Ich bin sprachlos!

Zwar wird mir nachgesagt, dass ich zu allem etwas zu sagen hätte, momentan bin ich jedoch im wahrsten Sinne des Wortes sprachlos, weil mir ein Virus auf die Stimmbänder geschlagen ist.

Praktisch, wenn man mal sprachlos ist: Der erhobene Zeigefinger ist Kiras visuelles Signal für „Sitz!”.

Praktisch, wenn man mal sprachlos ist: Der erhobene Zeigefinger ist Kiras visuelles Signal für „Sitz!”.

Eher zufällig ist mir dabei aufgefallen, dass ich noch mehr Signale für meinen Hund mit einem zweiten – nonverbalen – Signal als Alternative ergänzen muss. Sonst weiß Kira nicht, was ich von ihr möchte, wenn mir die Stimme fehlt.

Für „Sitz!”, „Platz!”, „Steh!” und „Hier!” habe ich einigermaßen gut trainierte Alternativen. Die ersten drei haben ein Handzeichen, und für das Ranrufen kann ich pfeifen; und bin sowieso dabei, Kira auf eine Hundepfeife zu konditionieren. Ebenso nutze ich ein Zungenschnalzen als Marker, sodass ich erwünschtes Verhalten wortlos bestärken kann, falls ich mal keinen Clicker zur Hand habe. Einige Tricks kann sie auch auf ein visuelles Signal hin ausführen, was mir jedoch im Alltag wenig hilft, weil die meisten Tricks keinen praktischen Nutzen haben.

Aber was ist mit anderen Signalen, die ich im Hundealltag verwende? Ich habe kein Handzeichen für das Ausspucken von Gegenständen, weil ich denke, dass es dafür ein akustisches Signal geben sollte, denn das muss auch ohne Blickkontakt funktionieren. Allerdings ist ein alternatives Handsignal für „Aus!” bereits in Arbeit. Das hat sich zufällig beim Spielen eingeschlichen, weil ich im Garten bei Wurfspielen und beim Zergeln nicht ständig rufen will, um die Nachbarn möglichst wenig zu stören.

Da Kira an der Leine noch manchmal Tendenzen zu Leinenaggression zeigt, benutze ich normalerweise Zeigen & Benennen; nur kann ich momentan das dafür vorgesehene Signal „Wo ist der Hund?” leider nicht geben. Natürlich gibt es Alternativen: Mein Handrücken ist als Look-Target aufgebaut. Um eine mögliche Leinenpöbelei derzeit zu verhindern, kann ich das Target nutzen – oder Kira einfach mit einem Leckerli ablenken. Da ich nicht damit rechne, dauerhaft verstummt zu bleiben, sollte das für ein paar Tage kein Problem sein.

Trotzdem werde ich jetzt mal eine Liste mit den Aufgaben anlegen, die mein Hund möglichst auch auf ein optisches Signal oder ein nonverbales Hörzeichen hin ausführen sollte. Die Trainingsinhalte für die kommenden Wochen sind damit gesichert.

Jetzt seid ihr dran: Welches Verhalten eures Hundes habt ihr unter nonverbaler Signalkontrolle? Und welche Signale verwendet ihr wofür?

 

2 Kommentare

  1. Lucky reagiert auch bei Sitz, Platz und Bleib auf Handzeichen, das haben wir schon frühzeitig geübt. Da er inzwischen aber schon ein bisschen in die Jahre gekommen ist, sind wir dabei das Repertoire auszuweiten. Vorallem deswegen weil seine Ohren nicht mehr ganz so wollen wie er.
    Auch der Rückruf klappt inzwischen recht zuverlässig bei ausgetrecktem Arm nach oben. Obwohl man dafür natürlich Blickkontakt braucht und im Besten Fall noch was Leckeres in der Hand haben sollte!;)
    Wir üben auch gerade an einem „aus“ Signal dabei mache ich mit meiner Hand eine „schnauze“ die ich öffne und schließe..
    Bin froh immer wieder neue Anregungen durch diesen tollen Blog zu bekommen! Danke dafür!:)
    Wir gehen jetzt erstmal in großer Runde auf den Kronsberg!:)

  2. Meine Bella hört bzw. ist auf Sitz, Platz und Bleib auf Handzeichen konditioniert. Wir hatten mit unserer ersten Hundeschule leider nicht so viel Glück… da hätte ich es schon gerne gelernt. Leider wurde uns damals davon abgeraten.

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