Wunde Pfoten vom Voten

Na ja, eigentlich müsste es wunde Finger heißen, aber auf Voten reimen sich nun mal nur die Pfoten. Wochenlang haben Tierfreunde bei der Royal-Canin-Aktion „Voten für Pfoten“ (www.voten-fuer-pfoten.de) abgestimmt für ihr Lieblingstierschutzprojekt. Am Freitag, 15. Juni, endet die Aktion. Eine Jury wählt dann aus den fünf Projekten mit den meisten Stimmen drei aus, die jeweils 10.000 Euro erhalten. „Border Collie in Not“ (BCiN), die Tierschutz-Initiative der Arbeitsgemeinschaft Border Collie Deutschland (ABCD), liegt knapp eine Woche vor dem Aktionsende auf einem zwar guten 8. Platz, aber doch zu weit abgeschlagen, um es bis Freitag noch in die Top 5 zu schaffen.

Knapp eine Woche vor Aktionsende liegt BCiN auf einem guten 8. Platz.

Knapp eine Woche vor Aktionsende liegt BCiN auf einem guten 8. Platz.

Die Katzenhilfe Hoyerswerda wollen wir wenigstens noch vom 7. Platz verdrängen. Auf die vordersten Ränge werden wir es nicht mehr schaffen. Das liegt leider nicht allein daran, dass ich BCiN erst drei Wochen nach Aktionsbeginn angemeldet habe, sondern auch an einem anfangs leicht zu manipulierenden Abstimmungsmodus, wie Royal Canin eingestehen musste. Zweimal wurde nachgebessert, doch einige Projekte lagen längst uneinholbar weit vorn, als die Programmierer dann fertig waren mit einem E-Mail-basierten Voting. Ich hätte mir gewünscht, dass die Abstimmung noch einmal bei Null begonnen hätte, hat sie aber nicht.

Immerhin gestehe ich gern ein, dass auf den ersten Plätzen, so weit ich das beurteilen kann, wirklich engagierte Tierschützer von tollen Tierschutzvereinen stehen (Stand: Sonntag, 10. Juni):

  1. „Findix“
  2. Seniorenresidenz für Tiere – Auffangstation/Gnadenhof Korweiler-Mühle
  3. Fellchen in Not
  4. Tier und Mensch – Hilfe für Herdenschutzhunde
  5. Omihunde-Netzwerk
  6. Bunter Hund Leipzig

Ich gönne allen diesen Projekten das Geld. Also, der Countdown läuft. Noch bis Freitag könnt ihr unter www.voten-fuer-pfoten.de täglich abstimmen für eurer Lieblingsprojekt. Meins bleibt natürlich „Border Collie in Not“.

Wie wichtig engagierter und vor allem mit Vernunft begangener Tierschutz ist, muss ich hier ja sicher nicht erklären. Zur Erinnerung: Für die gerade begonnene Fußball-EM sind in der Ukraine Zehntausende Straßenhunde auf grausame Weise getötet wurden. Und nicht einmal die Berge von Hundekadavern sind zum EM-Start beseitigt worden. Ich bin zwar ein Fußballfan und habe auch beim Tippspiel mit den Kollegen mitgemacht, aber gucken mag ich die Spiele nicht, denn diese EM findet auf blutigem Rasen statt, weil die, die das grausame Töten der Straßenhunde hätten verhindern können, nichts getan haben.

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