Die Hund-und-Katze-Schnüffeldecke

Perfekte Drinnenbeschäftigung: Kira bei der Futtersuche. (Foto: Karin Götting)

Perfekte Drinnenbeschäftigung: Kira bei der Futtersuche. (Foto: Karin Götting)

Für den Fall, dass ich mal mit meinem Hund wenig draußen unternehmen kann und unsere gewöhnlichen Aktivitäten (Hundesport, Wanderungen) wegen des Wetters oder wegen Krankheit ausfallen müssen, habe ich für meine Tiere – neben Kira gibt es noch Kater Eric – eine Schnüffeldecke gemacht. Damit kann man den Hund eine Weile beschäftigen, vorausgesetzt, er sucht in der Decke und zerrt sie nicht nur rum – und man füttert Trockenfutter.

Schnüffelkater: Eric macht das Suchspiel genauso viel Spaß wie Kira. (Foto: Karin Götting)

Schnüffelkater: Eric macht das Suchspiel genauso viel Spaß wie Kira. (Foto: Karin Götting)

Eine Schnüffeldecke ist nur wenig aufwendiger herzustellen als eine Kiste mit Papprollen und Papierfetzen, in der der Hund nach Leckerli sucht. Sie ist jedoch haltbarer und nimmt weniger Platz weg. Allerdings ist sie vermutlich nicht für sehr ungeduldige Hunde geeignet, die sie einfach hochheben und die Futterstückchen rausschütteln würden. Jedenfalls war das die Vermutung einer Freundin, die meinte, dass ihre verstorbene Hündin die Leckerlisuche auf diese Art und Weise abgekürzt hätte.

Es gibt für die Decke mehrere Anleitungen im Internet, beispielsweise bei „Dog it yourself“.

Meine Ausgangsmaterialien waren:

  • ein Schaumgummi-Badvorleger (mit so einer vorgestanzten Perforation)
  • eine gewöhnliche Schneiderschere
  • eine sehr dünne Billig-Fleecedecke

Die Idee dazu stammt nicht von mir, ich habe sie neulich irgendwo auf Facebook gesehen, finde aber den Link nicht mehr. Bestimmt lässt sich auch anderes Material dazu verwenden, achtet bei den Streifen aber bitte darauf, dass sich von dem Stoff keine langen Fusseln lösen können, die euer Hund dann verschluckt.

So sieht die Rückseite der Schnüffeldecke aus. (Foto: Karin Götting)

So sieht die Rückseite der Schnüffeldecke aus. (Foto: Karin Götting)

Zuerst habe ich in den Badvorleger in regelmäßigen Abständen ein paar Schlitze in die Perforation geschnitten, immer parallel in zwei Reihen. In der nächsten Reihe habe ich die Schlitze dann ein wenig versetzt. Wichtig dabei ist, dass man zwischen den Schlitzen genug Material stehen lässt, damit die Teile nicht komplett auseinander reißen. Anschließend habe ich die Fleecedecke in einigermaßen (ich bin dafür zu ungeduldig) gleichmäßig breite Streifen geschnitten und diese dann auf eine Länge gebracht, ungefähr 5 x 20 Zentimeter. Sie hätten aber auch ruhig etwas schmaler sein können. Sind diese Vorarbeiten beendet, werden die Streifen nur noch durch die gegenüberliegenden Schlitze gezogen und mit einem einfachen Knoten fixiert – das ist er einfache Teil, der auch mir Spaß gemacht hat und zu einem schnell sichtbaren Erfolg führt.

Grundsätzlich müsste die Decke sogar waschbar sein, allerdings würde ich persönlich sie nur in einem Wäschebeutel waschen. Nicht, dass sich von den Streifen welche lösen und von der Waschmaschine „gefressen“ werden.

5 Kommentare

  1. einfach eine geniale idee! werde ich gleich mal ausprobieren. cooler blog, war bestimmt nicht zum letzten mal hier :).

  2. hey, habe mich von euch inspirieren lassen ;)

  3. Heike Pinkepank

    Ich hätte gerne so eine Schnüffeldecke für meine Malteserhündin Emma. Leider bin ich nicht so geschickt,um mir selber eine Decke herzustellen! Würden Sie eine Decke nach Absprache herstellen?

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