dem Verweis darauf, jedes Lebewesen gleich zu achten und nicht auszunutzen. Ist halt ne Glaubenssache, ob man das annimmt oder nicht… dafür muss man aber auch die Grundlagen verstehen. Du kannst dich ja mal schlau lesen, steht im Alten Testament, Genesis 1.

      Ich kümmere mich zB um die „Kümmerlinge der natur“, wie du sie etwas widerlich beschreibst. Ich betreibe einen Wildtierauffang, der sich verletzten und verwaisten Wildtieren annimmt (obwohl wir auch Jungkatzen und Stadttauben bereits aufgenommen haben). Leider ist auch hier wieder der Mensch die Grundlage des Übels. Aktuell habe ich 6 „kümmerliche“ Waschbären in der Aufzucht, zudem drei aus dem letzten Jahr, die geblieben sind. Die Eltern der Bären sind nachgewiesen ums Leben gekommen (wurden tot bei den Welpen gefunden – angefahren/vergiftet) oder in Fallen geraten, die trotz Brut- und Setzzeit aufgestellt werden.

      Ein junges Krählein mit gebrochenem Flügel haben wir derzeit auch. Der wird wohl nie seiner Rudelstellung nachflattern können, kann aber hervorragend klettern und hat sichtbar Spaß an seiner Existenz. Woran das liegt?? Tiere sind im Gegensatz zu Menschen hervorragende Oportunisten, die eben KEINE starren Gebilde und Strukturen benötigen, um zu existieren.
      Das ist alles menschengemachter Schwachsinn.

      Drum bitte ich dich, informiere dich über die Grundlagen meiner Aussagen, denn mit nur einem oberflächlichen Wissen, kann niemand eine tiefgründige Diskussion starten.

    • #STOP ERTEL'S FANATISM NOW

      „In der Menschenwelt sind die Mediziner dazu verpflichtet alles zu tun um ein Menschenleben zu retten“- „http://www.frauenzimmer.de/cms/fruehchen-nicht-in-klinik-behandelt-ihre-tochter-wurde-zum-sterben-geboren-2225303.html- :'(

  5. Ich würde sagen, wenn wir diese Methoden anwenden, dann lassen wir erstmal alle Hunde frei und sich selbst versorgen und schaffen „natürliche“ Bedingungen, dann können wir zusehen wie die Hundemütter das selbst regeln.
    Ansonsten halte ich es mit Antoine de Saint-Exupéry, wir haben sie uns vertraut gemacht, also sind wir auch verantwortlich.
    Meiner Meinung nach auch für all die PRA´s, HD´s, Brachycephale Syndrome, Patella Luxationen und wie sie alle heißen, wir haben sie angezüchtet!

    Grüße
    Tina

    • vielleicht noch zur Erläuterung, ich hatte das Glück mit einem „halbwilden“ Rudel (echtes Rudel, nicht zusammengewürfelte Anzalh von Hunden) einige Zeit zu leben und zu jagen. Ich war beeindruckt von der Ruhe und Freundlichkeit wie die Hunde miteinander umgehen, ihre Aufgaben wahrnehmen, ihren starken Zusammenhalt in brenzligen Situationen und ihre Fürsorglichkeit. Ich hatte mit ihnen eine wirklich tolle Zeit und habe unendlich viel gelernt.
      Ich bin übrigens kein „Hundebedienungsanleitungsbücherleser“ und auch kein Kursbesucher, ausser ich habe das Gefühl, ich kann von echten Erfahrungen profitieren.

  6. Liebe Tina, Saint-Exupéry hatte ich auch überlegt zu zitieren. Aber die ethischen Grundlagen scheinen den wenigsten vertraut. Es freut mich, dass von dir dieser bewegende Auszug aus dem Kleinen Prinzen beigesteuert wurde 🙂

  7. @ Klara
    Der Halterin wurde außerdem der Rat gegeben, die übrigen Welpen zu trennen, weil die „wissende“ Mutterhündin diese abwechselnd säugen wird. Ist es also eine Hündin die das nicht tun würde, ist das also nur natürlich. Und für die Welpen die bessere Lösung.

    Man muss emotional schon sehr entrückt sein, um hilflose Tiere (für die man verantwortlich ist) auch noch irgendwo zum Sterben zu separieren.
    Die Zeiten in denen Medizinern und Wissenschaftlern so eine „Emotionalität“ verboten wäre, sollte längst vorbei sein.

    Es gruselt mich.

  8. Ich habe die Beiträge auch gelesen, bin Züchterin und ENTSETZT .. natürlich kann nicht jeder schwächliche Welpe ins Leben finden, aber ich kann ihn ganz human gehen lassen, indem ich einen TA dazu bitte und ihn einschlafen lassen, wenn es keine Hoffnng gibt

    Der betreffende Welpe ist übrigens am nächsten Tag , einsam allein, gestorben ….

  9. „Wir sind die Summe unserer Erfahrungen. Auch unsere Hunde sind das. Von ihrer Mutter und einem seriösen und informierten Züchter bekommen die Kurzen ihr „Welpen-Köfferchen“ (Danke, Thomas Werner, dieser Begriff ist so treffend!) gepackt. Darin: der Grundstock für ein Hundeleben. Und der besteht aus der genetischen Disposition (also den vererbten Rassemerkmalen, etc.) und der individuellen Persönlichkeit. “

    „…….Und der besteht aus der genetischen Disposition (also den vererbten Rassemerkmalen, etc.) und der individuellen Persönlichkeit. “

    Ich habe das jetzt nur nochmal aufgedröselt.
    Es gibt also KEINE (Rudel)Stellungen ? wenn es eine individuelle Persönlichkeit gibt, eine „vererbte“ Verhaltensweise eines Lebewesens innerhalb einer Gemeinschaft.

    Ihr wollt den Hunden also das absprechen, was jeder Mensch für sich in Anspruch nehmen kann. Nämlich seinen „Talenten“ und „Veranlagungen“ gemäß zu leben ?
    Oder was denkt Ihr, wie ein Mensch sich fühlt, der handwerklich begabt ist und sein ganzes Leben in ein Büro gesteckt werden würde ?

    “ Rudel-Spinnern“ ist das Euer Niveau ?
    Mahatma Gandhi schrieb :
    „Zuerst ignorieren sie dich,
    dann lachen sie über dich,
    dann bekämpfen sie dich
    und dann gewinnst du.“

    5 verschieden Hundetrainer, unterschiedlicher Couleur wollten meinen 7kg Terriermix „erziehen“. Mit Leinenruck, Wurfdiscs, Wasserflaschen, mit Clickertraining bis zum Erbrechen (was Körperverletzung gleichkommt)…….sie wollten ihn brechen.
    Heute lebt er frei, seinem Talent und seiner Veranlagung (seiner Geburtsstellung)entsprechend, glücklich, ohne Angst und Gewalt.
    Rudelstellungen sei Dank !

    • Richtig, hundeglück, es gibt keine Geburtsstellung!

      Die vererbten Informationen auf den 78 Chromosomen in jeder Hundezelle (die Zahl der Chromosomen beim Menschen beträgt nur 46) ergeben eine vielschichtige und in den allermeisten Fällen exklusive Mischung. Dazu kommen – bereits vor der Geburt – weitere Einflüsse. Zusammen mit den Erfahrungen, die jedes Lebewesen vom Moment der Geburt an sammelt, sind die Faktoren, die das Wesen ausmachen und sein Verhalten beeinflussen, dann erst recht unüberschaubar groß.

      Das Konzept der Rudelstellungen nimmt Hunden ihre Individualität und sortiert sie in sieben Schubladen, aus denen es kein Entkommen gibt. Die Geschäftsidee von Frau Ertel: Jedes Problem lässt sich einfach damit erklären, dass ein Hund nicht in seiner Schublade leben darf. Und da jedwedes Training böse ist – du sprichst von Körperverletzung und unterstellst Hundetrainern, dass sie Hunde brechen wollen -, steckt man den Hund einfach in die richtige Schublade und lässt ihn dort vegetieren. Und falls sich die richtige Schublade nicht findet, ist das per Definition nicht Frau Ertels Fehler, sondern der des Züchters und/oder des Besitzers.

      Training, nämlich methodisch gelenktes Lernen, ermöglicht einem Haustier ein Leben außerhalb einer dunklen Schublade. Daran kann ich nichts Falsches entdecken. In Niedersachsen ist übrigens der Hundeführerschein für alle (!) Hundehalter Pflicht. Dass jemand um die Prüfung rumgekommen wäre mit dem Argument, dass sein Hund aufgrund seiner Geburtsstellung nicht lernen kann/darf, auf Zuruf zu kommen, sich bei Tierarzt behandeln zu lassen oder auch nur an der Leine zu gehen, habe ich noch nicht mitbekommen.

      Jeder darf und soll glauben, an was er will. Wer sich einen Aluhut auf den Kopf setzen möchte, bitteschön. Die Gedanken sind frei. Aber: „Freiheit besteht darin, dass man alles tun kann, was einem anderen nicht schadet.“ (Matthias Claudius, 1740-1815). Und die Irrlehre von Frau Ertel schadet Hunden ganz gewaltig. Ein Welpe ist gestorben und hat keine Chance mehr auf ein glückliches Leben! Das macht mich traurig und wütend.

      Ein wunderbares Buch, in dem beschrieben wird, wie ein Züchter seinen Welpen einen wirklich guten Start ins Leben möglich macht, ist „Frühförderung für Welpen: Der Züchter hat es in der Hand“ von Madeleine und Rolf C. Franck aus dem Cadmos Verlag.

  10. Socke-nHalterin

    Ich dachte, das Thema Rudelstellung hat sich schon überholt. Dass es immer noch Leute gibt, die daran festhalten. Ich glaube ein guter Züchter wird in Zusammenarbeit mit seinem Tierarzt eine gute Entscheidung treffen können.

    Viele liebe Grüße
    Sabine mit Socke

  11. Es gibt „Rudelstellungen“. Aber nur solche, die sich auf Grund des Zusammenlebens mit mehreren Hunden, der Lebenserfahrung, der Rassedispositionen usw ergeben.
    Es gibt keine genetisch fixierte Rudelstellung ala Barbara Ertel.
    Da halte ich es lieber mit Bloch.

    Was den kleinen Welpen angeht: Da wäre ein Tierarzt die bessere Lüsung gewesen.

  12. Liebe Hannah,
    durch eine liebe Freundin ist dein Beitrag zu meinem Fall zu mir gekommen … wenn du interessiert bist, wie es meinen Welpen jetzt geht, unterhalte ich mich gerne persönlich mit dir. Ich bin, was Foren betrifft, jetzt „ein gebranntes Kind“ – wie du sicherlich verstehen wirst. Ich bin jetzt nur nicht sicher, ob ich hier meine Mailadresse bekannt geben soll. Finde ich dich auf Facebook?
    Lieben Gruß
    Renate

    • Liebe Renate,

      ich freue mich, dass du dich meldest! Inka sagte mir, sie hat dir bereits meine Email-Adresse gegeben. Auf Facebook bin ich nicht.
      Ich freue mich sehr, von deinen Welpen zu hören, vielleicht können wir uns ja austauschen. Ich beobachte auch gerade einen 7er-Wurf.

      LG Hannah

  13. Liebe Renate,
    selbstverständlich musst du hier nicht mitdiskutieren!
    Weil ich als Blogadministrator deine Mailadresse sehen kann, habe ich dir Hannahs Mailadresse geschickt. Sie freut sich auf einen Austausch mit dir.
    Dir und deinen Welpen wünsche ich alles Gute!
    Liebe Grüße
    Inka

  14. Liebe Inka,
    Es ist einfach die Unwahrheit zu behaupten Hunde, die gemäß Rudelstellungen leben, dürften oder könnten nichts lernen, weil sie in eine Schublade gesteckt werden.
    Unsere Hunde werden gefördert gemäß ihren angeborenen Stärken und Veranlagungen UND sie lernen mit dem Menschen zu kommunizieren freiwillig ohne dass der Futterbeutel am Gürtel hängt oder das Spielzeug winkt.
    Sie tun es weil sie die größtmögliche individuelle Freiheit leben dürfen und lernen sich in einer Gemeinschaft sicher zu fühlen und sich im Sinne der Gemeinschaft einzubringen und sich FÜR diese Gemeinschaft selbst zu korrigieren OHNE ZWANG !
    Und ob Du es glaubst oder nicht, unsere Hunde SIND abrufbar (ohne Leinenruck und Wurfdisc oder Futterbeutel), sie gehen mit uns problemlos zum Tierarzt, sie laufen sogar an der Leine. Weil sie uns vertrauen.
    Ich weiß gar nicht, wer Dir einen solchen Unsinn über Rudelstellungen erzählt hat !
    Denn ein eigenes Bild hast Du dir sicher nicht gemacht.

    • Liebes hundeglück,

      schade, dass du dich hinter einem Pseudonym versteckst, aber was soll’s, denn eine Diskussion ist ohnehin nicht möglich. Denn: Lernen über die Erlaubnis, „die größtmögliche individuelle Freiheit leben“ zu dürfen, gibt es nicht!

      Ich habe mir im Übrigen ein eigenes Bild gemacht bzw. machen müssen, weil ich einen Nachbarn hatte, der über ein Dutzend Hunde nach dem Konzept gehalten hat: in verschiedenen Gruppen. Was ich gesehen und erlebt habe, entspricht überhaupt nicht dem, was du beschreibst. Im Gegenteil: Ich bin froh, das nicht mehr sehen zu müssen. Ich habe zudem mehrere Hundehalter mit ihren Hunden getroffen, die Workshops von Frau Ertel besucht haben.

    • Hannah Maxellon

      Hallöchen.

      Ich habe mir ein Bild gemacht und meine Meinung hat sich seit einem Jahr nicht geändert. Ich erlebe immernoch sehr viel, was den intetnen Wahnsinn der Rudelspinner angeht – denn die Säuberungsaktionen innerhalb des RS Forums sind nicht sehr gründlich 😉

      Übrigens kommuniziere ich weder mit Spielzeug noch mit Leckerchen mit meinen Hunden. Weder das eine noch das andere nutze ich irgendwie, wenn ich Dinge von meinem Hund erwarte. Auch Gewalt übe ich nicht aus.

      Ist bei den RS Leuten anders. Barbara hat vor meinen Augen bei Balduin den Alphawurf angewandt, Kalua hat vor meinen Augen und Ohren einen ihrer durchgeknallten Hunde erst angeschrien, dann abgeleint und nachdem er sich auf einen anderen Hund stürzte wieder angeschrien. Barbara Ertel benutzt offen Erziehungshalsbänder die angeblich nur mit Vibration arbeiten…

      Ich weiß nicht, wo Freiheit herrscht, wenn Tiere in Gärten gesperrt werden oder nur auf eingezäunten Geländen laufen dürfen.

      Vielleicht machst du RS’light oder blind, wenn dir nix dergleichen aufgefallen ist.

  15. Hey

    „Klara
    12. Juni 2015 bei 10:09
    „Der Wunsch, nein, der Traum (!), dass wir unserem Schöpfungsauftrag* vielleicht irgendwann einmal gerecht werden.“
    *Anm. für alle Atheisten: Das ist das, was ganz vorn in der Bibel steht. Das mit dem „um jene kümmern, die uns anvertraut sind“ und so.“

    hansgeorg:
    Dazu kann ich nur anmerken:

    „… ethisches Verhalten begegnet uns nicht erst beim Menschen. (Spinoza).“

    „Klara:
    Ok, wie kommen die Menschen nur darauf, dass Hunde uns anvertraut wurden. Wie läuft es denn heutzutage wenn wir einen Hund zu uns holen? Wurde der uns anvertraut? Ja, von der Züchterin! Bestimmt nicht von der Mutter und bestimmt hat auch der Welpe selber kein Mitspracherecht.
    Der Mensch als Möchtegern-Samariter maßt sich an Retter in der Not zu sein, das fühlt sich ja auch so schön an.“

    hansgeorg:
    Große Denker wie Spinoza waren ihrer Zeit weit voraus, denn die Natur kennt so etwas, dass wir Menschen Symbiose/Mutualismus nennen, was im Übrigen, wer evolutions-biologisch etwas interessiert ist weiß, die Grundlage für alle mehrzelligen Lebewesen ist, die Symbionten-Theorie, die Mitochondrien lassen grüßen.

    Mutualismus, ob selbst gewählt oder auch nicht, zum gegenseitigen Nutzen ist und bleibt etwas ganz natürliches

    Oder mit anderen Worten.

    „Nichts in der Biologie macht Sinn, wenn man es nicht im Lichte der Evolution betrachtet. (T. Dobzhabzsky).“

    „Klara:
    Hier auf die Bibel zu verweisen finde ich geschmacklos..“

    hansgeorg:
    Nun der gläubige mag mit der Bibel argumentieren, da er seine ethisch-moralisches Verständnis davon ableitet.

    Menschen wie ich, die sich auf die Evolutionstheorie stützen und berufen, ist es egal wo das ethisch-moralischen Verständnis für das Lebewesen herkommt, Hauptsache es ist überhaupt vorhanden.

    Geschmacklos ist es in der Tat von dir, nur weil in der Bibel etwas gutes zutreffendes zu ethisch-moralischem Verhalten angemerkt wird, es verteufeln zu wollen.

    „Klara:
    #Was sagen sie zu Frühchen, die ohne medizinische Versorgung auch nicht überleben würden?! Das würde mich tatsächlich sehr interessieren! #“

    hansgeorg:
    „Edel sei der Mensch,
    hilfreich und gut;
    denn das allein
    unterscheidet ihn
    von allen Wesen,
    die wir kennen!

    Quelle: Das Göttliche, J. W. von Göthe, 1783“

    Wie wir alle wissen, oft nur ein frommer Wunsch.

    Bei den vRS’lern ein barbarischer Sarkasmus zum angeblichen Wohle für die Hunde.

    „Klara:
    Ich weiß nicht was „sie“ (Rudel-Klüngel oder wie es hier genannt wird) dazu sagen weiß ich nicht.
    Ich würde dazu sagen, dass es vor hundert Jahren noch nicht möglich war ein Frühchen zu „retten“. In der Menschenwelt sind die Mediziner dazu verpflichtet alles zu tun um ein Menschenleben zu retten und jeder der einmal Elternteil eines solchen Falles wird, wird unendlich dankbar dafür sein dass es so ist, keine Frage.“

    hansgeorg:
    Ich kann hier nur für mich sprechen, der Mensch hat den Grundgedanken der ärztlichen Ethik mit dem sogenannten Hippokratischen-Eid festgeschrieben, der sich auf alles Leben übertragen lässt.

    Nun, was ist sträng genommen mit der ärztlichen Ethik und dem Hippokratischen-Eid z. B. bei Abtreibungen, Sterbehilfe usw.

    Wenn du also ein positives Beispiel anführst, vergiß nicht die negativen, die es nun ebenfalls gibt.
    Das ist nämlich menschlich und liegt in der Natur der Sache.

    So viel zu deinem „In der Menschenwelt sind die Mediziner dazu verpflichtet alles zu tun um ein Menschenleben zu retten…“

    „Klara:
    Doch hier findet wieder etwas statt was meiner Meinung nach den Hunden nicht gerecht wird. Das Vermenschlichen. Zu oft sehe ich Menschen mit Hunden die das tun und aus lauter Ignoranz nicht erkennen was sie ihrem Hund damit antun. Alle Kommunikationssignale des Hundes werden Ignoriert oder falsch interpretiert, sodass am Ende immer der niedliche liebe Hund raus kommt, der sich doch gerade einfach so freut…“

    hansgeorg:
    Nun, irren ist menschlich, heißt es so schön und richtig im Volksmund.

    Das wiederum gilt auch für die Kommunikation von Menschen zu Mensch, bedeutet aber auch, das nicht alles ein Irren ist.

    Frei nach G. Roth, Hirnforscher:

    „Verstehen stellt besondere Anforderungen, Missverstehen nicht. (G. Roth, Hirnforscher).“

    Halten wir fest, es gibt Menschen die den allgemeinen Anforderungen des Verstehens gerecht werden und andere denen das nicht so recht gelingen mag.

    „Klara:
    in den Reihen der „Rudler“ erachtete es niemand für notwendig, für die Versorgung des schwachen Welpen an einen Veterinärmediziner zu verweisen“

    hansgeorg:
    Nein, das sicherlich nicht, wer Lesen kann ist klar im Vorteil, denn es gibt nicht nur eine Meinung, auch bei RS’lern, was wahr ist sollte wahr bleiben.

    „Klara:
    Hier wurde offensichtlich einiges überlesen… Aber es würde ja auch nicht gut ins Bild passen, wenn es auch Rudler dort gibt, die eine andere Meinung haben. Also lassen wir das natürlich weg..“

    hansgeorg:
    Nein, überlesen wurde nichts.
    Aber wer trifft denn letztlich die Entscheidungen bei RS‘lern und alle fügen sicht dem Unsinn, genau Mutti, ist in der Kirche nicht anders.
    Man kann seine eigene Meinung haben, aber entscheiden tut immer noch Papa, der Stellvertreter Gottes auf Erden und alle Schäfchen fügen sich, so einfach ist das.
    Auch bei den RS’lern, nach dem Motto Hirn ist aus.

    „Klara:
    […] ich würde einen Welpen nie päppeln, denn in der Natur wäre auch keiner da, womöglich gibst du dann ohne es gewollt zu haben, einen kranken Welpen ab. Wenn er es schafft, dann schafft er es, wenn nicht dann ist es eben so […]“

    Hier muss ich auch kurz einhaken, denn dass diese Meinung „Rudler“-spezifisch ist, ist schlichtweg falsch und es zu behaupten ist offensichtlich wieder nur ein Mittel den Mangel an Argumenten auszugleichen..“

    hansgeorg:
    Nun, das mag nicht RS’ler spezifisch sein, aber ein tierschutzrelevantes-Unrecht lässt sich nicht mit von anderen gemachtes tierschutzrelevantes-Unrecht ausgleichen und/oder rechtfertigen, das ist zu billig argumentiert.

    „Klara:
    Die Besitzerin der Welpen schrieb, dass sie dem schwachen Welpen bereits geholfen hat, indem sie versuchte, ihn zu wärmen und an eine Zitze anzulegen. Dies scheint offensichtlich nicht konform zu gehen mit der RS-Lehre.“

    hansgeorg:
    Mutti sagt ganz klar nein und dann ist es Gesetz für die RS’ler nach dem Motto:

    § 1 Mutti hat immer Recht.

    § 2 Sollte Mutti mal nicht Rech haben, dann tritt automatisch § 1 in Kraft.

    „Klara:
    Bin ich die einzige, die dieser Irrsinn irgendwie an die Vorstellungen im Dritten Reich erinnert?“
    Oh ja, damit kann man immer punkten. Auf die Nazis verweisen.. damit ist der Beifall gewiss.“

    hansgeorg:
    Schlichte Gemüter mögen sich von dir beeindrucken lassen, das für einen Hinweis auf Nazis der Beifall gewiss sei, auch das ist ein billiges Argument von dir, verkennt es doch die Grundeinstellung zum Leben schlechthin.
    Geht es hier doch um den falsch verstandenen und falsch interpretierten Sozialdarwinismus schlechthin.

    Der schon immer unbekannterweise in der Kulturgeschichte des Menschen zu lebensfeindlichen auswüchsen geführt hat, man denke an die antiken Spartaner, also weit bevor es den Sozialdarwinismus gab.

    „Klara:
    #Aber schlimm dass es immer noch ein Forum für diesen „Glauben“ gibt und die Mitglieder echt engstirnig sind. Klingt irgendwie fast nach einer Sekte….. #“

    „Beweislose Behauptungen und das Wort „Sekte“ erwähnen, erfüllt den gleichen Zweck, brav. “

    hansgeorg:
    Nun, klingt nicht nur so, sondern ist zwingend zutreffend, da der Fakten-Check für eine Sekte nichts anderes zulassen.
    So viel zu deinen angeblich beweislosen Behauptungen.

    „Klara:
    Hat ein Hund dann Glück und landet bei einem Menschen, der nicht an die Geburtsstellung glaubt, kann er in den meisten Fällen seine Charaktereigenschaften entwickeln und festigen und nach geglückter Erziehung ein tolles Hundeleben führen.“

    hansgeorg:
    Das mag ein schlichtes Gemüt so sehen wollen, aber ganz so einfach ist es dann doch wieder nicht.
    Denn nicht nur RS’ler unterliegen dem Wahn das sie nur das Beste für ihre Hunde wollen und tatsächlich alles dafür tun, das dem Objektiv nicht so ist.

    Gut gemeint, ist noch lange nicht gut gemacht, wie uns die RS’ler drastisch vor Augen führen, sie glauben auch gerne, dass sie alles zum Wohle ihrer Hunde tun, obwohl das Gegenteil der Fall ist.

    „Klara:
    Warum kann ein Hund nur nach geglückter Erziehung ein tolles Hundeleben führen?? Wie Anmaßend
    sind wir Menschen denn?? Nur mit unserer Hilfe kann ein Hund glücklich sein?
    Hach, was für eine schöne Vorstellung.“

    hansgeorg:
    Nun, es mag dahingestellt sein, dass Hunde mit und ohne Menschen sehr glücklich sein können, aber sicherlich nicht mit einem perversen Konstrukt wie es die vRS’ler vertreten und praktizieren
    .

    „Klara:
    Das erinnert mich doch arg an Blochs Pizzahunde, wo die „Tierschützer“ einer Mutter ihre Welpen klauen, weil man muss die süßen Kleinen doch „retten“!! (Die Mutter scheinbar nicht..) Weshalb?“

    hansgeorg:
    Nicht überall wo Tierschutz draufsteht, muss auch Tierschutz drinnen sein, das rechtfertigt aber lange noch nicht das Unrecht das vRS’ler ihren Hunden ebenfalls antuen, ethisch-moralisch und tierschutzrelevantes Verhalten bleibt was es ist verwerflich.

    „Klara:
    Ach ja, nur mit uns Menschen können Hunde glücklich sein…“

    hansgeorg:
    Man kann es auch anders sehen, trotzdem Menschen können Hunde mit ihm glücklich sein.

    „Klara:
    Nun, aus welchen Gründen auch immer Userin „Renate“ mit den acht Welpen ausgerechnet bei den Rudel-Spinnern nach Hilfe suchte, ist mir schleierhaft
    Sie hat sich dorthin sicherlich nicht verirrt, sondern hatte ihre Gründe, die sie auch genannt hat. “

    hansgeorg:
    Nun, Hundehalter die Hilfe suchen werden sich immer etwas dabei denken, sonst würden sie es nicht tun.
    Aber sie hat auch ganz offensichtlich alles, nur keine Ahnung worauf sie sich da bei den Rudlern einlässt.

    „Klara:
    Ich bin kein „Rudler“, ich bin Medizinerin und Wissenschaftlerin und solche Texte regen mich doch immer an mich noch mehr mit dem Thema Rudelstellungen zu beschäftigen.
    Emotionalitäten helfen auch der Medizin und der Wissenschaft nicht, nur wenn man auch objektiv bleiben kann, kann man wirklich helfen.“

    hansgeorg:
    Nun weiß man nicht, das ist bei Medizinern oder Wissenschaftlern auch nicht anders, die man zu Rate zieht, ob sie überhaupt in der Lage sind dem gerecht zu werden und die Erwartungen die gestellt werden erfüllen können.

    Medizin und Wissenschaft ohne Emotionalität ist schon ein Widerspruch in sich, denn Emotionen/Gefühle gehören zur Objektivität, wie das Atmen zum Leben, denn auch Mediziner und Wissenschaftler sind keine Roboter.

    So schließt Empathie Fähigkeit nicht automatisch aus, sich intersubjektiv mit einem Thema auseinander zu setzen, und daher zu einer objektiven Bewertung fähig zu sein.

    Nun, da du offensichtlich, wenn du schreibst „solche Texte regen mich doch immer an mich noch mehr mit dem Thema Rudelstellungen zu beschäftigen.“ Weisen daraufhin und lassen vermuten, das du überhaupt nicht weißt worum es sich bei den angeblich vererbten Rudelstellungen tatsächlich handelt.
    Aber Hauptsache du hast eine unwissende subjektive Meinung zu vRS.

    „Klara:
    Ihr selbsternannten Tierschützer und Samariter, geht in die Welt und die Natur heraus und rettet all die Kümmerlinge der Mäuse, der Ratten, der Füchse, der Wölfe, der Krähen, … ich könnte ewig so weiter machen. Weshalb haben diese Tiere nicht euer Mitleid? Wo ist hier der „Schöpfungsauftrag“?“

    hansgeorg:
    Nun, die Welt und Natur ist unvollkommen und der Mensch, als ihr selbsternannter Verwalter, kann offensichtlich nicht besser oder schlechter sein, als die Natur, da er selbst nicht nur dazu gehört, sondern evolutiv aus ihr hervorgegangen ist, als ein unvollkommenes Wesen.

    Trotzdem kann er eines tun, mit seiner Fähigkeit zu ethischen-moralischem Verhalten, gegen diese Unvollkommenheit, dank seiner Kognitiven-Fähigkeiten eintreten, zu seinem und der anderen Lebewesen wohlergehen, nicht nur den Hunden gegenüber, aber hier im Besonderen.

    Einen Welpen einfach verrecken zu lassen und ihm nicht die Chance eines tierärztlich begleiteten Todes zu gewähren, der ihm möglicherweise Qualen ersparen kann, sollte für eine Medizinerin, so sie diese Bezeichnung verdient, das mindeste sein, was sie für ein Hilfloses in menschlicher Hand befindliches Leben, wie diesen Welpen, zwingend fordern muss.

    „Klara:
    Nochmal, Hunde wurden uns nicht anvertraut, wir haben sie uns genommen.“

    hansgeorg:
    Für einen Humanen-Umgang mit Hunden, ist es egal, ob sie uns anvertraut, oder von uns genommen wurde, solange wir unserer Verantwortung für diese Hunde gerecht werden und vRS’ler tun das offensichtlich nicht, wenn sie sich nicht gegen diese in meinen Augen, brutalen und gefühlslosen Empfehlungen ihrer Vorreiterin B. E. wenden.
    Opportunisten machen sich gemein und können sich nicht einfach aus ihrer ethisch-moralischen Verantwortung stehlen, für das, was den Hunden damit angetan wird, sie machen sich ethisch-moralisch mitschuldig an dieser Ertel’schen Barbarerei.

    • Hannah Maxellon

      Hut ab, hansgeorg! Echt gut geschrieben, die Vergleiche zum Sozialdarwinismus treffen genau zu, leider ist das sicher zu hoch für den Durchschnittsrudler.

    • Viele Worte. Vor allem aber: weise Worte! Vielen Dank!

  16. Hansgeorg, ich bewundere deine Geduld und Ausdauer. Aber – auch angesichts all der Aufklärung, die seit Monaten betrieben wird – überschätzt du nicht die Lernfähigkeit von Menschen mit vererbter Leichtgläubigkeit? 🙂

    Für das wirre Phantasieprodukt einer älteren Dame sind die Anhänger eben leichter zu begeistern als für den engagierten Einsatz für ein schwächelnden Welpen. Wobei es wohl eigentlich nur der Konsultation eines Tierarztes bedurft hätte.

  17. Hallo!

    Vielen Dank für diesen Beitrag, den ich auch wieder bei mir verlinken und weiterverbreiten werde.

    Dieses Geschwafel von „in der Natur würde…“ kotzt mich immer besonders an. „In der Natur“ würde es gar keine Hunde geben. Das Wesen der Hunde zu achten, heisst nicht, sich bequem mit der Ausrede „Natur“ aus der Verantwortung zu stehlen.

    Ich glaube, die bekehrten Anhänger wird man wohl nicht überzeugen können, aber ich hoffe, dass man den einen oder anderen Neu-Interessenten dazu bringen kann, erst den Kopf einzuschalten und sich zu informieren.

    Viele Grüße!

  18. hundeglück:
    „Ich weiß gar nicht, wer Dir einen solchen Unsinn über Rudelstellungen erzählt hat !
    Denn ein eigenes Bild hast Du dir sicher nicht gemacht.“

    Klara:
    Das scheint hier mit das größte Problem zu sein, daher kommt man in solchen Diskussionen auch kein Stück weiter.
    @hundeglück: es freut mich sehr für dich, dass du einen guten Weg mit deinem Hund gefunden hast. Auch meiner Borderhündin ist das Wissen über RS schon zugute gekommen. 🙂

    hansgeorg,
    es tut mir leid, dass meine Kennzeichnung unzureichend war. Du hast mich an einigen Stellen falsch zitiert.. bzw. finde ich es zum Teil sehr irreführend.
    (Ich hatte die Zitate in einer anderen Farbe eingegeben, dass wurde leider nicht übernommen)

    „Klara
    12. Juni 2015 bei 10:09
    „Der Wunsch, nein, der Traum (!), dass wir unserem Schöpfungsauftrag* vielleicht irgendwann einmal gerecht werden.“
    *Anm. für alle Atheisten: Das ist das, was ganz vorn in der Bibel steht. Das mit dem „um jene kümmern, die uns anvertraut sind“ und so.“
    (- dieses Zitat stammt nicht von mir..)

    hansgeorg:
    Dazu kann ich nur anmerken:
    „… ethisches Verhalten begegnet uns nicht erst beim Menschen. (Spinoza).“

    „Klara:
    Ok, wie kommen die Menschen nur darauf, dass Hunde uns anvertraut wurden. Wie läuft es denn heutzutage wenn wir einen Hund zu uns holen? Wurde der uns anvertraut? Ja, von der Züchterin! Bestimmt nicht von der Mutter und bestimmt hat auch der Welpe selber kein Mitspracherecht.
    Der Mensch als Möchtegern-Samariter maßt sich an Retter in der Not zu sein, das fühlt sich ja auch so schön an.“

    hansgeorg:
    Große Denker wie Spinoza waren ihrer Zeit weit voraus, denn die Natur kennt so etwas, dass wir Menschen Symbiose/Mutualismus nennen, was im Übrigen, wer evolutions-biologisch etwas interessiert ist weiß, die Grundlage für alle mehrzelligen Lebewesen ist, die Symbionten-Theorie, die Mitochondrien lassen grüßen.
    Mutualismus, ob selbst gewählt oder auch nicht, zum gegenseitigen Nutzen ist und bleibt etwas ganz natürliches
    Oder mit anderen Worten.
    „Nichts in der Biologie macht Sinn, wenn man es nicht im Lichte der Evolution betrachtet. (T. Dobzhabzsky).“

    Klara:
    Lieber Hansgeorg, ich habe tatsächlich ein Gymnasium besucht und das Abitur gemacht, um dann Tiermedizin studieren zu studieren. Der Begriff Symbiose ist mir sehrwohl bekannt. 😉 Auch damals in meiner Botanik-Physikumsprüfung musste ich mich mit der Endosymbiontentheorie vertraut machen. Keine Sorge.

    „Klara:
    Hier auf die Bibel zu verweisen finde ich geschmacklos..“

    hansgeorg:
    „Nun der gläubige mag mit der Bibel argumentieren, da er seine ethisch-moralisches Verständnis davon ableitet.“

    „Menschen wie ich, die sich auf die Evolutionstheorie stützen und berufen, ist es egal wo das ethisch-moralischen Verständnis für das Lebewesen herkommt, Hauptsache es ist überhaupt vorhanden.“

    Das habe ich nicht bestritten.. Daher finde ich diese Aussage auch völlig unpassend:
    „Geschmacklos ist es in der Tat von dir, nur weil in der Bibel etwas gutes zutreffendes zu ethisch-moralischem Verhalten angemerkt wird, es verteufeln zu wollen.“

    Klara: Ich wollte nichts verteufeln, in der Bibel steht jede Menge gutes und zutreffendes, ich habe das Gefühl hier wird sich große Mühe gegeben mich falsch zu verstehen. :-/

    „Klara:
    #Was sagen sie zu Frühchen, die ohne medizinische Versorgung auch nicht überleben würden?! Das würde mich tatsächlich sehr interessieren! #“
    (- auch dieses Zitat stammt nicht von mir..)

    hansgeorg:
    „Edel sei der Mensch,
    hilfreich und gut;
    denn das allein
    unterscheidet ihn
    von allen Wesen,
    die wir kennen!
    Quelle: Das Göttliche, J. W. von Göthe, 1783“
    Wie wir alle wissen, oft nur ein frommer Wunsch.

    – ok, schön dass ihr alle gerne Dichter, Denker, etc. zitiert

    hansgeorg
    „Bei den vRS’lern ein barbarischer Sarkasmus zum angeblichen Wohle für die Hunde.“

    Klara:
    – so kommt man doch nicht weiter.. wer von uns möchte denn nicht zum Wohle der Hunde handeln? Wir sind uns nun mal über die Methode nicht einig, das ist doch nichts Neues.

    „Klara:
    Ich weiß nicht was „sie“ (Rudel-Klüngel oder wie es hier genannt wird) dazu sagen weiß ich nicht.
    Ich würde dazu sagen, dass es vor hundert Jahren noch nicht möglich war ein Frühchen zu „retten“. In der Menschenwelt sind die Mediziner dazu verpflichtet alles zu tun um ein Menschenleben zu retten und jeder der einmal Elternteil eines solchen Falles wird, wird unendlich dankbar dafür sein dass es so ist, keine Frage.“

    hansgeorg:
    „Ich kann hier nur für mich sprechen, der Mensch hat den Grundgedanken der ärztlichen Ethik mit dem sogenannten Hippokratischen-Eid festgeschrieben, der sich auf alles Leben übertragen lässt.
    Nun, was ist sträng genommen mit der ärztlichen Ethik und dem Hippokratischen-Eid z. B. bei Abtreibungen, Sterbehilfe usw.
    Wenn du also ein positives Beispiel anführst, vergiß nicht die negativen, die es nun ebenfalls gibt.
    Das ist nämlich menschlich und liegt in der Natur der Sache.
    So viel zu deinem „In der Menschenwelt sind die Mediziner dazu verpflichtet alles zu tun um ein Menschenleben zu retten…“

    Klara:
    Es gibt immer Ausnahmen von der Regel, manchmal zu viele. Wo liegt hier dein Problem?
    Es werden z.B. unzählige Kastrationen bei Hunden, Katzen etc. durchgeführt, ohne medizinische Indikation. Laut Tierschutzgesetzt nicht erlaubt..

    „Klara:
    Doch hier findet wieder etwas statt was meiner Meinung nach den Hunden nicht gerecht wird. Das Vermenschlichen. Zu oft sehe ich Menschen mit Hunden die das tun und aus lauter Ignoranz nicht erkennen was sie ihrem Hund damit antun. Alle Kommunikationssignale des Hundes werden Ignoriert oder falsch interpretiert, sodass am Ende immer der niedliche liebe Hund raus kommt, der sich doch gerade einfach so freut…“

    hansgeorg:
    „Nun, irren ist menschlich, heißt es so schön und richtig im Volksmund.
    Das wiederum gilt auch für die Kommunikation von Menschen zu Mensch, bedeutet aber auch, das nicht alles ein Irren ist.
    Frei nach G. Roth, Hirnforscher:
    „Verstehen stellt besondere Anforderungen, Missverstehen nicht. (G. Roth, Hirnforscher).“
    Halten wir fest, es gibt Menschen die den allgemeinen Anforderungen des Verstehens gerecht werden und andere denen das nicht so recht gelingen mag.“

    Klara:
    Oh ja, irren ist menschlich. „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.“ Denn es ist sehrwohl möglich sich mit der Verhaltenpsychologie von Hunden bekannt zu machen, dass man zumindest Beschwichtigung von Freude u.Ä. unterscheiden kann. Doch das fehlt durch die Bank bestimmt 80-90% der Hundehalter.

    „Klara:
    in den Reihen der „Rudler“ erachtete es niemand für notwendig, für die Versorgung des schwachen Welpen an einen Veterinärmediziner zu verweisen“
    (- auch kein Zitat von mir!)

    hansgeorg:
    Nein, das sicherlich nicht, wer Lesen kann ist klar im Vorteil, denn es gibt nicht nur eine Meinung, auch bei RS’lern, was wahr ist sollte wahr bleiben.

    „Klara:
    Hier wurde offensichtlich einiges überlesen… Aber es würde ja auch nicht gut ins Bild passen, wenn es auch Rudler dort gibt, die eine andere Meinung haben. Also lassen wir das natürlich weg..“

    hansgeorg:
    Nein, überlesen wurde nichts.
    Aber wer trifft denn letztlich die Entscheidungen bei RS‘lern und alle fügen sicht dem Unsinn, genau Mutti, ist in der Kirche nicht anders.
    Man kann seine eigene Meinung haben, aber entscheiden tut immer noch Papa, der Stellvertreter Gottes auf Erden und alle Schäfchen fügen sich, so einfach ist das.
    Auch bei den RS’lern, nach dem Motto Hirn ist aus.

    Klara:
    Oh doch hier wurde überlesen, zumindest der erste Beitrag verdeutlicht das.

    „Klara:
    […] „ich würde einen Welpen nie päppeln, denn in der Natur wäre auch keiner da, womöglich gibst du dann ohne es gewollt zu haben, einen kranken Welpen ab. Wenn er es schafft, dann schafft er es, wenn nicht dann ist es eben so […]“

    Hier muss ich auch kurz einhaken, denn dass diese Meinung „Rudler“-spezifisch ist, ist schlichtweg falsch und es zu behaupten ist offensichtlich wieder nur ein Mittel den Mangel an Argumenten auszugleichen..“

    hansgeorg:
    Nun, das mag nicht RS’ler spezifisch sein, aber ein tierschutzrelevantes-Unrecht lässt sich nicht mit von anderen gemachtes tierschutzrelevantes-Unrecht ausgleichen und/oder rechtfertigen, das ist zu billig argumentiert.

    Klara:
    Was habe ich denn bitte billig argumentiert? Ich wollte damit verdeutlichen, dass dieser Vorwurf an die „Rudler“ hier fehl am Platz ist, er müsste eben an alle die Züchter und Hundehalter gehen, die diese Meinung vertreten.

    „Klara:
    Die Besitzerin der Welpen schrieb, dass sie dem schwachen Welpen bereits geholfen hat, indem sie versuchte, ihn zu wärmen und an eine Zitze anzulegen. Dies scheint offensichtlich nicht konform zu gehen mit der RS-Lehre.“
    (-auch kein Zitat von mir)

    hansgeorg:
    Mutti sagt ganz klar nein und dann ist es Gesetz für die RS’ler nach dem Motto:
    § 1 Mutti hat immer Recht.
    § 2 Sollte Mutti mal nicht Rech haben, dann tritt automatisch § 1 in Kraft.

    Klara:
    Wenn das für euch so rüberkommt, kann ich es nicht ändern. Nur weil Jemand eine Ansicht vertritt in dessen Forum ich mich befinde, fühle ich persönlich mich nicht genötigt dem zu folgen.

    „Klara:
    Bin ich die einzige, die dieser Irrsinn irgendwie an die Vorstellungen im Dritten Reich erinnert?“
    Oh ja, damit kann man immer punkten. Auf die Nazis verweisen.. damit ist der Beifall gewiss.“

    hansgeorg:
    „Schlichte Gemüter mögen sich von dir beeindrucken lassen, das für einen Hinweis auf Nazis der Beifall gewiss sei, auch das ist ein billiges Argument von dir, verkennt es doch die Grundeinstellung zum Leben schlechthin.
    Geht es hier doch um den falsch verstandenen und falsch interpretierten Sozialdarwinismus schlechthin. […]“

    Klara:
    „Falsch interpretiert“? Interpretationen sind immer subjektiv.

    „Klara:
    #Aber schlimm dass es immer noch ein Forum für diesen „Glauben“ gibt und die Mitglieder echt engstirnig sind. Klingt irgendwie fast nach einer Sekte….. #“
    „Beweislose Behauptungen und das Wort „Sekte“ erwähnen, erfüllt den gleichen Zweck, brav. “

    hansgeorg:
    Nun, klingt nicht nur so, sondern ist zwingend zutreffend, da der Fakten-Check für eine Sekte nichts anderes zulassen.
    So viel zu deinen angeblich beweislosen Behauptungen.

    Klara:
    Hier wird sich alles schön zurechtgelegt, um ja nicht bei der Sache zu bleiben . So kenne ich die Definition einer Sekte: „In erster Linie steht Sekte für eine von einer Mutterreligion abgespaltene religiöse Gemeinschaft.“

    „Klara:
    Hat ein Hund dann Glück und landet bei einem Menschen, der nicht an die Geburtsstellung glaubt, kann er in den meisten Fällen seine Charaktereigenschaften entwickeln und festigen und nach geglückter Erziehung ein tolles Hundeleben führen.“
    (- wieder, kein Zitat von mir!)

    hansgeorg:
    Das mag ein schlichtes Gemüt so sehen wollen, aber ganz so einfach ist es dann doch wieder nicht.
    Denn nicht nur RS’ler unterliegen dem Wahn das sie nur das Beste für ihre Hunde wollen und tatsächlich alles dafür tun, das dem Objektiv nicht so ist.
    Gut gemeint, ist noch lange nicht gut gemacht, wie uns die RS’ler drastisch vor Augen führen, sie glauben auch gerne, dass sie alles zum Wohle ihrer Hunde tun, obwohl das Gegenteil der Fall ist.

    Klara:
    Die Rudler führen euch das also vor Augen? Wie sehr seid ihr denn mit dem Wissen über die Rudelstellungen vertraut? Wer von euch hat wieviele WS besucht? Wer hat das Buch unvoreingenommen und gründlich gelesen?
    Schwarze Schafe gibt es überall. Diesmal ist es wohl umgekehrt, hier werden nur vereinzelte Negativbeispiele genannt. Ich habe viele Positive gesehen. Doch die hat komischerweise keiner von euch gesehen, wahrscheinlich möchte oder kann es von euch auch keiner sehen.

    „Klara:
    Warum kann ein Hund nur nach geglückter Erziehung ein tolles Hundeleben führen?? Wie Anmaßend
    sind wir Menschen denn?? Nur mit unserer Hilfe kann ein Hund glücklich sein?
    Hach, was für eine schöne Vorstellung.“

    hansgeorg:
    „Nun, es mag dahingestellt sein, dass Hunde mit und ohne Menschen sehr glücklich sein können, aber sicherlich nicht mit einem perversen Konstrukt wie es die vRS’ler vertreten und praktizieren“
    .
    „Klara:
    Das erinnert mich doch arg an Blochs Pizzahunde, wo die „Tierschützer“ einer Mutter ihre Welpen klauen, weil man muss die süßen Kleinen doch „retten“!! (Die Mutter scheinbar nicht..) Weshalb?“

    hansgeorg:
    Nicht überall wo Tierschutz draufsteht, muss auch Tierschutz drinnen sein, das rechtfertigt aber lange noch nicht das Unrecht das vRS’ler ihren Hunden ebenfalls antuen, ethisch-moralisch und tierschutzrelevantes Verhalten bleibt was es ist verwerflich.

    Klara:
    Aber auch das sollte man nicht pauschal gegen „Rudler“ richten.

    „Klara:
    Ach ja, nur mit uns Menschen können Hunde glücklich sein…“
    hansgeorg:
    „Man kann es auch anders sehen, trotzdem Menschen können Hunde mit ihm glücklich sein.“

    Klara:
    Ja, bei einigen KÖNNEN sie das sicherlich, ob und wie oft es der Fall ist, steht für mich in Frage.

    „Klara:
    Nun, aus welchen Gründen auch immer Userin „Renate“ mit den acht Welpen ausgerechnet bei den Rudel-Spinnern nach Hilfe suchte, ist mir schleierhaft
    Sie hat sich dorthin sicherlich nicht verirrt, sondern hatte ihre Gründe, die sie auch genannt hat. “

    hansgeorg:
    „Nun, Hundehalter die Hilfe suchen werden sich immer etwas dabei denken, sonst würden sie es nicht tun.
    Aber sie hat auch ganz offensichtlich alles, nur keine Ahnung worauf sie sich da bei den Rudlern einlässt.“

    „Klara:
    Ich bin kein „Rudler“, ich bin Medizinerin und Wissenschaftlerin und solche Texte regen mich doch immer an mich noch mehr mit dem Thema Rudelstellungen zu beschäftigen.
    Emotionalitäten helfen auch der Medizin und der Wissenschaft nicht, nur wenn man auch objektiv bleiben kann, kann man wirklich helfen.“

    hansgeorg:
    „Nun weiß man nicht, das ist bei Medizinern oder Wissenschaftlern auch nicht anders, die man zu Rate zieht, ob sie überhaupt in der Lage sind dem gerecht zu werden und die Erwartungen die gestellt werden erfüllen können.
    Medizin und Wissenschaft ohne Emotionalität ist schon ein Widerspruch in sich, denn Emotionen/Gefühle gehören zur Objektivität, wie das Atmen zum Leben, denn auch Mediziner und Wissenschaftler sind keine Roboter.“

    Klara:
    Ich habe nicht behauptet dass sie nicht vorhanden sind, nur wird bei Hundehaltern zu oft der Verstand von übermäßiger Emotionalität verdrängt.

    hansgeorg:
    „So schließt Empathie Fähigkeit nicht automatisch aus, sich intersubjektiv mit einem Thema auseinander zu setzen, und daher zu einer objektiven Bewertung fähig zu sein.
    Nun, da du offensichtlich, wenn du schreibst „solche Texte regen mich doch immer an mich noch mehr mit dem Thema Rudelstellungen zu beschäftigen.“ Weisen daraufhin und lassen vermuten, das du überhaupt nicht weißt worum es sich bei den angeblich vererbten Rudelstellungen tatsächlich handelt.
    Aber Hauptsache du hast eine unwissende subjektive Meinung zu vRS.“

    Klara:
    Ok, dann zähle ich es eben auf. Ich kenne sowohl die vollständige Theorie von Rudelstellungen und ich habe mittlerweile drei Worksshops besucht. Als „unwissend“ würde ich das nicht bezeichnen, allerdings möchte ich noch mehr darüber lernen, bevor ich es selbst wirklich intensiv anwende. Das es die Rudelstellungen gibt steht für mich außer Frage und in diesem Leben wird mich auch Niemand mehr vom Gegenteil überzeugen. Doch so etwas komlpexes kann man nicht innerhalb von ein paar Wochen oder Monaten lernen und v.a. nicht zu 100% durch und durch verstehen, daher kann diese Verurteilung der „vererbten Rudelstellungen“ hier auch nur aus unzureichendem Wissen darüber entstehen, denn ich bezweifle stark, dass sich irgendjemand sich wirklich intensiv und v.a. unvoreingenommen damit beschäftigt hat, anders wäre es sinnlos.
    (Es gibt ähnliche Sozialstrukturen übrigens auch bei vielen anderen Tierarten. Das ist keine Ausnahme die es nur bei Hunden gibt.)

    „Klara:
    Ihr selbsternannten Tierschützer und Samariter, geht in die Welt und die Natur heraus und rettet all die Kümmerlinge der Mäuse, der Ratten, der Füchse, der Wölfe, der Krähen, … ich könnte ewig so weiter machen. Weshalb haben diese Tiere nicht euer Mitleid? Wo ist hier der „Schöpfungsauftrag“?“

    hansgeorg:
    „Nun, die Welt und Natur ist unvollkommen und der Mensch, als ihr selbsternannter Verwalter, kann offensichtlich nicht besser oder schlechter sein, als die Natur, da er selbst nicht nur dazu gehört, sondern evolutiv aus ihr hervorgegangen ist, als ein unvollkommenes Wesen.“

    Klara:
    Da unterscheiden sich offenbar die Geister. Die Natur ist/wäre ohne den Menschen vllt nicht perfekt, aber viel eher im Gleichgewicht. Da brauch man sich nur mal die kombinierte Jäger – Beutetier – Kurven anschauen.
    Man könnte soweit gehen und den Menschen als Fehlgeburt der Evolution zu bezeichnen, andere wieder bezeichnen es positiver und sagen, er ist eine Meisterleistung der Evolution.. es kommt wohl darauf an, unter welchen Gesichtspunkten man es betrachtet.

    hansgeorg
    „Trotzdem kann er eines tun, mit seiner Fähigkeit zu ethischen-moralischem Verhalten, gegen diese Unvollkommenheit, dank seiner Kognitiven-Fähigkeiten eintreten, zu seinem und der anderen Lebewesen wohlergehen, nicht nur den Hunden gegenüber, aber hier im Besonderen.
    Einen Welpen einfach verrecken zu lassen und ihm nicht die Chance eines tierärztlich begleiteten Todes zu gewähren, der ihm möglicherweise Qualen ersparen kann, sollte für eine Medizinerin, so sie diese Bezeichnung verdient, das mindeste sein, was sie für ein Hilfloses in menschlicher Hand befindliches Leben, wie diesen Welpen, zwingend fordern muss.

    Klara:
    Wo habe ich das Gegenteil behaupetet? Natürlich hätte ein Tierarzt zumindest konsultiert werden müssen. Aber auch hier wieder, es ist nicht „Rudler“-spezifisch ein Tier so sterben zu lassen. Ich kann an dieser Stelle nur hervorheben, dass es die Nicht-Rudlerin war, die den Welpen hat sterben lassen.

    „[…]“

    hansgeorg, ich unterhalte und diskutiere allgemein gerne vernünftig und nicht beleidigend, v.a. auch nicht überheblich und anmaßend. Da finde ich Sätze wie „Das mögen schlichte Gemüter so sehen […]“ (Das mit den schlichten Gemütern hast du gerne wiederholt..) nicht für mich beleidigend, sondern unangebracht, da es nur als taktisches Mittel benutzt wird, um Menschen dazu zu tricksen dir zuszustimmen. Das ist dein gutes Recht, das ist mir klar, nur darf ich mir auch herausnehmen auf solche Mittel zu verweisen.
    Ich war naiv zu glauben man könne hier wenigstens halbwegs seriös diskutieren, doch hier geht es offensichtlich nur darum, Jeden zu lobhudeln, der etwas gegen Rudelstellungen zu sagen hat.
    Daher bin ich hier raus. Jeder Mensch hat das Recht auf eine eigene Meinung. Das solltet auch ihr respektieren. Es wird hier gegen Rudelstellung gehetzt weil ein Welpe gestorben ist, bei einer nicht-Rudlerin, obwohl keiner ihr geraten hat keinen Tierarzt zu verständigen.
    Jeden Tag sterben zahlose Kümmerer (ich benutze das Wort gerne noch mal, es ist nun mal ein Begriff der in der Tiermedizin geläufig ist und für solche Tiere als Bezeichnung benutzt wird, das ist keine Abwertung) von Schweinen, Puten und anderen Tieren die sich auch in der Obhut des Menschen befinden, ohne tierärtzliche Konsultation. Auch das finde ich traurig. Wollt ihr das auch auf Rudelstellung schieben? (Ja, ich weiß das ist überzogen, aber es dient nur dem Zwecke der Verdeutlichung)

  19. Hey Klara

    Zunächst einmal solltest du VERSTEHEN, ich wiederhole mich da zwar, aber deine Antwort zeigt, dass es notwendig ist, ich zitiere.

    „Verstehen stellt besondere Anforderungen, Missverstehen nicht. (G. Roth, Hirnforscher).“

    Warum habe ich die Zitat von anderen mit einbezogen.

    Da du auf diese geantwortet hattest und sie nur in ihrer Gänze den Zusammenhang zu deinen Antworten verständlich machen.

    Daher sollte es selbstverständlich sein, dass die Komentare von den Anderen vor deinem Post auch gelesen werden sollten, dann erschließen sich meine Aussagen ganz von alleine und werden schlüssig.

    • Hansgeorg, die Zitate sind aber als meine ausgeschrieben, da du nun mal Klara davor geschrieben hast. Das ist einfach nicht stimmig und irreführend.
      Und danke, deine herablassende und beleidigende Art zeigt nochmals, dass man hier nicht seriös diskutieren kann.

  20. Hey Klara

    Klara
    12. Juni 2015 bei 10:09
    Ich bin kein „Rudler“, ich bin Medizinerin und Wissenschaftlerin und solche Texte regen mich doch immer an mich noch mehr mit dem Thema Rudelstellungen zu beschäftigen.
    Emotionalitäten helfen auch der Medizin und der Wissenschaft nicht, nur wenn man auch objektiv bleiben kann, kann man wirklich helfen.
    hansgeorg:
    Du schriebst am 12.Juni2015 10:09, Beweis siehe oben. Ich bin kein „Rudler“,…
    Und am 14.Juni 2015 zum Beweis siehe unten

    Klara
    14. Juni 2015 bei 14:00
    Ok, dann zähle ich es eben auf. Ich kenne sowohl die vollständige Theorie von Rudelstellungen und ich habe mittlerweile drei Worksshops besucht. Als „unwissend“ würde ich das nicht bezeichnen, allerdings möchte ich noch mehr darüber lernen, bevor ich es selbst wirklich intensiv anwende. Das es die Rudelstellungen gibt steht für mich außer Frage und in diesem Leben wird mich auch Niemand mehr vom Gegenteil überzeugen. Doch so etwas komlpexes kann man nicht innerhalb von ein paar Wochen oder Monaten lernen und v.a. nicht zu 100% durch und durch verstehen, daher kann diese Verurteilung der „vererbten Rudelstellungen“ hier auch nur aus unzureichendem Wissen darüber entstehen, denn ich bezweifle stark, dass sich irgendjemand sich wirklich intensiv und v.a. unvoreingenommen damit beschäftigt hat, anders wäre es sinnlos.
    hansgeorg:
    Wenn das emotionslose objektive Wissenschaft sein soll, man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen.
    Klara; „Das es die Rudelstellungen gibt steht für mich außer Frage und in diesem Leben wird mich auch Niemand mehr vom Gegenteil überzeugen.“
    Das ist wirklich von dir sehr Wissenschaftlich gedacht?!
    Klara
    12. Juni 2015 bei 10:09

    Nochmal, Hunde wurden uns nicht anvertraut, wir haben sie uns genommen.

    hansgeorg:

    Ein objektiver Wissenschaftler würde eine solche BEHAUPTUNG sicherlich nicht aufstellen, denn dies wird unter den Wissenschaftlern noch intensiv diskutiert.

    Warum???

    Wie wir alle wissen. gibt es zwei Modell die in der Wissenschaft diskutiert werden, wie der Hund mit uns Menschen zusammen kam.

    In Kurzform:

    a) Die ältere Variante geht davon aus, dass die Urahnen der Hund vom Menschen genommen und so domestiziert wurden.

    b) Die etwas neuere Variante geht davon aus, das der Urahne der Hunde sich dem Menschen freiwillig anschlossen, im Sinne einer Symbiose (Mutualismus) und sich so mehr oder weniger domestiziert hatten.

    D. h. wärst du in Sachen Haushundeforschung auf dem allgemein üblichen Mindest-Stand, würdest du eine solche Behauptung, erst gar nicht aufstellen.

  21. Hach je, ich wollte es ja lassen, aber ich lasse falsche Behauptungen über mich ungern so stehen.

    Hansgeorg, du ziehst voreilige Schlüsse, oder liest etwas in den Zeilen was nicht dort steht.

    „hansgeorg:
    Wenn das emotionslose objektive Wissenschaft sein soll, man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen.
    Klara; „Das es die Rudelstellungen gibt steht für mich außer Frage und in diesem Leben wird mich auch Niemand mehr vom Gegenteil überzeugen.“
    Das ist wirklich von dir sehr Wissenschaftlich gedacht?!“

    Wieso denn wissenschaftlich gedacht? So langsam glaube ich du willst mich auf den Arm nehmen. Woher willst du denn wissen, wie ich mit Rudelstellung in Kontakt gekommen bin? Glaubst du, so habe ich gedacht, als ich das erste Mal von Rudelstellungen gehört habe? Nein.
    Anita Balser hat es auf einem Seminar erwähnt, vor knapp 2 Jahren. Ich habe mich ab da immer mal wieder mehr oder weniger intensiv mit dem Thema beschäftigt. Jetzt gerade (hier angeregt) wieder mehr.

    Als ich mit Rudelstellungen in Kontakt kam hatte ich noch nie davon gehört. D.h. ich hatte keine Vorurteile oder negativen Assoziationen, es war völlig neu für mich. Das fehlt hier Vielen..

    Nein, ich bin kein „Rudler“. Ich „rudele“ nicht, ich habe zwei Hunde, die ich nicht RS gerecht halte. So kenne ich den Begriff „Rudler“.

    hansgeorg:
    „Klara
    12. Juni 2015 bei 10:09
    Nochmal, Hunde wurden uns nicht anvertraut, wir haben sie uns genommen.

    hansgeorg:
    Ein objektiver Wissenschaftler würde eine solche BEHAUPTUNG sicherlich nicht aufstellen, denn dies wird unter den Wissenschaftlern noch intensiv diskutiert.
    Warum???
    Wie wir alle wissen. gibt es zwei Modell die in der Wissenschaft diskutiert werden, wie der Hund mit uns Menschen zusammen kam.
    In Kurzform:
    a) Die ältere Variante geht davon aus, dass die Urahnen der Hund vom Menschen genommen und so domestiziert wurden.
    b) Die etwas neuere Variante geht davon aus, das der Urahne der Hunde sich dem Menschen freiwillig anschlossen, im Sinne einer Symbiose (Mutualismus) und sich so mehr oder weniger domestiziert hatten.
    D.h. wärst du in Sachen Haushundeforschung auf dem allgemein üblichen Mindest-Stand, würdest du eine solche Behauptung, erst gar nicht aufstellen.“

    Erstens mal, schön dass du immer Dinge erzählst und auflistest, nachdem Niemand gefragt hat…

    Und mit dem Satz „Nochmal, Hunde wurden uns nicht anvertraut, wir haben sie uns genommen.“ meinte ich etwas anderes als du hier implizierst. Das habe ich im ursprünglichen Text auch erläutert. Es geht nicht um die Geschichte der Hunde und Menschen. Es geht darum, dass die Hunde heute, die wir haben, sich ihr neues Zuhause nicht aussuchen. Wir Menschen entscheiden welchen Hund wir zu uns nehmen und wir entscheiden auch ob er bleibt.
    Er hat nicht die Wahl zu gehen wann er möchte.
    Davon habe ich geredet und nicht irgendeine „Behauptung“ aufgestellt.
    Dieses „uns anvertraut“ missfällt mir daher sehr..
    Ich habe keine Verpflichtung dem gegenüber, der mir den Hund verkauft oder vllt im Tierheim übergeben hat. Ich habe eine Verpflichtung und Verantwortung den Hunden selbst gegenüber, meinen Hund zu respektieren und zu schätzen.

    Und so auch der Hündin gegenüber, die vielleicht selbst entscheidet diesen einen Welpen nicht anzunehmen und dem Tod zu überlassen. Ob ich das gekonnt hätte, ist wieder eine andere Sache…

    Aber ich merke schon, dass es dir nur noch darum geht mich hier anzugreifen.
    Wir sind schon lange weg vom eigentlichen Thema.

    Ich werde eh nie begreifen, was nun schlimm an Rudelstellungen sein soll. Alles kann schlimm werden, wenn man es übertreibt und damit das eigentliche Ziel aus den Augen verliert.
    Sehe ich z.B. beim Agility. Menschen die fanatisch werden und dabei vergessen, dass so etwas Spaß machen soll und dem Hund gut tun soll.
    In allen Bereichen kann man Hunden schaden, wenn man fanatisch wird. Auch bis zum Erbrechen erziehen und konditionieren tut keinem Hund gut.
    Egal was man mit seinem Hund macht, völlig egal was. Man muss immer die Individualität des Hundes und dessen Bedürfnisse im Auge haben. Und das geht auch mit Rudelstellungen.
    Das es einige bei RS gibt, die das aus den Augen verlieren und fanatisch werden, das mag ich gar nicht bestreiten, aber man kann es nicht verallgemeinern und behaupten, dass es so etwas nirgends anders gibt.

    Ich hatte mal eine Diskussion mit einer Hütehundezüchterin, die es unmöglich fand, dass ich betracht ziehe, irgendwann mal einen Welpen nach der Stellung passend zu meinem auszusuchen. Ihre Argumentation war, „du musst den Hund doch selbst aussuchen, er muss dir doch gefallen!“ Muss er dass? Ich finde er muss vor allem meinem anderen Hund gefallen..
    Egal welchen Welpen ich aus einem ihrer Würfe genommen hätte, ich hätte ihn in mein Herz geschlossen und über alles geliebt. Meinem Hund ginge es aber wahrscheinlich nicht mit jedem Welpen so.. das habe ich erleben müssen.
    Sie hingegen, gibt öfter mal einen 8 Monate alten Hund doch noch ab, weil er zum Hüten „nichts taugt“. Aber den Hund wegen unpassender Stellungen (und dadurch Unstimmigkeiten im Haus) abzugeben wird so verteufelt.. da stimmt für mich etwas nicht.
    Jagdhunde, Hütehunde, Hunde aus dem Hundesport, dort gibt es fanatische und für mich gefühllose Menschen, die ihren Hund abgeben weil er „nichts taugt“…

  22. Hey

    „Klara
    14. Juni 2015 bei 14:00

    Klara:
    Ok, dann zähle ich es eben auf. Ich kenne sowohl die vollständige Theorie von Rudelstellungen und ich habe mittlerweile drei Worksshops besucht. Als „unwissend“ würde ich das nicht bezeichnen, allerdings möchte ich noch mehr darüber lernen, bevor ich es selbst wirklich intensiv anwende. Das es die Rudelstellungen gibt steht für mich außer Frage und in diesem Leben wird mich auch Niemand mehr vom Gegenteil überzeugen. Doch so etwas komlpexes kann man nicht innerhalb von ein paar Wochen oder Monaten lernen und v.a. nicht zu 100% durch und durch verstehen, daher kann diese Verurteilung der „vererbten Rudelstellungen“ hier auch nur aus unzureichendem Wissen darüber entstehen, denn ich bezweifle stark, dass sich irgendjemand sich wirklich intensiv und v.a. unvoreingenommen damit beschäftigt hat, anders wäre es sinnlos.

    (Es gibt ähnliche Sozialstrukturen übrigens auch bei vielen anderen Tierarten. Das ist keine Ausnahme die es nur bei Hunden gibt.)“

    hansgeorg:

    Schon mal vorab.

    Nun, diese Behauptung von den „vRS-Anhängern“ lese ich immer Mal wieder:

    „Klara: (Es gibt ähnliche Sozialstrukturen übrigens auch bei vielen anderen Tierarten. Das ist keine Ausnahme die es nur bei Hunden gibt.)“

    Dann zähl doch bitte Mal die, oder einige der „vielen anderen Tierarten“ auf.

  23. Oh mein Gott.
    Ich sitze hier und starre meinen Laptop an. Wieder und wieder habe ich jetzt das von dir Geschriebene versucht zu verstehen und jedes mal kann ich nur den Kopf schütteln, wenn ich die Auszüge aus dem Forum lese.
    Ich hoffe wirklich sehr, dass die hilfesuchende Hundehalterin noch an bessere Hundehalter gekommen ist und alle ihre Welpen überlebt haben.

    Mir selbst wurde auch erst geraten diese Rudelstellung Dings zu machen. Da ja mein Lemmy durchaus schwierig ist.
    Habe mich dann dahin gehend informiert und konnte echt nicht glauben, was das für ein Müll ist, den anscheinend viel zu viele Menschen glauben…

    Ich hoffe irgendwann wachen diese Menschen auf …

    Liebe Grüße
    von einer traurigen und geschockten
    Anna
    Canistecture

  24. „Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.“

    Genauso ist das. Schlimm, was es so gibt.

  25. Puh, das war jetzt viel zu lesen…
    „ohne vernünftigen Grund“
    Es gibt wohl keinen vernünftigen Grund einem Tier Schmerzen zuzufügen. Wenn ein Tier gehen muss, warum auch immer, gibt es immer einen Schmerzfreien weg!

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