The Show Goes On

Erst Whisky, dann Pitú und schließlich die Grappamaus (v.r.n.l.) – alle drei musste ich binnen eines Jahres gehen lassen.

Erst Whisky, dann Pitú und schließlich die Grappamaus (v.r.n.l.) – alle drei musste ich binnen eines Jahres gehen lassen.

Es mag sein, dass aller guten Dinge drei sind, aber ich habe drei meiner Hunde binnen eines Jahres verloren. Daran ist überhaupt nichts gut! Grappas Tod vor zwei Monaten war zwar nur insofern überraschend, dass wenige darauf gewettet hätten, dass meine Maus überhaupt 15 Jahre alt wird, aber ihre Tierärztin hat sie eben doch zu Recht eine „Kampfsau” genannt.

Das mag jetzt vielleicht blöd klingen, aber mit Grappas Tod ist für mich persönlich eine Ära zu Ende gegangen. Sie war mein erster eigener Hund, eine Schnapsidee; es folgten zwei weitere: Pitú und Whisky. Und dann musste ich die drei in umgekehrter Reihenfolge wieder gehen lassen zwischen dem 13. August 2012 und dem 17. August 2013. So stand ich in dem Sommer meines 20-jährigen Mehr-Fussel-Jubiläums nach fast neun Jahren mit mindestens zwei Hunden dann mit Grappas Cousin Skipper allein da. Das ist wirklich hart.

Irgendwann werde ich für alle drei einen R.I.P.-Beitrag schreiben, aber erst einmal musste ich den Neuanfang orgsanisieren: The Show Must Go On. Diesen Queen-Song, die letzte Single-Veröffentlichung der Band vor Freddie Mercurys Tod, hat mir mein iPod bei einem Waldspaziergang vorgespielt. Grandios, was die Shuffle-Funktion sich so ausdenkt. Jedenfalls konnte ich am 1. September 2013 auf der Facebook-Seite zum Hundeblog vermelden:

„Falls euch im Wald eine Frau begegnet, aus deren Hosentasche Queen ‚The Show Must Go On’ jault und die statt nur geradeaus vor- und zurückgeht, dabei Drehungen macht, und ein plüschiger Hund tanzt nebenbei auch noch mit, wundert euch nicht. Das könnte ich sein!”

48 Stunden nach Grappas Tod hatte Skipper angefangen zu tröpfeln. Bachblüten und Homöopathie halfen ihm zwar aus der Lethargie, aber nicht gegen die Inkontinenz. Einige Wochen lang habe ich deshalb jeden Tag gewischt und wöchentlich alle Hundedecken und Teppiche gewaschen. Dann trug er drinnen eine Hundewindel. Seit vorigem Wochenende bekommt er Propalin. Nun tropft er nicht mehr.

Ich erkläre hiermit den Neuanfang für gemacht!
Hundeshop

5 Kommentare

  1. Liebe Inka,
    ich sende Euch beiden viel viel Kraft! Ein Hund ist nicht einfach nur ein Haustier. Er begleitet Dich wie ein Partner durchs Leben. Deshalb darf man auch traurig sein.
    Trotz allem hast Du recht: Life must go on!
    Und Euch beiden wünsche ich viel Glück und Gesundheit.

    Erst gestern war ich mit meiner Freundin und ihrer Labrador-Hündin Marley (ich gestehe: ich bin verliebt) spazieren. Ab sofort werde ich an Deine Worte denken und die Augen nach einer tanzenden Hundebesitzerin Ausschau halten und vielleicht tanz ich bis dahin selbst auch ein bisschen.

    Alles Gute. Viele Grüße aus München.

    • Ich danke dir für deine lieben Worte, Franziska! Tanzend durch Leben zu wandeln schadet nie, finde ich.

  2. Liebe Inka,

    ich habe sehr großen Respekt vor Dir und Deiner Kraft und Deinem Mut und Deinem Durchhaltevermögen. Ich denke oft an Scotts einzigen Freunde. Mein Bursche wird jetzt auch weniger. Nicht tatsächlich, aber er wirkt so. Na, wir sehen sie ja alle wieder.

    Liebe Grüße.

    • Ich danke dir, Bert. Kraft, Mut und Durchhaltevermögen kommen aber von ganz allein, wenn man liebt. So geht es mir jedenfalls.

      Alles Gute für Scott und dich!

  3. Ich wünsche dir viel Kraft damit du diese traurigen Ereignisse gut überwinden kannst. Du bist eine starke Frau, da du jetzt schon so offen darüber reden kannst und ich denke du bist auf einem guten Weg.

    Ich wünsche dir das Beste

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