Der Futtertester

Wie die aufmerksamen Hundeblog-Leser wissen, gehöre ich nicht zu den Barfern. Ich habe jahrelang Platinum-Trockenfutter gefüttert. Meistens Lamm. Das schmeckte und bekam dem kompletten Plüschquartett – bis ich das halbe Rudel alters- beziehungsweise krankheitsbedingt auf Nierendiätkost setzen musste. Mit dem „One fits all“-Konzept, also meiner „Ein Futter für alle“-Taktik war es vorüber. Und da ich mich über das Marketing von Platinum ohnehin mehrfach richtig doll geärgert hatte, habe ich vor über einem Jahr angefangen, nach einem alternativem Hundefutter zu suchen. Leider nicht wirklich erfolgreich. So kam das Probierpaket von Markus-Mühle in diesem Herbst genau zum rechten Zeitpunkt: ein ganzer Beutel der neuen Sorte „Black Angus“.

Einige Brocken Markus-Mühle „Black Angus“ Senior: Etwas größer sind die Portionen dann aber doch, die Skipper in seinem Napf findet.

Einige Brocken Markus-Mühle „Black Angus“ Senior: Etwas größer sind die Portionen dann aber doch, die Skipper in seinem Napf findet.

Skipper, der inzwischen einzig verbliebene Futtertester, ist nicht anspruchsvoll. Wie fast alle kastrierten Hunde fristet mein Plüschbub sein Leben als eine immerwährende Diät. Die Portionen sind – aus seiner Sicht – immer zu klein. Ich dagegen bin anspruchsvoll: Das Futter soll – aus meiner Sicht – anständig riechen und auch als Leckerli nutzbar sein; die Futterbrocken sollen nicht zu groß sein; das, was wieder rauskommt aus dem Hund, soll von fester Konsistenz und möglichst geringem Volumen sein. Am wichtigsten aber ist das Gefühl, dass das Futter der Gesundheit meines Hundes eher zuträglich als abträglich ist. Dazu nehme ich als ersten Anhaltspunkt: glänzendes Fell und gesunde Haut.

Futtertester Skipper durfte die Senior-Rezeptur des Markus-Mühle „Black Angus“-Trockenfutters testen, der neuesten Kreation des Unternehmens aus dem Westerwald: Black-Angus-(Trocken-)Fleisch, Ente und Hering, der reich an Omega-3-Fettsäuren ist, Reis, Hirse und jede Menge mehr Bestandteile wie beispielsweise Ginseng (nur in der Senior-Rezeptur). So weit, so gut. Alles wird im sogenannten Kaltpressverfahren zu Pellets geformt. Dabei findet zwar kein Aufschluss der verschiedenen Futterkomponenten wie bei der Extrusion statt, was gerade bei den pflanzlichen Futterbestandteilen sinnvoll ist, weil es von empfindlichen Hundemägen besser vertragen wird. Aber Skippers Magen reagiert auf Getreide nicht empfindlich. Und mir gefallen die „Black Angus“-Pellets gut, denn sie sind sehr trocken und habe eine gute Größe, sodass ich die Futterstücke prima unterwegs als Leckerli dabei haben kann sowie im Training als Belohnung verwende.

Skipper bekommt morgens eine Portion Futter im Napf zusammen mit Zeel und Traumeel, einem Esslöffel Öl sowie den Propalin-Tropfen. Da gebe ich dann noch 100 bis 200 Milliliter warmes Wasser drüber. Die etwas kleinere Abendration gibt es aus der Hand. Wie lange das Napfleeren bei einer 150-Gramm-Portion dauert, habe ich für alle Futtersorten im Test gestoppt, jeweils einmal zu Beginn und nach einigen Wochen. Das „Black Angus“-Futter wurde in der ersten Woche fast inhaliert. Zum Glück hat sich der Fresstakt mit der Zeit etwas normalisiert. Daraus ziehe ich das Fazit: Das Futter schmeckt!

Ob das „Black Angus“-Futter von Markus-Mühle nun aber tatsächlich mein beziehungsweise Plüschbärs neues Futter ist, kann ich noch nicht abschließend sagen, denn Skipper hat zurzeit extrem leicht verfilzendes Fell. Und wirklich glänzen tut es auch nicht. Zudem kratzt er sich häufig. Dass das am Futter liegt, mag ich aber nicht behaupten. Deshalb habe ich einen weiteren Beutel bestellt.

Gesamtfazit nach der Markus-Mühle-Probieraktion: Gut!

Ein Kommentar

  1. Ich finde das Futter auch ganz interessant. Die Zusammensetzung klingt vielversprechend. Leider hat mein Rüde eine Allergie gegen Rindfleisch, daher kommt es für uns nicht in Frage. Trotzdem danke für den Test!

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