Fünf Freunde, das sind wir

Meine Schwester hat jüngst ein Schnäppchen geschossen und die ersten beiden Staffeln der wunderbaren TV-Serie „Fünf Freunde“ (Original: The Famous Five) aus dem Jahr 1978 gekauft. Erinnert ihr euch auch an den Titelsong?

Wann immer sich ein Abenteuer lohnt
Angst und Schrecken kennen wir nicht
denn das sind wir gewohnt.
Wo immer ein Rätsel zu lösen ist,
hoch in dem alten Schloß, oder im Schmugglernest
Fünf Freunde, das sind wir:
Julian, Dick und Anne, George und Timmy der Hund.
Fünf Freunde, das sind wir,
wir kommen schnell herbei,
wann immer ihr es wollt
und schon sind wird da, sind wir da.

Meike ist aufgefallen, dass sich eine Zeile dabei austauschen lässt. Statt „Julian, Dick und Anne, George und Timmy der Hund“ könnte es heißen: Grappa, Pitú, Whisky, Skipper und Inka. Denn meine Hunde und ich sind ja auch „Fünf Freunde“. Nur eben mit zusammen 18 statt mit nur 12 Beinen.

Verblüffende Parallele: Fünf Freunde, das sind wir!

Verblüffende Parallele: Fünf Freunde, das sind wir!

So weit, so lustig. Übrigens finde ich es gar nicht lustig, dass Timmy, der Hund, im Kinofilm „Fünf Freunde“ von einem Australian Shepherd gespielt wird. Ich habe überhaupt nichts gegen Coffey, der macht seine Sache als Timmy-Darsteller super, aber vermutlich war der braune, überdurchschnittlich intelligente Mischlingshund, den Enid Blyton als Fünften im Bunde ersann, dann doch mit höherer Wahrscheinlichkeit ein Border-Collie-Mix und eben kein Aussie.

Aber eigentlich wollte ich ja über die Freundschaft schreiben …

Der Hund ist der beste Freund des Menschen. Heißt es. Ich persönlich unterschreibe diese Aussage jederzeit, habe ich doch selbst oft genug erfahren, wie wahr der Ausspruch von Franz von Assisi ist:

Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst du, oh Mensch, sei Sünde,
mein Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.

Die Generation Facebook beschreibt die bedingungslose Zuneigung eines Hundes so:

Liebestest:
1. Geh zum Auto.
2. Schließe Frau/Mann und Hund im Kofferraum ein.
3. Warte 15 Minuten.
4. Öffne den Kofferraum.
WER FREUT SICH?

Können ein Mensch und ein Hund aber wirklich Freunde sein? Freundschaft bezeichnet eine positive Beziehung und Empfindung zwischen Menschen. So steht es in der Wikipedia. Aber ein Hund ist nun mal kein Mensch. Und die allerwenigsten Hunde suchen sich ihren Menschen aus, argumentieren diejenigen, die ihren Hund nicht als Freund bezeichnen.

Ich tu’s! Meine Hunde sind meine Plüschkumpels. Das waren sie nicht vom ersten Tag an. Grappa wollte ich damals monatelang fast täglich zum Züchter zurückbringen. Sie war diejenige, die um mich gekämpft hat. Zu meinem fast unfassbar großen Glück hat sie den Kampf gewonnen. Pitú hat mir sofort seine bedingungslose Zuneigung erklärt, nachdem ich ihn aus dem Tierheim geholt habe. Auch eine Krise im verflixten siebten Monat konnte nie an der besonderen Beziehung zu diesem ganz besonderen Hund rütteln. Whisky war die, um deren Freundschaft ich ringen musste. Von diesem Ringen habe ich einige Narben behalten, aber die Freundschaft des witzigen Häschens waren die allemal wert. Bei Skipper schließlich hat es volle zwei Jahre gedauert, bis unsere Beziehung so geworden ist, das ich sie nur mit Freundschaft treffend beschreiben kann.

Ihr seid dran: Bezeichnet ihr euren Hund als euren Freund? Was macht eure Freundschaft aus?

Ein Kommentar

  1. Ein sehr schöner Artikel. Erst letztens hatte ich wieder ein Gespräch mit einem Mann dessen Ehefrau verstorben ist. Der Hund war in der Zeit der Trauer sein einziger Freund, viele „ältere“ Freunde konnten nicht annäherend den Trost spenden. Ist doch toll wenn die Bindung zwischen Mensch und Tier so eng sein kann..

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