Der schrecklichste der Schrecken, das ist der Mensch in seinem Wahn

Pervers: „Ich liebe dich“ auf einem Stachelhalsband?! Gesehen auf der Messe „Hund & Pferd“ in Dortmund. (Foto: Inka Burow)

Pervers: „Ich liebe dich“ auf einem Stachelhalsband?! Gesehen auf der Messe „Hund & Pferd“ in Dortmund.

Über die vielen positiven Rückmeldungen zu meinen Tipps zur Hundetrainersuche habe ich mich sehr gefreut. Weniger gefreut habe ich mich darüber, dass ich mich offenbar nicht klar genug ausgedrückt habe und in der Folge jetzt im Netz in einem recht skurrilen Zusammenhang mit ganz gewiss nicht gewaltfreiem Hundetraining auftauche. Aus diesem Anlass möchte ich einige Worte über die teils gewollt, teils ungewollt gewaltige Wirkung von Schreckreizen verlieren.

Man sollte meinen, dass im Jahr 2015, also knapp 46 Jahre, nachdem der erste Mensch den Mond betreten hat, keiner mehr dahinter lebt. Wenigstens keiner, der einen Hund hat. Ich habe jedoch das dumpfdunkle Gefühl, dass hinterm Mond viel Platz und immer noch viel los ist. Übrigens vermutet mein geschätzter Bloggerkollege Thomas Riepe diejenigen, die ich hinterm Mond vermute, im „Tal der Deppen“.

Immerhin wird wenigstens die Idee eines gewaltfreien Hundetrainings heutzutage vehement vertreten. Anders lässt sich mein Fund auf der „Hund & Pferd“ in Dortmund im vergangenen Herbst nicht erklären. Denn wer dazu steht, ein tierschutzwidriges Stachelhalsband einem Hund um den Hals zu machen, wird es wohl kaum unter pinkfarbenden Liebesbezeugungen verstecken. Ein Stachelhalsband mit dem Schriftzug „Ich liebe dich“ ist pervers, wenn ihr mich fragt. Oder mit den Worten Friedrich Schillers: „Der schrecklichste der Schrecken, das ist der Mensch in seinem Wahn.“

Auch der Leinenruck ist immer noch in Mode. Wer ruckt, spricht aber nicht mehr von „Strafe“, sondern nennt den Ruck „Zuppeln am Halsband“, „Impuls“, „Korrektur“ oder „negative instant consequence“. Das ändert aber nichts daran: Ein Leinenruck ist ein Leinenruck! Wer ihn im Hundetraining anwendet, nutzt das Prinzip der positiven Bestrafung. Dazu muss der Ruck vom Hund – unabhängig vom individuellen Schmerzempfinden – als unangenehmer Reiz empfunden werden. Schließlich soll ihn der Ruck, die Strafe, dazu bringen, etwas nicht mehr zu tun. Ein vom Hund nicht unangenehm empfundenes Zuppeln verfehlt indes diese Wirkung.

Leider glauben immer noch viele, dass der Einsatz von Strafe am besten geeignet ist, um unerwünschtes Verhalten zu unterbinden. Beispiel gefällig? Rico Bunterhund schreibt beziehungsweise lässt sein Herrchen schreiben in seinem Blog „Gassireport“:

So ganz ohne Stupser und Leinenruck ging und geht es bei mir nicht (wie soll ich denn ohne negatives Signal wissen, wenn ich was falsch gemacht habe?).

Ich halte von diesem Trainingskonzept gar nichts, weil ich Hunden lieber beibringe, was sie tun statt lassen sollen, aber darum geht es gerade nicht. Ich will ja über Schreckreize schreiben – und zwar über die Schreckreize, die vom Hund als unangenehm empfunden werden. Nicht über die schönen Überraschungen, sondern über das im Training bewusst als aversiver Reiz eingesetze Erschrecken des Hundes.

Was ein Schreck bewirkt, beschreibt Regine Hochhäusler wunderbar auf ihrer hunde-weisen Seite. Das wiederhole ich hier nicht. Nur so viel: „Mit Schreck bezeichnet man die Reaktion eines Organismus auf einen überraschend wahrgenommen, potenziell bedrohlichen Reiz.“ Die Folge eines jeden Schrecks ist ein Affektzustand, in dem der Erschreckte überraschungsbedingt unfähig ist zu reagieren. Zwar ist dieser Zustand nur von kurzer Dauer, aber wie unangenehm so eine Schrecksekunde ist, hat jeder schon erlebt.

Jeder Schreck löst – wenigtens für einen kurzen Moment – ein Gefühl der Angst aus. Deshalb ist die Aussage von meinem Bloggerkollegen Maximilian Pisacane „(…) dass ich zwischen Angst und Erschrecken unterscheide und Letzteres nicht so schlimm finde wie Ersteres“ eine von nicht allzu viel Wissen belastete Meinung, die ich nicht teilen kann.

Jeder hat zudem schon einmal erlebt, dass die Gewaltigkeit der Wirkung vom Erschrecker kaum im Vorfeld abzuschätzen ist. Gezielt kann ich niemanden nur ein bisschen erschrecken. Das ist genauso unmöglich, wie ein bisschen schwanger zu sein. Ein derart unberechenbares Hilfsmittel wie Erschrecken hat im Training keinen Platz. Schließlich ist Training per Definition ein planvolles Handeln.

Mit positiver Strafe zu arbeiten ist eine Sache. Wer das macht, braucht ein verdammt gutes Timing. Wenn es nämlich dumm läuft, verknüpft der Hund nicht das Gewollte. Aber Strafen nicht anzukündigen bedeutet immer, dass sie als Schreckreiz eine gewaltige Wirkung erzielen (können). Das ist doch schrecklich!

Zum Schluss noch ein Buchtipp zum Thema: „Schreck lass nach: Der Einfluss von Stress und Angst auf Gehirn und Verhalten“ von Ute Blaschke-Berthold (Herausgeber) und Heike Westedt (Autor), Cumcane Verlag.

29 Kommentare

  1. …vielen Dank für diesen Artikel! Eigentlich müsste jeder ‚positiveTrainer‘ ihn Zwecks weiterer Aufklärung auf seiner Seite teilen. Zur Zeit bin ich gerade überrascht wie viele Trainer noch oder wieder damit arbeiten und andere Methoden als unzureichend und lächerlich abtun :-(

  2. Bitte Hersteller nennen , damit man massiv dagegen protestieren kann. Das geht garnicht und ist in meinen Augen sehr heuchlerisch, denn der Hersteller scheint ja genau zu wissen, das so ein verstecktes Folterwerkzeug nicht gut ankommt, warum sonst hat er es unter dieser geheuchelten Liebeserklärung versteckt????
    Einfach widerlich, ja, der Mensch ist das Schlimmste, was sich unser Planet ausgedacht hat.

  3. Wow, das ist einfach unvorstellbar, dass solche Halsbänder überhaupt verkauft werden dürfen! Wenn man seinen Hund nicht ordentlich erziehen kann, dann sollte man sich am besten keinen Hund anschaffen..

  4. Diese tollen Halsbänder gibt’s leider schon seid Jahren. Werden leider sehr häufig benutzt. Sehr viel im Schutzdienst. Selbst bei Ob habe ich die schon gesehen.
    Ich bin auch gegen Gewalt in der Hunde Erziehung.
    Habe aus dem Tierschutzverein eine absolute Jägerin. Wenn die etwas in der Nase hat habe ich verloren. Nach fast 2 Jahren anti jagdtraining habe ich es aufgegeben.
    Leider muss ich da dann den Leinenruck einsetzen.
    Es gibt Situationen da kann man nix anderes mehr machen.
    Wenn ich in der Stadt über eine Straße gehen möchte und sie plötzlich quer über die Straße will, bleibt mir nix andres übrig. Die Autos fahren ohne Rücksicht auf uns weiter. Ich habe ja noch 2 Hunde an der anderen Hand. Und eine 40 kg Jägerin hält man dann nicht so einfach.
    Deswegen sollte man beim Leinenruck erstmal nach hören wann und warum einer das einsetzt.

  5. Heidi, es gibt kein Wann und kein Warum bei einem Leinenruck, das ihn rechtfertigt.

  6. Hallo Inka.
    Das hört sich an als wenn du die Trainern für mich und neine Jägerin bist.. Bekannte Trainerin/ Trainer sind an uns schon gescheitert.
    Es interessiert mich seht wie ich es anderes machen kann.
    Mit meinem anderen zwei Hunden war es kein Problem. Lg Heidi

    • Mario Anastasini

      Liebe Heidi,
      wenn dir ernsthaft etwas daran liegt, den immer wieder sogenannten „Jagdtrieb“ wegzubekommen, dann melde dich bitte einfach mal bei mir. ICH habe den innerhalb von „nur“ 9 Monaten abgestellt bekommen – ohne Gewalt oder irgendeines der Folterinstrumente. Ein ganz neues und modernes, vor allem hundegerechtes Konzept. anastasini(at)kabelmail.de
      Gruß an alle Hundefreunde
      Mario

  7. toller Artikel. DANKESCHÖN :)

  8. Hi,
    es nützt nichts in Blogs die Entrüstung über falsche Hundeerziehung die negativen Auswirkungen davon immer und immer und immer wieder runter zu beten. Das bringt niemand weiter. Was auch niemand weiter bringt ist diese Leute, welche obiges Stachelhalsband einsetzen als „pervers“ zu bezeichnen (wenn auch nur indirekt). Pervers sind lediglich die Hersteller die die Hände heben und sagen „der Markt will das so und wir liefern nur – für den Einsatz sind wir nicht verantwortlich“ (man erinnert sich an die Argumentation der Waffenhersteller). Wie dem auch sei – der Einsatz obigen Halsbandes offenbart zwei Sachen: Liebe zum Tier und völliges Unwissen und Hilflosigkeit. Und bei letzterem muss man ansetzen und an ersteres appellieren. Liebt man sein Tier sucht man den besten Trainingsweg und das ist in den meisten Fällen kein Stachelhalsband (ich schließe das aber mittlerweile auch nicht komplett aus aber dann richtig und nicht als dauerhafte „Lösung“). Auch schließt der beste Trainingsweg meiner Meinung nach auch keine positive Strafe aus.
    Der beste Trainingsweg ist aber fair fürs Tier. Und wie schon richtig angedeutet bedeutet das auch, dass man Strafen richtig anwendet (also ankündigt) . Fair bedeutet auch, dass man dem Tier erst mal bei bringt was es machen soll und später ggf unerwünschtes Verhalten unterbricht (wie man auch immer das tut) und dann das erwünschte Verhalten abverlangt.

    Es ist also besser man schimpft nicht über die Idioten sondern unterrichtet die Menschen, die in ihrer Hilflosigkeit obiges einsetzen. Ich kann verstehen wenn jemand sowas wie oben einsetzt – ich hatte auch mal einen Hund der zog. Dann brachte ich ihm aber die Leinenführigkeit bei und das dauert lange.
    Kurzum auf die HH zu gehen und sie positiv zu verstärken und fair mit ihnen umgehen (also genau wie mit unseren Haustieren) ist viel besser als seinen ganzen Frust ungefiltert in die Welt raus zu lassen.
    Ich habe übrigens früher auch immer geschimpft aber erst reden brachte mich weiter. :)

  9. Diese Halsbänder sind echt schrecklich! Wer sowas seinem Hund antut, sollte selbst so ein Halsband tragen.

    Was ich aber nicht ganz verstehe.. Hier wird vom „Leinenruck“ gesprochen mit einem ganz normalen Halsband? Wenn mein Hund etwas sieht und dann trotz Leine loslaufen will, zieht er selbst an der Leine und er hat noch nie aufgeschrien oder Etwas in dieser Richtung. Ganz im Gegenteil. Er macht das noch 1-2 Mal. Also das finde ich schon ein bisschen übertrieben.

  10. Heidi, schreib mir doch bitte mal eine Mail: grappamaus@msn.com

    Sven, mit „Leinenruck“ ist ein aktives Ziehen bzw. Rucken vom Hundeführer gemeint. Aber einem Hund, der regelmäßig oder auch nur unregelmäßig selbst in die Leine springt, würde ich trotzdem immer ein Geschirr anziehen. Denn die Schäden, die der Hund abbekommen kann, sind dieselben wie bei einem gezielten Ruck am oberen Ende der Leine. Übertrieben ist das ganz sicher nicht. Schau mal hier:

    http://www.dog-games.co.uk/photos/pointofsale/why_700.jpg

    http://toms-hundewelt.de/tipps-infos/brustgeschirr-oder-halsband/

  11. Okay. Der Artikel hat mich wirklich überzeugt. Hätte nicht gedacht, dass da soviel passieren kann, wenn der Hund ein Halsband trägt. Ich besitze eine französische Bulldogge und die hat eh schon mit ihrer Nase zu tun. Werde ihr nun definitiv ein Geschirr besorgen!

  12. Ich hab solche Halsbänder auch schon gesehen und muss ehrlich sagen, ich würde jedes mal lieben gerne rüber gehen den armen Hund befreien und es dem entsprecheden Halter umlegen um diesen dann ein wenig durch die Gegen zu zerren. Ich glaube die Leute verstehen nicht mal was sie da tun und vor allem was sie ihrem Tier antun. Die Kluft zwischen den interessierten und aufgeklärten Hundehaltern und denen die einfach nichts merken wird leider immer größer… habe ich zumindest das Gefühl. Danke für den Artikel und vor allem für das Bild, über so ein Sche** kann man nicht oft genug schreiben.

  13. Interessanter Artikel und traurig, dass es solche Halsbänder immer noch gibt, ich finde schon diese Antizug-Halsbänder, die sich wie so eine Schlinge um den Hals des Hundes legen, gar nicht schön und sehe die hier laufend irgendwo im Einsatz. Unserer trägt an seinem Halsband höchstens seine Tasso-Marke spazieren, für die Leine gibt es Geschirr.
    Was mich nur mal interessieren würde – weil hier immer von Leinenruck die Rede ist und ich das im Zusammenhang gerade nicht richtig greifen kann – bezieht sich das rein auf die Einwirkung des Haltes per Leine auf das Halsband oder wird das beim Geschirr genauso ungerne gesehen? (Wobei ich hier jetzt nicht vom Zurückreißen des Hundes, sondern einem leichten Gegenziehen rede – sprich: wenn unserer sich heftig in die Leine gestemmt hat, habe ich ganz langsam die eh schon vorhandene Spannung erhöht, damit er in seinem Eifer überhaupt gemerkt hat, das ich noch da bin und dann die Aufmerksamkeit sofort belohnt.)

  14. Also zum Einen muss ich sagen, dass wir hier sicher nicht darüber diskutieren müssen, ob solche Halsbänder gut oder schlecht sind.
    Solche Stachelbänder gehören verboten, egal ob mit oder ohne so einer heuchlerischen Abdeckung.

    Ich möchte jedoch mal etwas auf den Leinenruck eingehen, der hier angesprochen wurde.

    Verstehe ich das richtig, dass dieser hier generell verteufelt wird, oder eben hauptsächlich, wenn der Hund ein Halsband trägt?

    Ich muss nämlich dazu mal folgendes äußern:
    Ich bin bei der Erziehung aufgrund meiner Erfahrung auch lieber dafür, man bringt Hunden besser bei, was sie tun sollen, als sie immer nur für negatives Verhalten zu bestrafen. Definitiv zeige ich meinem Hund lieber wege, die ich mir wünsche, und gebe ihm dafür ein Leckerchen.

    ABER: Hund ist nicht gleich Hund. Es gibt wirklich, und das ist nicht nur bei Hunden so, schwer erziehbare und sehr dominante Fälle. Ja, es gibt sogar Fälle, wo sich Hunde per Leckerli eben nicht trainieren lassen, weil der Hund draußen gar kein Leckerli annimmt oder sich dafür interessiert. Gibt es tatsächlich, ich schreibe aus eigener Erfahrung. Zwar gibt es auch für diesen Fall Alternativen, einen Klicker zum Beispiel, aber das tut jetzt mal nichts zur Sache.

    Jetzt muss ich aber auch mal sagen, dass viele Menschen oder selbst ernannte Hundetrainer ein bisschen übertreiben. Ich kenne viele sehr gut erzogene Hunde, die über gezieltes jedoch leichtes Rucken an der Leine auch viele Dinge gelernt haben. Abgesehen davon, und das wird hier ja mit einem Beispiel sehr gut bestätigt, gibt es wohl keinen Hundehalter der nicht mal an der zieht oder ruckt -> Hund schnüffelt, will pinkeln, Halter bemerkt es nicht und läuft aus Versehen weiter. Passiert, und ich glaube ob mit oder ohne Halsband ist davon bisher kein Hund gestorben.

    Ich möchte hier mal verdeutlichen, ohne dabei generelles oder gezieltes festes Rucken an der Leine schönreden zu wollen, dass man Hunde, vor allem wenn es sich um etwas schwerer zu erziehende Exemplare handelt, auch mal auf eine deutlichere Art und Weise die Grenzen aufzeigen MUSS. Damit meine ich jetzt nicht, dass man den Hund verhauen soll oder sonst irgendwie anderes aggressives Verhalten an den Tag legen soll. Jedoch möglicherweise Strafe per Ignoranz oder auch mal ein bisschen lauter werden -> bisschen lauter werden heißt aber auch nicht schreien, eben etwas deutlicher.

    Wenn man sich nämlich wirklich über Jahre hinweg mit der Hundeerziehung und dem Verhalten beschäftigt – ich möchte hier keinem, auch nicht der Blogbetreiberin Wissen absprechen sondern mich wirklich nur austauschen – kommt man auch recht zügig zur Erkenntnis, dass Hunde untereinander sich auch oft eben auf eine entsprechend deutlichere Art und Weise Grenzen und Fehlverhalten aufzeigen. Ich habe, um es mal deutlich zu sagen, noch nie einen Hund gesehen, der das Fehlverhalten eines anderen Hundes durch positive Bestärkung korrigiert hat.

    Es ist noch kein Hund davon gestorben und ich bin sicher Hunde können damit auch umgehen, wenn der Halter beim Gassi beim Fehlverhalten mal sprichwörtlich durch den eigenen Hund durchgelaufen (das geht wörtlich natürlich nicht, hier ist eher ein „Anrempeln“ gemeint) ist. Um Hunden klarzumachen wer der Rudelführer ist, schadet auch sowas mal nicht. Sollte natürlich keine generelle Erziehungsmethode sein oder werden.

    Ich muss deswegen schon oft schmunzeln und würde gerne mal manche Leute bei wirklich aggressiven, dominanten und schwer erziehbaren Hunden sehen, wie sie alles (Betonung liegt auf alles) über die positive Arbeit regeln.

    Ich habe bei der Erziehung meiner Hunde auch nicht immer alles richtig gemacht. Im Nachhinein tut mir das auch Leid, jedoch habe ich vieles eben genau aus solchen Fehlern gelernt, wie ich es besser machen kann. Dennoch, wenn ich meinem Hund z.B. klarmachen will, dass er nicht auf die Couch soll, schiebe (nicht schubse!!!!) ich ihn auch mal runter, wenn er auf meine verbale Anweisung nicht hört.

    Es soll ja auch schon Hundehalter und -trainer geben, die bereits so etwas als „aggressiv“ einstufen. Da kann ich nur sagen, dass sehe ich absolut anders.

  15. Emotional Überqualifiziert, selten so etwas unhaltbares gelesen..
    Schreckreize Gewalt böses.. wie haben Hunde blos 32.000 Jahre Überlebt. Es gibt keine Studie die bescheiningt ausser bei Augenhochdruck die bescheiningt das ein Halsband schädlich ist, allerdings gibt es Studie über die Gefahr eines Geschirr grade bei heranwachsenden Hunden. Man sollte Studien auch Lesen können und nicht frei Interpretieren.

  16. „Ehe man den Kopf schüttelt, vergewissere man sich, ob man einen hat.“
    – Truman Capote

    Michael, lies doch andere Blogs, wenn dir meiner nicht gefällt.

  17. Jooo, dachte diese Halsbänder sind verboten? Na ja, eben falsch gedacht. Obwohl jedem der so etwas einsetzt der Hund weg genommen werden soll.

    Leider erlebe ich es sehr oft, dass Hundebesitzer all zu gerne ihren Hund mit Leinenruckeln erziehen wollen. So nach dem Motto, er muss es ja lernen.

    So aller Homer Simson, wenn er Junior würgt.

    LG Lothar

  18. Ein wirklich toller Beitrag, der hoffentlich manchen da draußen mal die Augen öffnet.
    Ich glaube viele da draußen sind einfach schlichtweg uninformiert und sparen sich auch die Hundeschule einfach.
    Wir haben vor zwei Wochen neuen Zuwaschs bekommen (inzwischen unser dritter Hund) und auch wir verfolgen das Prinzip „lieber belohnen, als bestrafen“.

    VANITY ✿ LUXE

  19. Unglaublich dass es sowas wie Stachelhalsbänder noch gibt. Wer sowas benötigt, der sollte keinen Hund besitzen.
    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag. Hoffentlich nehmen sich das die Menschen zu Herzen :)

  20. Ein guter Post! Ich hoffe das lesen viele Menschen! So etwas geht gar nicht. Aber leider wird sowas produziert, weil es Leute gibt, die da Kaufen und das ist mindestens genauso schlimm. Wie kann man seinem Hund so etwas antun?

  21. Es leben noch soviele hinterm Mond, was Hundeerziehung angeht.
    Leiden schön verpackt?! Das einzige was toll ausieht ist das aussenrum. Deine Beitrag ist wirklich toll. es gab mal vor langen ein Trainer der hat Trainingsstd gegen ein Stachelhalsband angeboten, fand ich auch super.

  22. Hallo Inka,

    danke für diesen Artikel! Was ein „Schreck“ auslösen kann, durfte ich mit meinem Hund auch schon erleben. Während eines Seminars meinte eine Trainerin, die mitunter stürmischen Annäherungen meiner Hündin an fremde Hunde durch lautes Getöse „heilen“ zu können. Das Ergebnis war ein völlig verstörtes Häufchen, das sich in der Folge an keinen anderen Hund mehr heran traute und über drei Wochen lang nicht mal mit bekannten Hunden spielte…

    Zu diesem Halsband fällt einem wirklich nichts mehr ein, leider begegnen einem auf Messen dieser Art ziemlich viele Beispiele von pervertierter Tierliebe.

  23. Mir scheint, du hast den Beitrag im Gassireport auf den du dich beziehst entweder falsch verstanden oder nicht richtig gelesen :-)

    • Und mir scheint, manche verstehen nicht, warum Schreckreize im Training so schrecklich wie unnütz sind, oder sie wollen es nicht verstehen. Ich jedenfalls kann sinnerfassend lesen. :-)

  24. Aha, „sinnfassend“ meinst du? Na ich lass das mal als Meinungsäußerung stehen ;-) Aber dann verrat doch mal deinen Lesern, warum du nicht den richtigen Link gesetzt hast? Etwa aus Angst, dass jemand den Originaltext liest und zu anderen „sinnfassenden“ Ergebnissen kommt? Aber zum Glück gibt es ja Google ;-)

  25. Hundetrainerin Daniela

    Es ist ein wirklich schwieriges Thema und ich bin der Meinung es gibt keine Patentlösung. Es gibt sicherlich Hunde die man leicht erziehen kann und ihnen mit Geduld und viel Streicheleinheiten Eigenarten abgewöhnen kann. Es gibt aber auch Hunde bei denen Geduld und Streicheleinheiten einfach nicht ausreichen. Hunde sind genauso verschiedenen wie wir Menschen. Wenn das alles so einfach wäre, wäre unsere Welt sicher eine bessere.

    • Es IST so einfach! Umso erstaunlicher ist es, dass viele das dennoch nicht begreifen oder begreifen wollen, weil es geschäftsschädlich wäre! (Den mit dem Kommentar geposteten Link habe ich entfernt, weil ich in diesem Blog keine Werbung für sogenannte Erziehungshalsbänder dulde.)

      Herrje, natürlich sind Hunde verschieden. Aber das rechtfertigt doch nicht Ungeduld und Gewalt. Weder bei Tieren noch bei Menschen! Denn der Logik von „Hundetrainerin Daniela“ (Erlaubnis nach §11 Tierschutzgesetz?!) zufolge gibt es auch Kinder, bei denen man mit Liebe/Streicheleinheiten und Geduld nicht weiterkommt und die in der Folge geängstigt und/oder geschlagen werden dürfen…

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