Impulskontrolle oder der Hund mit den Herzkekspocken

Impulskontrolle für Fortgeschrittene: Elfe mit Herzkekspocken (Foto: Britta Kalff)

Impulskontrolle für Fortgeschrittene: Elfe mit Herzkekspocken (Foto: Britta Kalff)

Das oben stehende Bild hat Britta Kalff bei Facebook gepostet in der Gruppe „Führend mit positiver Bestärkung“, einer Gruppe für Hundefreunde, die mit Hilfe positiver Verstärkung erziehen und ihre Trainingstechniken erweitern und optimieren wollen. Ich war so begeistert von der maximalen Impulskontrolle, die Brittas knuffige Elfe zeigt, dass ich nicht einfach nur den „Gefällt mir“-Button angeklickt habe, sondern Britta gleich auch noch um die Trainingsanleitung gebeten habe, damit ich sie hier mit euch teilen kann.

Ich persönliche finde, dass es keinem Hund schadet, wenn er sich beherrschen kann. Und die Idee, eine Bleibübung „auf Elfenart“ mit möglichst vielen Leckerli zu trainieren, gefällt mir sehr gut, denn sie lässt sich bei novembrigem Nieselregenwetter super im Wohnzimmer umsetzen. Britta hat mir zu meiner und, da bin ich sicher, auch eurer Begeisterung die Trainingsanleitung samt des Fotos von ihrer Elfe mit Herzkekspocken geschickt. Hier ist sie:

Trainingsaufbau der Bleibübung „Herzkekspocken“

Voraussetzung: Der Hund kann bereits in mindestens einer Position (Auf-der-Seite-liegen, Sitz, Platz, Steh) recht lang verharren.

  1. Der Hund liegt in Position, ein minderwertiges Futter wird in seiner Nähe abgelegt. Sofort markern und belohnen, wenn er die Position hält.
  2. Das Futter wird (schrittweise) näher an den Hund gelegt.
  3. Das Futter wird auf den Hund gelegt an einer unkritischen Stelle. (So war für Brittas Elfe zum Beispiel beim Liegen auf der Seite die Rippenregion sehr unproblematisch.)
  4. Mehr Futter wird auf den Hund gelegt.
  5. Die schwierigen Regionen wie Gesicht und Pfoten kommen zum Schluss hinzu.
  6. Nun die Schritte 1 bis 5 mit etwas besseren Leckerli wiederholen.
  7. Die Futterwertigkeit weiter erhöhen.

Bitte achtet unbedingt darauf, dass der Hund (möglichst) entspannt bleibt bei der Übung. Denn das ist schließlich das, worauf es ankommt! Die einzelnen Trainingsschritte können fast beliebig verkleinert werden. So kann bei einem sehr futterorientierten Hund Schritt 1 zum Beispiel damit beginnen, überhaupt ein Stück minderwertiges Futter in die Hand zu nehmen …

So, und nun viel Spaß beim Üben. Bitte schickt mir ein Foto eures Hundes, wenn es euch gelingt, ihn auch mit Herzkekspocken anzustecken.

Zum Schluss noch ein Buchtipp zum Thema: Das Arbeitsbuch „Impulskontrolle: Wie Hunde sich beherrschen lernen“ von Ariane Ullrich aus dem MenschHund! Verlag.sollte in keinem Hundebücherschrank fehlen.

6 Kommentare

  1. Hallo Inka,

    was für ein Bild… ich schmeiß mich weg. :-D

    Das würde ich mit meinem niemals hinkriegen. Respekt!

    Herzliche Grüße
    Manuela

    • Der Respekt gilt Britta. Die hat ihrer Elfe die vielen Kekse aufgelegt – und dann ein Foto gemacht.

  2. Schöne Übung :)

    Aber ich lache mich weg…was ist denn „minderwertiges Futter“?
    ……..bei einem Labrador!!!!!! :D :D :D

    • Josy, das ist für Besitzer von Labrador, Beagle und Co. in der Tat ein Problem. Getrocknete Möhrenschnitzel oder Gurkenstücke? Davon hätte ich dann gern ein Foto…:-)

  3. Haha, eine sehr coole Übung. Mal schauen ob mein kleiner Ivory das auch hinbekommt.

    Hat sich das Gestöber bei twitter doch gelohnt.

    Weiter so, ich werde wohl des Öfteren mal vorbeischauen. ;-)

    Gruß Sascha

  4. Das kann auch ein Labbi lernen!
    Sogar in „Dynamik“ (die Leckerchen fliegen durch die Gegend).
    Hier ist der Video-Beweis!
    http://youtu.be/DFSUGbvVeYA

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