Jan
26
2012
Gebt zu, ihr habt keine Ahnung, was die Überschrift euch sagen soll. Ich konnte dem rhetorischen Schmuckelement der T-Häufung an den Wortanfängen einfach nicht widerstehen. Sinnvoll, weil wesentlich aussagekräftiger wäre diese Überschrift gewesen: „Die nächsten fünf Gassi-Tipp-Geber erhalten eine Erkennungsmarke als Dankeschön“

Frisch geprägt nach meinem Wunsch: Dog Tag von Erkennungsmarke.net.
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Jan
22
2012

Ware Hund: Auf seiner Homepage verspricht Norbert Zajac „Wahre Freundschaft“. (Screenshot)
Lange Zeit waren Tiere rein rechtlich lediglich Sachen. Inzwischen sind sie keine Sachen mehr. Seit 2002 sind Tiere grundgesetzlich geschützt (Art. 20a GG). Tiere werden allerdings weiter nach den sachenrechtlichen Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) behandelt. Was der Geschäftsmann Norbert Zajac treibt, ist also rechtens – sofern er auch das Tierschutzgesetz beachtet. Moralisch finde ich es aber einfach nicht in Ordnung!
Und ich bin immer noch entsetzt, dass es wirklich passiert ist: Die Duisburger Tierhandlung Zoo Zajac hat am Freitag mit dem Verkauf von Welpen begonnen. Welpen vom Wühltisch. Hundetrainer Martin Rütter spricht von einem „Super-Gau“. Norbert Zajac selbst rechtfertigt sich so für seinen Hundewelpenverkauf:
„Die Welpen werden nicht auf mitleidserregende Art präsentiert: Sie haben Spielzeug, einen gefüllten Wassernapf, werden altersgerecht mehrmals täglich gefüttert, …“
Zu betonen, dass Welpen Wasser kriegen und regelmäßig gefüttert werden, zeugt in meinen Augen aber nicht von einem verantwortungsvollen Menschen, sondern lediglich davon, dass der unsympathische Unternehmer nicht dumm ist und das Tierschutzgesetz samt der zugehörigen Rechtsverordnungen gelesen hat.
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Jan
14
2012
In meinen jungen Journalistenjahren, als ich als freie Mitarbeiterin für die Laatzener Woche und die heutigen Leine-Nachrichten (damals hieß diese HAZ-Regionalausgabe noch „Landkreiszeitung Süd“) geschrieben habe, habe ich am liebsten Porträts geschrieben. Und ich erinnere mich noch an einen Jäger, über den ich geschrieben habe. An den Anlass erinnere ich mich nicht mehr, wohl aber an seinen Dackel namens „Purzel“, mit dem ich mir während des Interviews den Sessel teilte. Im Gesprächsverlauf stellte sich heraus: Es handelte sich bereits um „Purzel 5“. Ich war schockiert, hatte ich doch gerade den tollen und einfallsreichen Namen „Tiger“ für anfangs weniger als ein Kilogramm Plüsch mit gefälschten Papieren, die auf „Eros Ramazzotti von der Casa di Karrasch“ lauteten, durchgesetzt.
Wenn ich heute darüber nachdenke, könnte mein mit „Grappa“ wenige Jahre später begonnenes Hundenamengebungskonzept eine Folge des kleinen blonden Ramazzottis aus Herford sein, mit dem meine große Liebe zu Hunden begonnen hat vor fast 19 Jahren. Anlass für derlei Überlegungen ist übrigens der gestern erschienene FAZ-Artikel „Hundenamen: Bello und Hasso sterben aus“.
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