Gastbeitrag: Designer Dogs

Ich bin total happy, dass ich euch heute den zweiten Gastbeitrag von Sybille Ehlers präsentieren kann. Sybille betreibt in Laatzen eine Tierärztliche Praxis für Verhaltenstherapie und die Hundeschule „An der Leine“, außerdem schreibt sie in ihrem eigenen Blog ihre Gedanken zum Tierverhalten auf. Im folgenden Gastbeitrag geht es um einen Trend in der Hundezucht: die sogenannten Designer Dogs, auch Hybridhunde genannt.

Vroni ist ein sogenannter Designer Dog, ein „Labrabearded“ und der lebende Beweis, dass ein Hybridhund ein Traumhund ist, aber doch ganz anders als erwartet. (Foto: Sybille Ehlers)

Vroni ist ein sogenannter Designer Dog, ein „Labrabearded“ und der lebende Beweis, dass ein Hybridhund ein Traumhund ist, aber doch ganz anders als erwartet. (Foto: Sybille Ehlers)

Durch die Mixe-Raten-Aktion von Inka auf der Facebook-Seite des NP-Hundeblogs und auch auf einen kleinen Stupser von Inka hin möchte ich einen Gastbeitrag zum Thema „Designer Dogs“ beisteuern.

Erst einmal vorweg: Ich persönlich bin Designer Dogs gegenüber neutral eingestellt, da meine Familie und ich selbst eine Mischung besitzen, auf welche die Definition eines Designerhundes passen könnte. Zudem ist für mich in meiner Arbeit immer der individuelle Hund mit all seinen Verhaltensweisen und seiner ganz persönlichen Entwicklung wichtig.

Die Kenntnis der Rasseeigenschaften kann hilfreich für Erklärungen und Verständnis des Verhaltens eines Hundes sein, im Training und der Therapie sind sie jedoch oft nur anteilig von Bedeutung. Ich bin also weder für noch gegen Rassen und Designerhunde: Ein Hund ist ja in erster Linie erst mal ein Hund, ein Individuum. Die Vor- und Nachteile einer gezielten Rassekombination will ich aber gern auflisten und über meine eigenen Erfahrungen mit einer „Designermischung“ berichten.

Was sind Designer Dogs?

Hierbei handelt es sich um Mischlingshunde aus zwei reinrassigen Elterntieren, die gezielt miteinander verpaart werden. Da gibt es:

  • Labradoodle (Mischung aus Labrador und Pudel)
  • Goldendoodle (Mischung aus Golden Retriever und Pudel)
  • Puggle (Mops und Beagle)
  • Retromops (Jack Russell und Mops – sinnvolle Einkreuzung für besseres Atmen)
  • Cockapoo (Mops und Cocker Spaniel)
  • Schnoodle (Schnauzer und Pudel)
  • Chiweenie (Chihuahua und Dackel)
  • Aussiedoodle (Australian Shepherd und Pudel)
  • Maltipoo (Malteser und Pudel)
  • JackChi (Jack Russell Terrier und Chihuahua)
  • Boxador (Boxer und Labrador)

Bilder zu den oben genannten Designer Dogs sind hier zu sehen. Die Liste ließe sich lange fortsetzen. Denn jede solche Kreuzung bekommt auch gleich einen besonderen Namen, meist aus den Rassebezeichungen der Elterntiere zusammengesetzt.

Designer Dogs sind „trendy“ und die neuen Modehunde, was auch von Celebrities in den USA vorgelebt wird. Sylvester Stallone und Uma Thurman besitzen Puggles, Miley Cyrus einen Maltipoo, Tiger Woods einen Labradoodle. Vor einigen Jahren waren solche Mischungen eher ungewollte Zufälle, heutzutage sind sie heiß begehrt und dementsprechend teuer.

Für einen Designerhund muss man laut Udo Kopernik vom VDH zwischen 1200 und 3000 Euro berappen, je nach Länge der Warteliste und der Exklusivität der Mischung. Hier zu Lande sind vor allem Puggles, Labradoodles und Goldendoodles schon etabliert.

Von einem Mischlingshund unterscheidet sich der Designer Dog oder Hybridhund durch die geplante Kreuzung zweier Rassen mit einem speziellen Zuchtziel, nämlich bestimmte Eigenschaften der Elternrassen zu verstärken oder zu betonen und besondere Varianten im Aussehen zu schaffen.

Mit den entstandenen Desingerhunden wird nicht weitergezüchtet, da sich dabei das Zuchtziel „Aussehen“ kaum mehr erreichen lässt: Die Hunde werden dann zu „gewöhnlichen“ Mischlingen oder es kommen wieder Äußerlichkeiten der ursprünglichen Elterntiere zum Vorschein. Designer Dogs sind aus diesem Grunde nicht durch die FCI (Fédération Cynologique Internationale) anerkannt, weil kein einheitliches Rassebild entsteht und somit auch keine Rassestandards festgelegt werden können. Das „Ergebnis“ einer solchen Kreuzung ist aufgrund der Genetik und Vererbungslehre sehr variabel und es dauert Jahrzehnte oder länger, bis sich ein einheitliches Bild etabliert.

Designer Dogs gibt es eigentlich schon seit längerer Zeit. Man denke an die Eurasier, entstanden aus Chow-Chows, Wolfsspitzen und Samojeden in den Sechzigerjahren (die Rasseanerkennung durch VDH und die FCI erfolgte 1973, also mehr als zehn Jahre später), und die Elos, eine Mischung aus Bobtail und Eurasier.

Der Elo entstand 1987. Bei den kleineren Elovarianten wurden große Elos mit einer Mischung aus Pekinese und Spitz gekreuzt. Die Rassebezeichnung „Elo“ ist markenrechtlich geschützt, jedoch nicht vom VDH oder der FCI anerkannt; sie wird von der Elo Zucht- und Forschungsgemeinschaft e.V. vertreten. Es gibt Groß-Elos in Glatt- und Rauhaar sowie Klein-Elos, ebenfalls als Glatt- und Rauhaarvariante. Zuchtziel war ein kindergeeigneter Familien- und Begleithund.

Dann gibt es da noch den Lurcher, vor allem in Großbritannien und Irland bekannt, eine Gebrauchshundemischung aus Windhunden mit Hütehunden, zum Beispiel Collies – das Kreuzungsziel war, eine geeignete Mischung für das Wildern zu erhalten. Heute werden Lurcher vornehmlich zur Hasenjagd eingesetzt.

Die Leonberger sind ebenfalls eine anerkannte Rasse aus ursprünglich Bernhardiner, Pyrenäenberghund und Neufundländer. Eine weitere gezielte Kreuzung entstand in den Sechzigern aus Neufundländer und Bernhardiner: der Landseer.

Ein kritisch zu bewertender Trend ergab sich in den vergangenen Jahren durch das starke Interesse an Mischlingen mit hohem Wolfanteil in den USA. Wolfsmischungen sind anscheinend heiß begehrt, je höher der Anteil an „Wolf“, desto teurer kann man eine solche Mischung verkaufen – deshalb wird auch viel getrickst.

Wahre Liebhaber lassen sich in Deutschland auch nicht von den erhöhten Auflagen (Genehmigung, Begründung des Interesses an der Haltung – Washingtoner Artenschutzabkommen, eine Wolfsmischung gilt erst ab der 5. Generation als Hund) abschrecken oder besorgen sich eine solche Mischung aus dem Ausland. Problematisch, so Matthias Vogelsang, Wolfsforscher aus Einbeck, ist in den ersten paar Generationen das relativ unberechenbare Verhalten und die sehr tief verwurzelte und nicht „verwässerte“ Jagdleidenschaft, auch bei Kindern und Kindeskindern der Wolfsmischungen. Selbst in späteren Generationen bleibt Scheue und Schreckhaftigkeit erhalten – die Offenheit gegenüber Menschen ist eine spezielle Eigenschaft von Hunden, natürlich mit individuellen Unterschieden, aber deutlich stärker als beim Wolf vorhanden.

Matthias Vogelsang meint, dass Hundehalter mit Wolfshybriden oft überfordert seien. Und Dorit Feddersen-Petersen erklärt in einem Spiegel-Interview (25.05.2010), dass eine Einkreuzung von Wölfen immer ein Rückschritt ist, da Hunde sich seit über 15.000 Jahren besonders gut an das Zusammenleben mit den Menschen angepasst haben.

Ganz unter uns, allein die Themen „Vergleich Hund – Wolf“ und „Kann man von Wolfsverhalten auf Hundeverhalten schließen?“ füllen Bücher und könnten noch viele weitere füllen, es gibt so viele neuere Forschungsergebnisse, die so einigen Verfechtern der „alten Schule“ mit einem Wissenstand aus den Sechzigerjahren einmal vorgelegt werden sollten. Aber das soll hier nicht Thema sein.

[Einschub: Danke, Sybille, dass du schon über ein Thema für deinen nächsten Gastbeitrag nachdenkst. Darüber möchte ich wirklich sehr gern etwas von dir lesen.]

Für die Freunde von Wolfsblutanteilen gibt es seit Längerem den Tschechischen Wolfshund und den Saarloos Wolfshund als anerkannte Rassen mit Wolf und Schäferhund in der Ahnenreihe – wunderschöne und beeindruckende Hunde. Sie sind nicht mehr ganz so nah am Wolf wie F1-Hybriden und somit mehr Hund als Wolf. Aber wir alle können getröstet sein, denn im Grunde haben „normale“ Hunde diesen Anteil ja auch, nur eben in einer sehr starken Verdünnung (500. Generation oder so).

Fast jeder Hundefreund hat eine Meinung zu den Designerdogs, häufig ist diese sehr kritisch. Was können sich also für Nachteile bei der Wahl eines Hybridhundes ergeben? In erster Linie muss ich mich als Tierärztin den Aussagen der Kollegenschaft anschließen: Unter Umständen entstehen Probleme, wenn zwei „erblich belastete“ Rassen zusammenkommen. Und das kann bei reinrassigen Elterntieren durchaus der Fall sein.

Bei starken Unterschieden in der Größe der beteiligten Rassen kann es zu Erkrankungen im Bewegungsapparat kommen. Die Kaiserschnittrate könnte sich erhöhen, jedoch ist dies bei bestimmten kleineren, reinrassigen Hunden mit sehr großem, rundem Kopf und der Tendenz zu „Einlingsgeburten“ sowieso schon der Fall.

Die den Mischlingen nachgesagte „Robustheit“ (Diese Aussage trifft nicht zu und ist mittlerweile widerlegt: E. Switzer, I. Nolte, Praktischer Tierarzt 88: Ausgabe 1, S. 14-19, 2007) kann bei einem Hybridhund ebenfalls nicht garantiert werden, da sich die erbliche Vorbelastung der Elterntiere oft verstärkt, statt ausgleicht oder abschwächt. Es ist schon schlimm genug, dass es rassespezifische Erbkrankheiten gibt (über Zucht und gewissenlose Verpaarungen und Geldmacherei wollen wir hier gar nicht sprechen), aber wenn sich das Risiko unter Umständen potenziert, könnte es sein, dass man sehr viel Geld für eine entsprechende Behandlung lassen muss oder vielleicht gar keine Behandlung möglich ist.

Am Beispiel des Puggle möchte ich Frau Astrid Behr vom BPT (Bundesverband Praktizierender Tierärzte) zitieren und weitere eigene Gedanken zusammenfassen: Wenn verantwortungslos vermehrt wird, besteht das Risiko, eine Mischung zu erhalten, bei welcher die hohe Aktivität und Quirligkeit des Beagles durch die teilweise sehr beeinträchtigte Atemfähigkeit des Mopses die Lebensqualität des Hundes verringert könnte.

Was passiert, wenn die starke Jagdleidenschaft des Meutehundes auf die, mit Verlaub, nicht ganz so gut ausgeprägte Orientierungsfähigkeit des Mopses trifft? Was, wenn eine eher kurze Nase mit leichten Atemproblemen ständig schnüffelnd über den Boden streift, wie es dem Beagle so viel Spaß bereitet? Die Mischung ist unvorhersehbar. Ich persönlich finde Beagles klasse, Mopshunde ebenfalls, und ich kenne sehr nette Puggles ohne jegliche Gesundheitsprobleme – ebenfalls tolle Hunde. Bei den Erbkrankheiten besteht immer nur ein „Kann“ und kein „Muss“, aber es ist und bleibt eben ein Glücksspiel.

Aus verhaltensmedizinischer Sicht ist es ebenfalls so, dass sich rassetypische Verhaltensmerkmale eher verstärken, so sie denn bei beiden Elternteilen vorhanden sind, beziehungsweise kombinieren, als dass sie sich abschwächen. Oft wird mit einer „Kombination bester Eigenschaften“ der Eltern geworben; wie bereits erwähnt, kann dies durchaus passieren (ein Traumhund für jeden!), aber eben nicht garantiert werden. Unter Umständen verstärken sich gerade die negativen und unerwünschten Eigenschaften, genau diejenigen, die man auf keinen Fall beim eigenen Hund sehen möchte.

Es ist also sinnvoll, sich vor der Anschaffung (egal, welcher Rasse oder welcher Mischung) erst einmal über rassetypische Eigenschaften der Elternrassen zu informieren, damit man nicht plötzlich von Verhaltensweisen überrumpelt wird, mit welchen man eigentlich hätte rechnen müssen.

Auch die Labradoodles und Goldendoodles, als angebliche Allergikerhunde, sind derzeit heiß begehrt, da sie wenig haaren und so angeblich auch weniger Allergien auslösen. Diese Wirkung ist allerdings wissenschaftlich bis heute noch nicht bewiesen. Das Etikett „allergikergeeignet“ kann also nicht wirklich benutzt werden, da diese Eigenschaft wohl nicht auf jeden Doodle zutrifft.

Wenn man weiß, dass die allergene Wirkung von Hunden und Katzen nicht auf den Haaren selbst, sondern vielmehr auf Schuppen, Speichel und anderen Körpersekreten beruht, so könnte natürlich auch ein nicht haarender Hund, der sich putzt oder beleckt, allergen wirken. Ich selbst kenne wiederum allergische Menschen, die auf alle anderen Hunde, aber nicht auf den eigenen Labradoodle reagieren. Vielleicht ein Placebo-Effekt? Oder ist doch etwas dran? Man weiß es nicht, und auf den Nachweis müssen wir wohl noch ein wenig warten.

Riskant bei Modehunderassen ist immer eine gesteigerte Nachfrage, welche verantwortungslose Züchter anregt, gedankenlos und aus Profitgründen für Nachschub zu sorgen. Hier geraten Welpeninteressenten, wie auch bei herkömmlichen Hunderassen, die in Mode kommen, immer wieder an unseriöse und gewinnorientierte Vermehrer. Oft wird nur auf Äußerlichkeiten hin gezüchtet oder schlicht auf den Aspekt der Quantität hin „produziert“, meist mit fatalen Folgen.

Züchter von Hybridhunden haben sich teilweise bereits in Designerhund-Züchterverbänden organisiert. Hier werden sogar Abstammungsnachweise und Ahnentafeln der Elterntiere für die Welpen angefertigt – im Hinblick auf mögliche erbliche Gesundheitsrisiken. Je weiter die Liste zurückreicht, desto besser. Letzten Endes wird hier so verfahren, wie es verantwortungsvolle Züchter handhaben sollten, damit der Welpenkäufer weiß, welche Gesundheitsrisiken bestehen könnten. So kauft man keine Katze im Sack.

Bei einigen Züchtern von Hybridhunden oder Designerrassen muss der Käufer einen Vertrag unterzeichnen, in dem eine Klausel die Weiterzucht verbietet. Allerdings wird ein solches Verfahren manchmal auch beim Kauf von Rassehunden oder bei der Übernahme eines Hundes aus einer Tierschutzorganisation durchgeführt. Der Käufer muss vertraglich zusichern, den Hund nach dem Erreichen der Geschlechtsreife kastrieren zu lassen. Bei Designerhunden werden die neuen Besitzer manchmal sogar zu einer Frühkastration verpflichtet oder können nur einen Welpen erwerben, welcher bereits kastriert ist. Übrigens sind Frühkastrationen in den USA Gang und Gäbe, in Deutschland werden sie kaum durchgeführt.

Sybille mit ihrem Designerhund. (Foto: Sybille Ehlers)

Sybille mit ihrem Designerhund. (Foto: Sybille Ehlers)

Und meine eigenen Erfahrungen mit unserem ganz persönlichen Designer Dog?

Nun, unsere Hündin ist eine Zufallsmischung aus zwei reinrassigen Elterntieren und wurde nicht geplant oder gezielt gezüchtet. Ich habe mir diesen Mix sehr ansprechend vorgestellt, sowohl vom Aussehen als auch von den Eigenschaften. Nur kam eben alles ganz anders.

Wir besitzen nun einen „Labrabearded“, der weder gern baden geht, noch so leichtführig wie ein Labrador ist. Vroni ist auch nicht schussfest (sondern eher geräuschempfindlich, wie viele Bearded Collies) und verfügt nicht über das heiß ersehnte  mittellange Fell.

Andererseits kann unser Hund großartig Spuren verfolgen, verfügt über eine tolle „Steadiness“, ist retrievermäßig verfressen, hat kaum Individualdistanz, neigte in den ersten Monaten hütehundtypisch zum „In-die-Hacken-zwicken“ und hütet gern unsere Katzen und auch unsere Kinder … zeigt eben von Mutter (Bearded Collie) und Vater (Labrador Retriever) kommende rassetypische Verhaltensweisen. Nur eben in einer Kombination, mit der niemand rechnen konnte.Viele Eigenschaften von beiden Elterntieren traten nach und nach zu Tage, gedämpft oder verringert wurde kaum etwas, eher vermehrt.

Und die Äußerlichkeiten? Nun, unser Labrabearded sieht im Grunde aus wie ein Mix aus Dackel und Riesenschnauzer, also auch wieder völlig anders als in meiner Vorstellung. Aber er wird trotzdem oder gerade deshalb heiß geliebt. Tja, ein Hund bleibt eben immer ein Hund und immer auch ein Individuum. Das Baukastenprinzip funktioniert wohl nicht – aber das ist doch auch gut so, oder?

Vielleicht sollte man auch in Richtung „aussterbende Hunderassen“ überlegen, wenn man sich einen Welpen anschaffen möchte. Durch die Modeerscheinungen und auch durch fehlende „Arbeit“ für die Hunde sind doch tatsächlich einige Hunderassen in Deutschland, aber auch in Europa vom Aussterben bedroht. Und warum nicht für den Fortbestand sorgen, indem man auch gefährdete Hunderassen in die Auswahl mit einbezieht? Allerdings braucht man hier ein wenig Geduld, es gibt nur noch wenige Tiere und die Zahl der Würfe ist rückläufig.

Der Labrabearded hätte eigentlich ein Schafspudel werden sollen, aber nun ist Vroni da, und der Schafspudel oder Großspitz kann ja immer noch kommen.

In diesem Sinne: Freut euch an Euren Fellnasen und/oder schaut genau, wo ihr eure Welpen erwerbt, egal, für welche Rasse oder Mischung ihr euch entscheidet!

Sybille Ehlers

Nun seid ihr dran: Brauchen wir neue Hunderassen? Habt ihr einen Designer Dog? Bitte teilt eure Erfahrungen und diskutiert mit uns.

20 Kommentare

  1. Christine + Rudel

    Danke für diesen sachlichen und vorurteilsfreien Beitrag zu einem oft völlig überzogen dargestellten Thema!

    C+R

  2. Andrea Pfeilsticker

    Toller Beitrag, danke Sybille !

    Nun, und wie stehe ich zum Thema ? Immer, wenn ich den Satz lese „Braucht es wirklich schon wieder eine neue Rasse !“ antworte ich mit einem beherzten: „Jein !!!“

    Zunächst einmal: Wo wären unsere Rassen heute, wenn nicht vor vielen, vielen, vielen Jahren gemixt und getestet wurde. Natürlich hatte das „damals“ einen Gebrauchshintergrund, aber trotzdem, so haben sich die jetzigen Rassen entwickelt.

    Wenn es also dem Wohle einer Art dient (z.B. Retromops, ein hervorragendes Beispiel !) oder der Verfolgung eines bestimmten Zuchtzieles dient, was z. B. Wesensfestigkeit etc. dient, bin ich absolut dafür, wenn sich engagierte Züchter einem solchen Ziel verschreiben.

    Der Nachteil ist natürlich die zu schnell wachsende Popularität, die schwarze Wald-und Wiesen „Züchter“ auf den Plan ruft und dort anscheinend der schnelle Euro ruft.

    Hier liegt es am geneigten Interessenten, genau abzuwägen, WEM er da sein Geld in den Rachen wirft.

    Ich selbst habe übrigens einen Elo, der sich ja auch langsam aus dem Randgebiet eines „Designer-Dogs“ herausbewegt und etabliert und habe auch schon oft in Foren erlebt, wie schnell man vorurteilsbeladen angegangen wird. Schlimmes müssen derzeit die Doodle-Besitzer in einem der von mir besuchten Foren erleben: Kaum fällt das Wort „Doodle“, da ist auch schon der Scheiterhaufen errichtet und über den User wird gnadenlos hergefallen.

    Mein Fazit: Es ist immer strittig, ob eine neue Rasse wirklich sein muss, oder ob – da es doch eigentlich „nur“ Mischlinge sind, ein Heidengeld dafür bezahlen muss. Wird jedoch mit seriösem Hintergrund gezüchtet, spricht meines Erachtens nichts dagegen.

    Wie bei allen anderen, heißt es auch hier „Augen auf beim Welpenkauf“, damit sich nicht die falschen Kanäle bereichern.

  3. Hier muss ich leider einhaken. Bei der Retromopszucht handelt es sich um eine komplexe Ein- und Auszuchtmaßnahme zur Verbesserung der gesundheitlichen Situation des Standardmopses. Das hat absolut nichts mit sog. Designerdogs zu tun!

    In 2006 entwickelte sich aus dem „Projekt Retromops“ der ZKR. Der Züchterkreis arbeitet seitdem in Gemeinschaft daran, den ursprünglichen Mopstyp wieder auferstehen zu lassen. Die Züchter und Deckrüdenbesitzer des ZKR erkennen gemeinschaftliche Zuchtbedingungen an und dokumentieren und archivieren das Zuchtgeschehen. Erstrebt ist eine weniger extreme und wieder gesundete Zuchtform des Mopses – der Retromops ist keine neue Rasse. Er ist und bleibt Mops.

    So entstanden die ersten Vertreter der Retro-Bewegung zunächst unter Einfluss des PJR. Der Parson Jack Russell wird dann im nächsten Schritt züchterisch anteilig wieder zugunsten des Mopses zurückgedrängt. Dies geschieht u.a. durch sorgsame Selektion der zur Zucht geeigneten Tiere, die über die gewünschten Eigenschaften verfügen. Tiere mit unerwünschten Eigenschaften, z.B. mit deutlich ausgeprägtem Jagdtrieb, finden dagegen keine Verwendung in der Zucht. Eine solche selektive Zuchtarbeit ist allerdings nur in einer Gemeinschaft mit einer möglichst breiten Basis machbar und kann von einem Einzelzüchter mit nur zwei oder drei Zuchttieren nicht geleistet werden. Gleiches gilt für passende und gut durchdachte Paarungskombinationen. Mittlerweile wurden diese Mopshunde auch schon untereinander verpaart und erbrachten ein insgesamt homogenes Bild.
    Niemals ist der Retromops jedoch eine F1 Generation, sprich ein Hybrid!
    Birgit Schröder,
    Zuchtwart im ZKR

  4. Liebe Birgit Schröder,
    vielen Dank fürs „Einhaken“ und die Infos über das Retromops-Projekt! Das habe ich nicht gewusst.
    Herzliche Grüße und viel Erfolg beim „Gesündermachen“ der Mopshunde, Inka Burow

  5. Sehr guter Beitrag , hast du gut gemacht Bille ;-) da ich ja auch einen sogenannten Retro Mops habe , fand ich den Beitrag echt interessant . Ich hab mich vorher nie so wirklich mit auseinander gesetzt . An Lotta sieht man ja das eine tolle Mischung aus Mops und jackrussel raus gekommen ist . Erstmal die tolle Nase , der absolute korrekte Charakter , sportliche einsetzbarkeit , super treu absolut Lehrfreudig, lustig , clownhaft , aber auch sehr korrekt mit dem Umgang von Tier u Mensch . Ich kann nur sagen hier war die Kreuzung absolut toll und sinnvoll ;-)

    Lg
    Anja

  6. Hallo Sybille und Inka,

    interessantes Thema, wobei ich mich frage, was die Wolfshunde darunter zu suchen haben?

    Der Kerngrund, warum es überhaupt Desigern Dogs gibt, wurde nicht erläutert. Der Erste der Designer Dogs war der Labradoodle. Der hatte einen wichtigen wie praktischen Hintergrund, dass er gezüchtet wurde. Es gibt viele Menschen, die gerne einen Hund hätten, aber allergisch gegen ihn sind. Deshalb kam man drauf, dass Pudel da hilfreich sein könnten. Es gibt nun einige Designer Dogs, wo Pudel drin ist – also nicht von ungefähr.

    Soweit es um Wolfshunde geht, ist es unglücklich Herrn Vogelsang zu zitieren. Denn er versteht von Wolfshunden nichts und auch im Gebiet der Wölfe ist er nur bedingt nachzuvollziehen. Wolfssprache bzw. Biologensprache ist englisch und da hapert es bei ihm, weshalb er bis heute nicht weiß, dass ein Wolfsrudel nur eine Familie ist bestehend aus Vater und Mutter, 1-2 sog. Jährlingen und den aktuellen Welpen. Sobald ein Wolf geschlechtsreif ist, wandert er ab.

    Hybriden unter Wolf und Hund gibt es nicht. Beide gehören einer Art an. Ich erlaube mir den Verweis auf meine Ausführungen auch zum rechtlichen Status von F 1 Wolfshunden auf meine website http://www.wolfdogs-siouxtala.de/6.html :

    „Wolfshunde und Wolfsmischlinge sind keine Hybriden! Der Begriff Hybride ist historisch gewachsen. Er wird fälscherlicher Weise immer noch benutzt, obwohl der weltweit führende Caniden Genetiker Robert – Bob – Wayne von der University of California schon 1993 festgestellt hat, dass die DNS von Wolf und Hund zu 99,8 % gleich sind – http://www2.fiu.edu/~milesk/Genetics.htm , Molecular evolution of the dog family, Institute of Zoology, Zoological Society of London, 1993 june, 9 (6): 218 – 24. Seit dem heißt der Hund nicht mehr canis familiaris sondern canis lupus familiaris und ist damit eine Unterart des Grau Wolfs, canis lupus. Das Compact Oxford English Dictionary definiert einen „Hybriden“ als den Nachwuchs von zwei Pflanzen oder Tieren von unterschiedlicher Art oder Sorte“. Darum ist technisch gesehen ein Tier, das sowohl Wolf als auch Hund in seinen Ahnen hat kein Hybride oder Cross von zwei unterschiedlichen Arten, sondern einfach nur eine Mischung aus Individuen, die das Extreme in einer Art darstellen. Darum ist die korrekte Bezeichnung „Wolfshund“. So auch J. Addams und A. Miller (Biologin und Wildtierwissenschaftler) in Between Dog and Wolf aus 2012. Die genetische Wissenschaft klärt auf und verändert die bisherige Biologie in rasanten Schritten.“
    Es stimmt auch nicht, dass F 1 – F 4 Tiere per se scheu sind. Die Einteilung, dass ein Hund erst ab F 5 ein Hund sei, ist eine rechtliche, die biologisch längst widerlegt ist. Aus wissenschaftlicher Sicht ist bei selektiver Zucht bereits ab F 3 ein Wolfshund ein Hund! Ein unendliches Thema.

  7. Zum Thema Wolfshunde lest bitte hier http://www.wolfdogs-siouxtala.de/6.html .
    Es stimmt auch nicht, dass Wolfshunde scheu sind. Ab der 3. Generation nach dem Wolf gelten Wolfshunde aus wissenschaftlicher Sicht als Hunde. Es hat auch nicht 15.000 Jahre gedauert, bis aus dem Wolf ein Hund wurde, dass dauert höchstens 4-5 Jahre.
    Der Labradoodle wurde als erster sog. Designer Dog deshalb gezüchtet, weil er für Allergie empfindliche Menschen gedacht war. Aus diesem Grunde wurde auch in andere Rassen der Pudel gekreutzt.
    Wir haben 400 vom FCI anerkannte Hunderassen und 400 nicht anerkannte Rassen. Die klassische Hundezucht begann vor gut 180 Jahren in der Viktorianischen Zeit. Bis dahin gab es gerade mal 25 – 40 Rassen. Es ist ein Zeichen der Überflussgesellschaft und der Möchtegern Individualität, dass es gerade in den letzten Jahren immer mehr verschiedene Rassen gibt. Vor nocht gut 25 Jahren gab es gerade mal 250 anerkannte Hunderassen. Es ist auch nicht absehbar, dass dieser Trend so schnell aufhört.
    Sybille, ich lade dich – und Inka gerne auch – mich zu besuchen, dann könnt ihr euch selbst über Wolfshunde aus erster Hand überzeugen.
    PS: Inka, du möchtest mir doch nicht das Thema Wolfshunde – Vom Wolf zum Hund „wegnehmen“, indem jemand anders darüber schreibt… lol.
    Christian, Buchholz(Aller)

  8. Oh, nun ist es auch noch doppelt gemoppelt, lol.

  9. Sybille Ehlers

    Hallo, Herr Berge,

    beim Verfassen des Blogbeitrags habe ich den Spiegel-Artikel vom 22.05.2010 (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-70569518.html) zitiert. Dort haben Sie sich ebenfalls geäußert : „Doch der Wildnis-Faktor, der für Halter wie Berge den Reiz der Mischlinge ausmacht, birgt auch Risiken. Denn je hochprozentiger der Wolfsmix, desto unberechenbarer das Verhalten der Tiere, etwa der schwer kontrollierbare Beutetrieb.“
    Wobei ich persönlich finde, dass Sie die Arbeit von Herrn Vogelsang vielleicht doch besser in einem persönlichen Disput mit ihm kritisieren sollten, statt in dieser Form in einem Kommentar…

    Zum Begriff des Hybrids habe ich mich an die Definition aus der Tierzucht gehalten, in welcher ein Hybrid Nachkommen von Kreuzungen verschiedener Zuchtlinien oder Rassen bezeichnet und im Gastbeitrag die Bezeichnung „Hybridhund“ weitestgehend vermieden. Aber ich verstehe natürlich, dass gerade Ihnen diese Begrifflichkeiten sehr wichtig sind.

    Meine Quelle für die Wolfshybriden lag unter anderem auch hier: http://en.wikipedia.org/wiki/Wolfdog und dann passen meine Definitionen durchaus.

    Das Thema Wolf – Hund ist natürlich auf ganzer Linie Ihres – mein Gastbeitrag bezieht sich vornehmlich auf den Trend zum Designer-Dog.

    Ihre Arbeit wollte ich auf keinen Fall kritisieren, wie ich sehe, verfolgen Sie keine primär finanziellen Interessen.

    Insgesamt sollten wir versuchen, dass die Kommentare nicht in bereits an anderer Stelle geführte und festgefahrene Diskussionen abgleiten wie zum Thema „Kein Patent auf Leben“.

  10. Wikipedias Veröffentlichungen basieren auf dem, was Privatleute dort einstellen und haben überhaupt keinen wissenschaftlichen Hintergrund…

    Da Sie sich auf Herrn V. so deutlich als Quelle beziehen, musste ich begründen, warum das, was er Kund tut, nicht den Tatsachen sondern seinem begrenztem Wissen entspricht.

    Das, was Julia Koch, im Spiegel geschrieben hat, habe ich nicht gesagt! Das ist kein Zitat von mir. Der SPIEGEL-Artikel ist trotz, dass ich mit Julia bis zu 50 Mails am Tag über 2 Monate konferiert habe, in HH in der Redaktion war mit einem meiner Tiere, ihr die amerikanischen Prof. benannt habe, die sie kontaktiert hat, leider dann in aller Eile „zusammengehauen“ worden… und entspricht leider nicht den Fakten. Denn auch Günther Bloch hat noch nicht mal mit einem Tschechoslowakischen Wolfshund zusammen gelebt. Leider neigen viele Menschen immer dazu, das, was sie gehört oder im Internet gelesen haben, weiter zu verbreiten. Bis vor 5 Jahren, bevor ich selbst mich intensiv in diese Materie eingearbeitet habe inkl. aller wissenschaftlicher Quellen – ich habe sogar 8 russische Artikel über Wolfshunde -, mag das ja seine Berechtigung haben. Aber mittlerweile gibt es wenigstens durch mich veröffentlicht sowohl massive theoretische Erfahrung (wissenschaftliche Veröffentlichungen) als auch praktische Erfahrungen, wei ich mit 6 Wolfshunden zusammen lebe, wovon nur 2 einer anerkannten Wolfshunderasse entstammen, ich darüber hinaus in ganz Europa, die wichtigsten anderen „echten“ Wolfshunde persönlich kenne, also gut über 50 solcher Tiere kenne. Und deshalb ärgere ich mich immer, wenn immer wieder die alte Leier vorgetragen wird. Das ist aber nicht persönlich gegen Sie gerichtet. Ich fühle mich jedoch persönlich angegriffen von dem Inhalt, nicht von Ihnen. Ich habe im Jahr über 500 fremde Menschen hier, die Rassewolfshunde – meist – gut kennen, und sie sind immer wieder begeistert von den richtigen Wolfshunden. Nur die Schäferhunde/MöchtegernHundetrainer-Fraktion versteht diese Tiere meist nicht… Ist nicht gegen Sie gemünzt. Die Biologiebücher in der Ausbildung zum Veterinär oder Biologen bedürfen einer dringenden Überarbeitung.

  11. Sybille Ehlers

    Aber Herr Berge, auf Ihrer Homepage verlinken Sie doch auf ebendiesen Artikel…http://www.wolfdogs-siouxtala.de/index.html?
    Manchmal ist es wohl schlimm mit den Medien – vielleicht hätten Sie juristisch gegen eine solche „Verleumdung“ vorgehen sollen?
    In der Literaturliste auf Ihrer Homepage habe ich drei Literaturempfehlungen zu Herrn Bloch gefunden…

    Aber wollen wir doch beim Thema des Gastbeitrages zu den Designerdogs bleiben, ich habe einen Nachtrag zu den hypoallergenen Hunden:

    http://www.sciencedaily.com/releases/2011/07/110707161738.htm

    Und für Interessierte die originale wissenschaftliche Studie aus dem American Journal of Rhinology & Allergy aus 2011:

    http://www.ingentaconnect.com/search/download?pub=infobike%3a%2f%2focean%2fajra%2f2011%2f00000025%2f00000004%2fart00021&mimetype=text%2fhtml

    Es gibt laut dieser Untersuchung keine Unterschiede der allergenen Wirkung zwischen angeblich hypoallergenen und „normalen“ Hunden.

  12. Sorry, Frau Ehlers, ich bin so nicht zitiert worden, wie sie es hier offensichtlich verstanden haben. Ich bin davor zitiert worden mit den Worten:
    „Sie ist in ihrem Verhalten viel intensiver und ursprünglicher als ein Rassehund“. und weiter
    „sie hängt an mir, ohne dass ich ihr Lekkerli geben muss“.

    Und dann führt Julia ihre eigenen Gedanken weiter – ohne mich zu zitieren.

    Es sind in der Wolfs- und Wolfshundewelt nicht einzelne Personen wichtig, sondern das große Ganze! Und auch ich empfehle, wie Sie, „Der Wolf im Hundepelz“. Manchmal ist eben der „Einäugige“ der König unter den Blinden. Nein soweit möchte ich nicht gehen. Günther Bloch ist ein Guter, der sich sehr gut vermarktet. Ich sage nur, dass er von Wolfshunden nicht so viel bis gar nichts versteht. Denn Theorie ist das eine, praktische Erfahrung eine ganz andere Nummer – und zwar nicht nur als Besuchs oder Gasthund oder gar zu trainierenden Hund, sondern im direkten Umgang als eigener Haushund. Und weil sie eben nicht so durchgezüchtet sind, unterscheiden sie sich auch innerhalb einer Rasse sehr deutlich voneinander.

    Ob der Labradoodle aus wissenschaftlicher Sicht weniger Allergien auslöst, kann ich nicht sagen. So wird er jedenfalls verkauft und ich kenne Leute, die mit ihm leben können, aber mit einem „normalen“ Hund nicht. Die Studie ist sehr neu und basiert wahrscheinlich auf den Thesen der Züchter – und widerlegt sie.

  13. Hmm, also…
    1. Christian, ich habe mich schon vor vielen Jahren für das Thema Wolf interessiert. Da ich seit einem Jahr aber leider beruflich damit zu tun habe, halte ich mich zurück. Dass Sybille Wolfshunde in ihrem Gastbeitrag erwähnt hat, war ihre Entscheidung. Ich finde das gut, denn es hat euch beide zum Diskutieren gebracht…:-)
    2. In die Hybridendiskussion kann ich mich aber mangels Fachwissen nicht einmischen, ich werde meine Schwester bitten, dazu was zu schreiben. Die kann es bei diesem Thema als Biologin mit einem Juristen und einer Veterinärmedizinerin sicher aufnehmen…;-)
    3. Die Einladung nehme ich sehr gern an.

  14. Hallo Inka,

    beruflich, du meinst als Pressesprechering des IM? Ihr bekommt doch auch nur gefilterte Infos … Und wilde Deutsche Wölfe sind wilde Deutsche Wölfe, sie sind weder mit Gehegewölfen noch mit Amerikanischen Wölfen vergleichbar, auch wenn sie im Grunde alle eins sind. Das ist jetzt Jammern auf hohem Niveau, die Nuancen, die sie sich dann doch unterscheiden.

    Biologen haben „Schul/Uniwissen“, die kennen aller meist nicht die Fachliteratur. Nur weil ich Volljurist bin, habe ich auch keine Ahnung von Gesellschaftsrecht z.B. bie 60 Rechtsgebieten…

    Ja, gerne, wann magst du mal kommen?

  15. Hi Christian,
    ich bin MU-Sprecherin – und, nein, ich denke, dass ich ziemlich nah dran bin an vielen verschiedenen Infoquellen. Filtern tue ich das dann…;-)
    Ab Mitte August ist mein Kalender leerer. Melde mich!
    Viele Grüße, Inka

  16. Vielen Dank für diesen tollen Artikel!
    Dass selbst gemachte Probleme beim „Designer-Dog“ genauso häufig vorkommen wie beim Rassehund oder dem „einfachen Mischling“, darf ich täglich in meiner Hundeschule erfahren. Wir sollten sehr viel genauer hinschauen woher unser Hund kommt und ganz ehrlich mit uns ins Gericht gehen, ob die Rasseeigenschaften wirklich zu unserem Lebensstil passen.
    Viele Grüsse aus Rheine senden die Emspfoten Janine Kuster mit Terrier Günther, Border Collie Antje und Picard-Mix Mila

  17. Designerdog und Edelmix sind völlig irreführende und unpassende Begriffe. Vielleicht für ausgefallene Accessoires angebracht, aber nicht für Lebewesen! Wer solche Bezeichnungen benutzt, zeigt eigentlich, dass er von verantwortungsvoller Zucht und Genetik keine Ahnung hat.
    Der Beitrag ist im Großen und Ganzen sachlich informativ, was mir persönlich aber fehlt, ist ein Wort zu den Verpaarungspraktiken der klassischen Rassehundezucht. Linienzucht ist bei vielen Züchtern noch weit bebreitet, und auch auch engste Verpaarungen (wie z.B. Vater mit Tochter) werden sogar vom VDH untersützt. Sie sind zwar genehmigungspflichtig, aber das ist nur eine Formalie. Hier ein trauriges Bespiel. Erfolgreiche Pinscherzucht, die über Generationen sehr eng verpaart hatte. Dann das schreckliche Ergebnis: fast alle haben Epilepsie!
    http://hundezucht.blogspot.de/2011/11/epilepsie-im-vdhpsk.html

    In der Hundezucht sollte also ein Umdenken stattfinden. Ganzheitliches Züchten wäre wünschenswert. Für vernünftige Käufer steht die Gesundheit ihres Hundes an erster Stelle, nicht ein Stammbaum mit möglichst vielen Champions.

    Schöne Grüße

  18. Hallo S. wirtz,
    Sybille Ehlers weiß genug über Genetik; sonst hätte sie diesen Beitrag nicht geschrieben. Um das Thema Linienzucht geht es in ihrem Blogbeitrag aber nicht, sondern um einen Trend in der Hundezucht. Zur Wortwahl möchte ich darauf hinweisen, dass man im Google-Zeitalter die Begriffe, die gesucht werden, selbst verwenden muss, wenn man gefunden werden möchte im Bit-Nirvana.
    Überhaupt hat das Thema Hundezucht so viele Aspekte, dass sich darüber viele Beiträge schreiben ließen. Ich ganz persönlich halte eine Rassehundzucht generell für sinnvoll, denn anders lassen sich die Eigenschaften von Rassen nun mal nicht erhalten und fördern, aber so wie die Hundezucht innerhalb und außerhalb des VDH geschieht, bereitet mir vieles, auch die enge Linienzucht, Kopfweh. Insofern sind wir uns einig: Ein Umdenken in der Hundezucht wäre dringend nötig. Daran, dass das passiert, glaube ich aber nicht. Die kommerziellen Interessen stehen leider stets im Vordergrund.
    Herzliche Grüße,
    Inka Burow

  19. Hallo,

    schöner und ausführlicher Beitrag über den (wie man ja sieht) sich vortrefflich streiten kann.

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