Expertenbeitrag: Zahnstein beim Hund – ein häufiges Problem

Das Gebiss eines erwachsenen Hundes beherbergt 42 Zähne. Im Gegensatz zum Menschen spielen beim Hund Karieserkrankungen eine untergeordnete Rolle. Weitaus häufiger kommen andere Zahnerkrankungen vor. „So leiden Hunde mittleren Alters und Senioren oft an Zahnstein“, sagt Dr. Maria Hänse von futalis. Die Tierärztin erklärt in diesem Gastbeitrag, warum Zahnstein bei Hunden häufig zum Problem wird und natürlich auch was ihr dagegen tun könnt.

Hunde haben zehn Zähne mehr als Menschen, also – leider – auch mehr Platz für Zahnstein. Wer gute Kauartikel und Trockenfutter mit funktionellen Inhaltsstoffen füttert und seinem Hund täglich die Zähne putzt, beugt der Zahnsteinbildung vor. (Foto: futalis)

Hunde haben zehn Zähne mehr als Menschen, also – leider – auch mehr Platz für Zahnstein. Wer gute Kauartikel und Trockenfutter mit funktionellen Inhaltsstoffen füttert und seinem Hund täglich die Zähne putzt, beugt der Zahnsteinbildung vor. (Foto: futalis)

Als Zahnstein werden mineralisierte Beläge bezeichnet, die Kalksalze aus dem Speichel, Futterreste, Zellen der Maulschleimhaut sowie Bakterien und Pilze einschließen. Da Zahnstein eine raue Oberfläche sowie eine harte Beschaffenheit aufweist, haben Zahnbeläge ein leichtes Spiel und heften sich an. Zahnstein ist bei Hunden keine Seltenheit und kommt besonders an den Eck- und Backenzähnen des Oberkiefers vor.

Einige Hunde neigen mehr zu Zahnstein als andere. Vor allem bei Hunden kleiner Rassen mit einer kurzen Schnauze lagert sich schnell Zahnstein an. Der Grund dafür sind Kieferfehlstellungen, wie zum Beispiel schräge, zu dicht stehende oder überzählige Zähne. Die natürliche Selbstreinigung, die sonst durch den Abrieb beim Kauen erfolgen würde, wird dadurch verhindert. Zudem hecheln kleine Hunderassen mit kurzem Kopf vermehrt, was zu einer Austrocknung der Schleimhaut im Maul führen kann. Der Speichelfluss trägt jedoch in wesentlichem Maße dazu bei, dass die Zähne gereinigt werden.

Was sind die Ursachen von Zahnstein?

In der Regel sind Bakterien der Grund für Zahnstein. Zusammen mit Futterresten, Bestandteilen von Speichel und abgestorbenen Zellen der Maulschleimhaut bilden sie eine feste Schicht, die auf der Zahnoberfläche haftet: Plaque. Auf dieser Oberfläche lagern sich bereits nach einem Tag Mineralsalze des Speichels an, insbesondere Kalziumphosphat. Diese verhärten zu Zahnstein. Wer nicht regelmäßig das Gebiss seines Hundes reinigt, um den Zahnbelag zu entfernen, riskiert die Bildung von Zahnstein.

Eine weitere Ursache für Zahnstein sind, wie schon beschrieben, Fehlstellungen des Gebisses, die häufig bei kurzschnäuzigen Hunden vorkommen. In diesem Fall fehlt der Abrieb beim Kauen, um die Selbstreinigung der Zähne zu aktivieren. Eine mangelnde Selbstreinigung tritt ebenfalls auf, wenn der Hund sich überwiegend von Nassfutter ernährt. Auch zuckerhaltige Nahrung begünstigt die Vermehrung der Bakterien in der Maulhöhle.

Wie merke ich, dass mein Hund Zahnstein hat?

Zahnstein findet man beim Hund meist am oberen Rand der Eck- und Backenzähne. Dabei siedelt er sich sowohl auf dem Zahnschmelz als auch unter dem Zahnfleisch an. Erkennen lässt er sich an der grau-grünlichen bis bräunlichen Färbung und an seiner festen Beschaffenheit. Zudem dringt meist ein übler Geruch aus der Maulhöhle. Innerhalb kürzester Zeit sammelt sich neuer Zahnbelag auf der rauen Oberfläche an. Dieser enthält wiederum eine Vielzahl an Bakterien und Keimen, was zu einer Entzündung des Zahnfleisches führen kann.

Schreitet diese Entzündung weiter fort, bilden sich Zahnfleischtaschen, in denen sich Milliarden von Keimen ansiedeln. Die Folge: Der Knochen, der das Zahnfach bildet, weicht zurück. Durch weitere Reizung und Ablagerungen kommt es zu einer Zerstörung des Zahnhalteapparats (Parodontose). In schweren Fällen können sich Zähne lockern und sogar ausfallen. Eine Zerstörung des Zahnhalteapparats lässt sich zwar behandeln, aber nicht mehr heilen. Über die Blutbahn können die Bakterien auch in andere Körperregionen vordringen und dort ernsthafte Erkrankungen auslösen. Werden Ablagerungen von Zahnstein und Zahnbelag dauerhaft nicht entfernt, kann das Stoffwechselerkrankungen und Entzündungen im Körper des Hundes hervorrufen.

Prophylaxe

Wer Zahnbeläge rechtzeitig entfernt und das Gebiss regelmäßig pflegt, kann sich lange an einem gesunden Gebiss seines Tieres erfreuen. Das Zähneputzen ist die wirksamste Zahnpflege zur Bekämpfung von Zahnbelag. Dafür sollten die Zähne täglich mit einer Zahnbürste und einer für Hunde geeigneten Zahncreme gereinigt werden. Am besten gewöhnt man den Hund bereits im Welpenalter an die Zahnbürste. Zudem sollte das Gebiss des Hundes regelmäßig vom Tierarzt kontrolliert werden. Für empfindliche Hunde gibt es statt Zahnbürsten auch spezielle Fingerlinge mit Bürste.

Auch spezielle Kauartikel beziehungsweise Hundefutter mit einer speziell angepassten Textur können den Abrieb unterstützen. Denn: Je mehr gekaut wird, umso besser werden Zahnflächen gereinigt. Wichtig hierbei ist, auf den Zuckergehalt der Produkte zu achten. Durch einige Kauartikel werden große Mengen an zusätzlicher Energie aufgenommen, die wiederum zu Übergewicht führen können. Zudem wirkt der Abriebeffekt nur vorbeugend, bereits bestehender Zahnstein wird dadurch nicht entfernt.

Sogenannte funktionelle Inhaltsstoffe im Trockenfutter wie zum Beispiel Eukalyptusöl und Zinksulfate sind für ihre antibakterielle Wirkung in der Maulhöhle bekannt. Auch ein spezielles Futter mit einer Beschichtung aus Natriumpolyphosphat kann das Kalzium im Speichel binden, um so die Neubildung von Zahnstein zu verringern. Metallsalze wie Zinksulfat wirken nach einem ähnlichen Prinzip.

Dr. Maria Hänse
… ist Tierärztin und im Fachgebiet der Tierernährung tätig. Sie arbeitete mehrere Jahre als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Leipzig und widmet sich nun der Weiterentwicklung des futalis-Ernährungskonzeptes, das es ermöglicht, ein Futter mit individueller, auf den Bedarf jedes einzelnen Hundes angepasster Rezeptur herzustellen.

4 Kommentare

  1. Marius Burelbach

    Sehr guter und interessanter Beitrag. Würde mich sehr über solche Themen freuen, denn ich interessiere mih seit kurzem sehr für Hunde.

  2. Derartige Texte haben in einem seriösen Blog nichts verloren. Es handelt sich keinesfalls um einen „redaktionellen“ Artikel, sondern um Werbung. Die angebliche Journalistin tituliert sich im Artikel als Wissenschaftlerin vom Fach. Aber wo bleibt das Fach, wenn im Interesse des Arbeitgebers, eines exklusiven Trockenfutterherstellers, argumentiert wird. Ob die Bloginhaberin aus Naivität oder Korruptheit derartiges pseudowissenschaftliches Werbegeschreibsel als redaktionellen Beitrag veröffentlichte, ist unklar. Ich hoffe zumindest, daß es sich für sie lohnt und sie satte Zuwendungen erhält, wahrscheinlich als Lieferung von Hundefutter.

    • Na, immerhin wird diesem Blog grundsätzlich Seriösität unterstellt. Dass ich naiv und/oder korrupt sei, weise ich zurück, Katrin. Hätte sich die Veröffentlichung dieses Gastbeitrags für mich in irgendeiner Weise ausgezahlt, wäre dies kenntlich gemacht worden.

  3. Ich kann Katrin nicht nachvollziehen. Werbung muss sowieso gekennzeichnet werden und sogar wenn es Werbung sein sollte, was ist daran schlimm, wenn man trotzdem Leuten hilft?

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