Gastbeitrag: Ein Film will ins Kino!

Was bedeutet das Sprichwort LEBEN WIE EIN HUND? Diese Frage will der Regisseur und Drehbuchautor A.A.Lucas in einem Film beantworten, in dem ein Border Collie die Hauptrolle spielen soll. Ungeklärt ist allerdings noch die Finanzierungsfrage. Deshalb probiert es Andrew Anthony mit Crowdfunding. Wie das funktioniert und worum genau es in seinem Film „Living like a Dog“ geht, beschreibt er in einem Gastbeitrag für den Hundeblog:

Ein Film will ins Kino! „Living like a Dog“ heißt mein herzanrührendes Filmprojekt, in dem es um einen tauben Hund (gespielt von Border Collie Shadow) und einen ebenso tauben Mann (gespielt von dem bekannten Schauspieler Horst Janson) geht. Das Hamburger Filmstudio mit dem bezeichnenden Namen „Movienerds“ will den Film bis Ende 2012 zunächst in Deutschland und dann weltweit in die Kinos bringen.

Im Film „Living like a Dog“ soll Border Collie Shadow eine der beiden Hauptrollen spielen. (Foto: A.A.Lucas)

Im Film „Living like a Dog“ soll Border Collie Shadow eine der beiden Hauptrollen spielen. (Foto: A.A.Lucas)

Das Projekt wird zum Teil durch sogenanntes Crowdfunding finanziert. Das heißt, dass jeder (ab 18 Jahren) sich an der Produktion des Films finanziell beteiligen kann. Die täglich wachsende Anzahl von Fans auf den Projektseiten auf Facebook und auf dem Crowdfunding-Portal Startnext.de gibt den Machern Recht und zeigt, dass es sich lohnt, weiterzumachen.

Der Inhalt der Tragikomödie:

Ein tauber Border Collie (Shadow) wird ausgesetzt, weil er sich nicht als Wachhund eignet. Ein tauber Mann (Horst Janson) wird obdachlos, weil er sich nicht als Kommunikator in der Leistungsgesellschaft eignet. Die beiden finden über einige Umstände zueinander und entdecken, dass sie einander brauchen. Eine unzertrennliche Freundschaft entsteht, die auf eine Zerreißprobe gestellt wird, als dem Mann etwas zustößt. Auf sich allein gestellt muss der Hund den Mann im Trubel der Großstadt wiederfinden …

Christian Bruhn, der bekannte deutsche TV-Serien-Komponist (Captain Future, Timm Thaler, etc.), steuert den Soundtrack zum Film bei, und es wird noch weitere Überraschungsgäste geben.

Wer mehr über dieses ambitionierte Projekt wissen und es unterstützen möchte, klickt auf www.startnext.de/livinglikeadog und wird dort kostenlos und unverbindlich Fan. Ebenfalls Fan werden oder sich informieren könnt ihr euch auf der Facebok-Seite zum Film „Living like a Dog“.

Wir sind der Meinung, dass dies endlich mal ein Projekt ist, dass man mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann.

A.A.Lucas

A.A.Lucas

A.A.Lucas

Ich bin Fan der Crowfunding-Aktion für den Film „Living like a Dog“ geworden und zwar der 63. Was meint ihr? Sollte man es unterstützen, dass Hunde, speziell solche nicht als Familienhund geeigneter Rassen, Hauptrollen in Kinofilmen spielen? Oder befürchtet ihr immer einen „Ein Schweinchen namens Babe“-Effekt?

[Update am 24.07.2011: Ich kann und werde das Filmprojekt wegen des Kommentars von A.A.Lucas unter diesem Beitrag nicht mehr unterstützen!]

27 Kommentare

  1. HÜTEHUNDE = Artgerecht?

    Border Collies werden u.a. als sogenannte „Hütehunde“ eingesetzt. Dabei wird ihr natürlicher Jagdtrieb benutzt um z.B. Schafe zu bändigen. Jedoch wird besagter Jagdtrieb dabei auch unterdrückt, weil der Hund die Schafe natürlich nicht angreifen soll. Also bekommt er Leckerlies als Ersatz. Dem Hund ist das egal – Hauptsache er frisst. Tierschützer behaupten, dass durch die „nicht Artgerechte“ Haltung, also z.B. einen „Hütehund“ nicht als solchen zu halten, psychische Problem beim Hund enstehen. So sollen Border Collies, die stattdessen in Familien aufwachsen, liebevoll behandelt und durch „Agility“ (eine Hundsportart) gefördert und gefordert werden, weniger glücklich, als jene Hunde, die auf dem Feld für ihr Fressen als „zweckbestimmte Nutztiere“ arbeiten müssen, ja sogar depressiv sein
    Doch wer bestimmt das überhaupt? Natürlich – der Mensch. So waren es Menschen, die dem Border Collie seinen Namen gegeben und ihn dorthin gezüchtet haben, wo sie ihn haben wollten. Denn wie die meisten Hunde, stammt der Border Collie ursprünglich vom Wolf ab. So ist es nun also der Mensch, der bestimmt, wie ein Hund sein soll und was er zu tun hat. Ist das Artgerecht? Ist ein Hund nicht ursprünglich ein Raubtier, das aber auch soziale Fähigkeiten besitzt – wie der Wolf? Nun, sicher scheiden sich da die Geister. und deshalb wird unser Filmprojekt auch schon jetzt sehr kontrovers diskutiert. Darüber sind wir sehr froh, denn es führt dazu, dass die Menschen wieder einmal versuchen, sich über die wahre Bedeutung des Hundes für sie bewusst werden. Fakt ist doch, dass der Hund weder den Menschen braucht, noch umgekehrt. Beide haben einen Jagd- und Überlebenstrieb, der jedoch über die Jahrhunderte und Jahrtausende bei beiden Wesenheiten (Mensch und Tier) gänzlich „abtrainiert“ wurde. Und so haben sich diese beiden „Rassen“ zu einer „Symbiose“, einer kompromisshaften Zweckbeziehung zusammengetan. Um dem aber nun wieder etwas positives abzugewinnen, muss man wohl einfach nur in die Gesichter beider Parteien schauen, denn genau wie dem Menschen kann man es einem Hund ansehen, wann er glücklich und wann nicht. Und WIR können bestätigen, dass UNSER Border Collie einer der glücklichsten Hunde der Welt ist, denn er hat sehr liebevolle Menschen, die ihn ausreichend fördern und fordern und dies nicht zuletzt durch den Einsatz als Filmhund in LIVING LIKE A DOG. Zuletzt wollen wir betonen, dass A.A.Lucas selbst mehrfacher Hundehalter war und seinen letzten Hund vor langer Zeit sogar in verantwortungvolle und liebevolle Hände übergeben hat, weil er zu wenig Zeit und Geld hatte um dem Hund weiter das zu geben was er braucht.
    Was bleibt also als Resume?
    LIVING LIKE A DOG will keinen neuen Border Collie Familienhund Boom auslösen – ihn jedoch aber auch nicht verhindern.
    LIVING LIKE A DOG will aber auch nicht fördern, dass Border Collies oder andere Hunde vorzugsweise als Hüte-, Jagd, Circus-, oder sonstige, vom Menschen zweckbestimmte Nutztiere gezüchtet und gehalten werden.
    LIVING LIKE A DOG will lediglich zeigen, wie man das Sprichwort „LEBEN WIE EIN HUND“ interpretieren kann – nicht mehr und nicht weniger.
    Menschen mit Verstand werden das verstehen. Menschen ohne Verstand werden Tiere IMMER falsch behandeln – und das auch ohne unseren Film.

  2. Jetzt bin ich ehrlich schockiert! Ich habe noch nie so viel dummes Zeug in so wenigen Sätzen gelesen. Sorry, A.A.Lucas, aber du liegst weit daneben mit allem, was du schreibst. Ich werde das Projekt deshalb definitiv nicht mehr unterstützen.

    Einige Infos für dich:

    – Der Wolf hat sich dem Menschen angeschlossen und wurde domestiziert. So entstand eine gegenseitige Abhängigkeit. Der Wolf hatte was zu fressen, der Mensch hatte Schutz. Bei allen Hundeartigen gehört außerartliche Kooperation übrigens ins Repertoire. Deshalb klappt das Zusammenleben von Hund und Mensch so gut. Dass aus dem Wolf verschiedene Hunderassen für verschiedene Zwecke gezüchtet wurden, ist auch nur logisch. (Ich empfehle einige Bücher zum Thema, wenigstens eins von Bloch.)

    – Ein Border Collie ist ein Spezialist für bestimmte Hütearbeiten. KEIN FAMILIENHUND. Tatsächlich geht er zur Jagd, wenn er als Koppelgebrauchshund eingesetzt wird, aber der Tötungsbiss ist im Lauf vieler Jahre aus der Jagdsequenz des Border Collies mehr oder minder verschwunden. Leckerlis beim Hüten?! Das ist mit großem Abstand das Dümmste, das ich je über Border Collies gelesen habe!

    Ich rate dir dringend, dich über Hunde im Allgemeinen und den Border Collie im Speziellen zu informieren. VOR Beginn irgendwelcher Dreharbeiten.

    Ich gebe hiermit dem Border-Collie-in-Not-Team der ABCD im Nachhinein recht, dass dieser Film keine Unterstützung verdient hat.

    Herzliche Grüße,

    Inka

  3. Dann vielen Dank für die Korrespondenz bis hier. Bitte lösche den Artikel, nebst Kommentaren. Vielen Dank.

  4. Gestern schriebst du noch:

    „Ist sehr schön geworden. Sehr professionell. Bin gespannt, wie kontrovers der Artikel besprochen wird.“

    Ich werde den Artikel nicht löschen!

  5. Auf mein Anraten wirst du den Artikel natürlich löschen, denn Ich habe ihn geschrieben und bin deshalb auch in der Position, ihn wieder löschen zu lassen.

  6. Ich muss schon sagen, Frau Burow ziemlich scheinheilig. Border Collies als „NUR Hütehunde“ zu „verkaufen“ und sie selbst als „tanzende Hunde“ zu halten. Applaus für Ihre Doppelzüngigkeit und „Buh“ für Ihren Versuch, mich und mein Projekt zu denunzieren.

  7. Leider spricht aus den Worten von Herrn Lucas, dass er sich nicht im Geringsten mit dem Wesen des Border Collies als solchem auseinander gesetzt hat. Dringend möchte ich ihm daher die Lektüre z.B. des Buches „Border Collies: Hunde auf der Grenze zwischen Genie und Wahnsinn von Silke Meermann und Anita Hermes“ empfehlen, die die meiste Zeit ihres Lebens dieser Hunderasse gewidmet haben.

  8. Sehr geehrter Herr A.A. Lucas
    Ich muß schon sagen, ich habe selten in so wenigen Zeilen soviel Mist über Hunde und hier speziell über Border Collies gelesen. Alleine die ersten Zeilen „bekommt ein Leckerchen als Ersatz“, da rollt sich wirklich alles auf. Ich habe es gleich mal probiert (und ja, meine Border Collies dürfen AUCH Dogdance etc. machen) und siehe da, welch erstaunen, sie wollten auf der Weide einfach kein Leckerchen nehmen, woran das wohl liegt? Auch über die weiteren Kommentare braucht man glaube ich nicht wirklich etwas sagen.
    Was mich jedoch wahrlich fast noch mehr schokiert ist, dass hier wiedereinmal eine nette Idee (Was ist denn Leben wie ein Hund, hätte man echt etwas drauss machen können) durch unkenntniss und anschließende Intoleranz den Bach hinunter geht. Gruselig wirds dann noch, dass man den Boom Border Collie zwar nicht fördern, aber auch nicht verhindern will. Ich würde doch mal raten, sich die mittlerweile hunderte von Border Collies anzusehen, welche an zum Teil schweren Verhaltensstörungen leiden, welche durch den letzten Boom zu so beliebten Familienhunden wurden.
    Am Schluß eine weitere Anmerkung: Es wird eine kontroverse Diskussion gewünscht (Schafft ja auch ein wenig Publikumswirksame Aufmerksamkeit), aber wehe sie kommt, dann zurück ziehen und beleidigent werden, nicht sehr Adult.
    Ich hoffe doch sehr, dass sie vielleicht ein wenig ins grübeln kommen und sich demnächst gründlich vorher informieren bevor sie etwas öffentlich schreiben.
    Anke

  9. Hm, kennt eigentlich schon irgendjemand das Drehbuch zu dem Film, oder warum denkt hier jeder ich sei Satan in Person? :) Nunja, ich habs Verstanden: IHR seid Weise und ich bin dumm – kapiert. Noch viel Spaß in eurer kleinen Welt.

  10. Wer hat denn den ersten Kommentar geschrieben?
    Aus Zitat: „Zuletzt wollen wir betonen, dass A.A.Lucas selbst mehrfacher Hundehalter war und seinen letzten Hund vor langer Zeit sogar in verantwortungvolle und liebevolle Hände übergeben hat, weil er zu wenig Zeit und Geld hatte um dem Hund weiter das zu geben was er braucht.“ Zitat Ende, lese ich, dass es nicht A.A. Lucas war? Oder schreibt Herr Lucas über sich in dritter Form?

    Ich glaube nicht, dass es um das Schlechtmachen eines diesen Filmes geht, sondern um den/die Kommentare unter diesem Blogeintrag. Und ich muss sagen, auch mir sträubten sich die Haare beim lesen der Kommentare.

    Keiner Hunderasse kommt ein Boom durch z. B. einem Kinofilm zugute. Einem solchen Spezialisten wie den BC noch weniger. Leider musste auch ich schon einen BC mit einer Fangstange bei seinem Frauchen abholen, da dieser die Überhand gewonnen hat und seinem Frauchen überlegen war. Sowas sind keine schönen Erlebnisse, kommen aber vor, wenn man sich einen Hund holt, weil der doch so schön und intelligent ist.

    Der letzte Beitrag von Ihnen, Herr Lucas, ist sehr kindisch und bockig! Lassen Sie uns doch vernüftig diskutieren.

  11. Christine Fischer

    Wenn ich mir das Foto von diesem Shadow so ansehe, dann braucht man sich wohl gar keine großen Gedanken um Hütearbeit und rassegerechte Auslastung zu machen. Aber der Unterschied zwischen einem Border Collie und den schwarz-weißen Hunden, die man so im Schauring antrifft, ist wohl noch nicht allen bewußt.

    Not amused

    Christine + Rudel

  12. Ich habe mich auch schon über den Satz in der dritten Form gewundert, wenn es doch A.A.Lucas sein sollte der da schreibt. Ich denke eher hier schreibt der Hundebesitzer des zukünftigen „Filmstars“
    Zitat: „Und WIR können bestätigen, dass UNSER Border Collie einer der glücklichsten Hunde der Welt ist, denn er hat sehr liebevolle Menschen, die ihn ausreichend fördern und fordern und dies nicht zuletzt durch den Einsatz als Filmhund in LIVING LIKE A DOG.“

    Nun werden bekannterweise die meisten HH eines BCs der nicht hütet immer etwas, sagen wir grantig, wenn es um den ursprünglichen Einsatzzweck dieser Rasse geht. Das dann noch gepaart mit dem völligen Wissensmangel was denn genau dieses „Hüten“ überhaupt ist ausserhalb von solchen „Lehrfilmen“ wie „Schweinchen namens Babe“, ist es nicht verwunderlich dass dieser „Jemand“ (ich bezweifle dass es AA Lucas ist) natürlich bockig wie ein Kleinkind wird und sich jeder vernünftigen Stellungnahme und Diskussion entzieht.

    Nicht wirklich hilfreich für die Vermarktung des Filmes, der wünschenswerterweise niemals zu sehen sein wird.

    Und warum man extra nochmal betonen möchte dass Herr Lucas selber mal einen Hund hatte, diesen aber aufgrund Zeit- und Geldmangel abgeben musste, ist mir ein Rätsel. Ist dies ein besonders wertvolles Prädikat dafür dass man nun über einen Hund einen Film drehen kann und Experte auf dem Gebiet ist? Als Kind hatte ich mal Meerschweinchen… wow

  13. Herr Lucas hat kein Geld (deshalb hat er ja seinen Hund abgegeben), sein Hauptdarsteller, Herr Janson, hat auch keins mehr (wie unlängst einer TV-Talkshow) zu entnehmen war, und bestimmt hat der Border Collie auch keine Kohle auf der Tasche, so dass wir guten Mutes sein dürfen, dass uns dieses cineastische Rührstück erspart bleibt, zumal ja sich ja nun keine Produktion findet, die diese Gehörlosen-Geschichte fianzieren möchte. (nein, ich habe das Drehbuch nicht gelesen, aber den Plot).

    Ich finde es persönlich hochgradig erstaunlich, wie verzichtbar Herrn Lucas simple Sachkenntnis erscheint, und noch erstaunlicher finde ich den Mut bei völliger Ahnungslosigkeit Kompetenz vorzutäuschen! Chapeau! Wenn Herr Lucas nun über gehörlose Menschen genau so viel weiß wie über den Border Collie, dann wird das, ohne Zweifel, ein *Ironie* sauber recherchiertes Stück Filmgeschichte.

    Ich empfehle allen, die darüber nachdenken, auch nur einen müden Cent in dieses Projekt zu investieren die Lektüre „Der Border Collie – Beschreibung einer faszinierenden Hunderasse“ – ganz fix zu lesen und leicht zu verstehen. Hier zu finden: http://www.abcdev.de/

  14. Frau Burow,

    Kann man es so pauschal sagen?
    Ein Border Collie ist „KEIN FAMILIENHUND“.

    Kommt es nicht auf den Einzelfall an?

  15. Anne Krüger hat es vor Kurzem treffend formuliert: Es gibt etwa 350 Rassen, die sich besser als Familienhund eignen als der Border Collie.

  16. Liebe Anne,
    ja, so pauschal kann man es sagen. „Der“ Border Collie ist in der Tat kein Familienhund. Und genauso kann man sagen, dass es auch Ausnahmen gibt, wie bei jeder Regel, nur eben sehr selten.

    Gerade beim Erwerb eines Welpen kann man sich überhaupt nicht sicher sein, wieviel Trieb (natürlicher Hütetrieb) auch bei einem Tier aus einer sogenannten Showlinie noch vorhanden ist.
    Gepaart mit der verführerischen Intelligenz und der großen Lernfähigkeit entsteht schnell der Eindruck, eines leichtführigen Hundes. Leider ist da, wohl viel Licht ist, auch immer sehr viel Schatten.

    Border Collies sind schnell unter- oder überbeschäftigt, das richtige Maß zu finden ist nicht einfach. Wenn sie etwas Lernen, tun sie dies schnell – in vielen Fällen auch das, was nicht erwünscht ist. Sie gewöhnen sich leicht Verhaltensweise an, die nicht gut sind, weder für sie noch für ihre Mitbewohner. Sie sind sensibel, leider auch gegen Außenreize. Allein aus diesem Grund ist „der“ Border Collie kein sog. Familienhund, da er neben artgerechter Beschäftigung auch viel Ruhe und Rückzugsmöglichkeit benötigt, um nicht zu überdrehen und dann nach einiger Zeit bei einer der vielen Tierschutzorganisationen zu landen.

    Es ist schön, dass Herr Lucas schon Hunde hatte – leider war darunter wohl noch keinen Border Collie. Denn auch wenn wir wahrscheinlich alle schon Autos gefahren sind, ein Ferrari war in den seltensten Fällen dabei. Einen solchen zu fahren ist etwas anderes als einen Alltagswagen. Das macht ihn nicht unbedingt wertvoller, sondern komplizierter, da Gas- und Bremspedal anders ansprechen als bei einem Normalfahrzeug, und auch die Lenkung ist sehr viel feiner zu dosieren.
    Was ein Golf noch locker mitmacht, katapultiert einen bei einem Ferrari ganz leicht aus der Kurve!

  17. Vielen dank für die Antworten.

    Dann bin ich für all die BC im Tierschutz traurig. Ich zweifel stark daran, dass es so viele geeignete Endstellen für diese Rasse gibt.

  18. Wie für Corgis liebe Anne, denn wer Ferrari fährt, hat nicht begriffen, wie genial ein Jaguar ist. Was für ne alberne Diskussion.

  19. Familienhund oder nicht?
    Ich denke, es kommt immer auf die „Familie“ an.
    Bei der Anschaffung eines Hundes sollte auch immer im Vordergrund stehen, ob sich die Bedürfnisse und Charaktereigenschaften der Menschen mit denen der gewählten Rasse im Einklang befinden.
    Ist dies nicht der Fall, ist auch der vielgepriesene Retriever kein „Familienhund“.
    Leider werden Hunde nur zu oft passend zum Lifestyle, Auto und mittlerweile sogar zur Handtasche gekauft – und landen ebenso schnell wie diese auf dem großen „Abfallhaufen“ der Gesellschaft.

  20. Liebe Frau Burow, liebe Border Collie Freunde,

    es wird Sie interessieren, dass wir die jüngsten Diskussionen um das Thema Border Collie mit Interesse wahrgenommen und deshalb unser Projekt entsprechend modifiziert haben.

    Auf unserer Startnext Projektpage ist nun folgender Text zu lesen:

    „Wir betonen, dass wir mit unserem Film den Verkauf von Border Collies oder anderen Tieren NICHT fördern! Border Collies sind Hunde mit speziellen Bedürfnissen. Deshalb werden sie vorzugsweise als Hütehunde, Rettungshunde und Sporthunde eingesetzt. Unser Filmhund, Shadow ist ein glücklicher Sporthund.“

    Auch in jeder weiteren Medienpräsenz werden wir natürlich in Zukunft auf diesen Fakt hinweisen.

    Nicht zuletzt haben wir ebenfalls das Drehbuch des Films dahingehend angepasst, dass an geeigneter Stelle auf die Wichtigkeit, Border Collies artgerecht zu halten hingewiesen wird. Dies wird durch einen ECHTEN (!) Border Collie Züchter geschehen.

    Für die etwas überspannte Korrspondenz mit unserem Regissseur, A.A.Lucas möchten wir uns hiermit entschuldigen.

    Ein Filmprojekt ist ein zeitaufwändiger und nervenaufreibender Vorgang. Deshalb möchte auch Herr Lucas sein Bedauern für die allgemeine Missverständlichkeit zum Ausdruck bringen und bittet um Verständnis, da die besagte Kontroverse in einer Stressphase geschah, als Herr Lucas das Drehbuch unter Hochdruck fertigzustellen hatte.

    Wir hoffen, hiermit die Wogen etwas zu glätten und würden uns über eine zukünftige, positive Resonanz sehr freuen.

    Mit freundlichen Grüßen,
    R.Krause / Produktion – Living like a Dog

  21. Wogen geglättet! Das finde ich toll.

  22. Bleibt noch zu sagen, dass ich bezweifel, dass die Produktion eines ganzen Filmes von durchschnittlicher Spielfilmlänge in der angegebenen Zeit (bis Ende 2012) mit EINEM EINZIGEN Tierdarsteller artgerecht ist und NICHT mit einer Überforderung des tierischen Darstellers einhergeht.
    Meines Wissens ist es gängige Praxis bei der Umsetzung von Filmprojekten mit Tieren immer mehrere tierische Darsteller für eine Rolle zur Auswahl zu haben, um das einzelne Tier nicht zu überfordern.

  23. Frau Burow, so schnell sind Sie zu besänftigen?

    Ich sehe dieses Filmprojekt nach wie vor kritisch.

    1. ist es verwunderlich, dass Herr Lucas nicht in der Lage ist, die Dinge selbst richtig zu stellen bzw. sich zu entschuldigen.

    2. erklärt Stress nicht, weshalb jemand so inkompetente Äußerungen tätigt und sich dann auch noch trotzig verhält, wenn er kritisiert wird.

    3. ist es meines Erachtens ein halbherziger Versuch der Problematik zu begegnen, indem man eine Aussage eines „echten Züchters“ in den Film einbaut. Eine angebrachte Reaktion auf die vielen Kritiken wäre vielmehr, eine andere Rasse oder einen Mischlung als Darsteller zu suchen.

    Es gibt nur wenige Menschen, die einen Border-Collie wirklich artgerecht halten können. Ich kenne persönlich einige, die sich erst einen Border und dann eine kleine Schafherde angeschafft haben, weil sie zum einen ihren Hund auslasten wollten und zum anderen Spaß am Hüten fanden. Die Begeisterung, mit der ihr Border sich dem Hüten widmete und die plötzliche positive Wesensveränderung des Hundes hat diese Leute so fasziniert und begeistert, dass sie am Glück und der Freude des Hundes partizipierten und deshalb ihr Leben umkrempelten.

    Umgekehrt bedeutet dies aber auch, dass viele Border unglücklich sind und nicht artgerecht gehalten werden. Im Agilitysport sind Border zum Beispiel sehr beliebt, weil sie erfolgreich sind. Ich glaube aber nicht, dass diese Hunde wirklich glücklich sind, wenn sie zwei- bis dreimal pro Woche maximal eine halbe Std. netto um den Platz flitzen. Es mag Ausnahmen geben, aber die meisten Border sind nur glücklich mit täglicher Auslastung und Kopfarbeit. So eine Rasse darf auf keinen Fall zum Modehund avancieren, zumal das ansatzweise schon geschieht.

    Liebe Filmemacher, bitte sucht euch einfach eine andere Rasse oder am besten einen „hässlichen“, alten Mischlingshund, der aus dem Tierheim ausgebrochen ist und durch sein freundliches Wesen und seine Treue begeistert. Dadurch hättet ihr auch engagierte Hundehalter auf eurer Seite.

  24. Na dann hoffe ich, dass diese Worte ehrlich waren von der Produktion – Living like a Dog, denn ein Border ist definitiv kein Familienjux. Border brauchen Aufgaben, Denkaufgaben, Arbeit und ein konstantes Leben. Ich bin gespannt, wie es im Film letztendlich bordergerecht umgesetzt wird.

  25. Ich finde den Spruch eines befreundeten Trainers sehr nett: „Ein Border Collie ist ein Profihund, egal in welchen familiären Lebensumständen sich der Profi befindet…“ Damit ist gemeint: Bist du fachwissentlich und intuitiv gut, kannst du einen Border Collie als Single, als Paar,als Familie etc. gut handeln und halten, und: bist du du fachwissentlich und intuitiv gut, kannst du deinen Border Collie mit ALLEM glücklich machen, was die Bandbreite so hergibt, man suche sich etwas aus ;-)
    Das trifft es für mich mehr, als die Aussage, ein Border Collie sei niemals ein guter Familienhund… Allerdings weiß ich, dass wenn man es so formuliert, einige Menschen, die nicht dafür geeignet wären bestimmt wieder einmal denken: „Aber ich hab doch Fachwissen, weil ich schon 3 Bücher gelesen habe!“ So ist es natürlich nicht gemeint….
    Ich habe ja auch drei Border Collies und merke auch die Unterschiede bei den Bedürfnissen der Hunde, aber auch wir haben seit mehreren Jahren keine eigenen Schafe, und trotzdem sind unsere Mädels glücklich. Alle die wollten, wissen was Hüten ist, aber finden Hundesport auch schon ganz schön cool ;-)
    Und trotzdem fand ich viele kleine Dinge (auch bis heute) mit unseren Hunden unglaublich schwer zu trainieren, und empfand es auch als unglaublich schwierig einiges nachhaltig umzustellen und für mich angenehme Rituale beim Hund zu erschaffen, dass ich so manches Mal gedacht habe: Wie hätte denn jetzt ein „Nicht-Profi“ das jemals lösen sollen?
    Viele Grüße
    Katharina

  26. Tut mir leid das ist doch purer Hohn. Man könnte auch den Kühlschrank einmal auf- und zumachen, das bringt genauso viel.

    Text unter einer Autowerbung: „Leute, kauft dieses Auto BLOSS nicht, es braucht extrem viel Sprit, ist sehr oft in der Werkstatt und braucht viel Lackpflege damit es nicht rostet“

    Vor allem dann der Zusatz „….Deshalb werden sie vorzugsweise als Hütehunde, Rettungshunde und Sporthunde eingesetzt. Unser Filmhund, Shadow ist ein glücklicher Sporthund.“ *kopfschüttel*

    Das weckt einerseits Begehren des Lesenden „Wie, ich soll mir nun keinen BC kaufen? Und warum?“ und führt die Aussage dann ad absurdum „Achso, als Sporthund, jo, das kann ich ihm doch bieten“

    Schonmal was von Marketing gehört?

    Und nun denkt mal bitte alle NICHT an rosarote Elefanten.

  27. Nein, wirklich schnell zu besänftigen bin ich nicht. Aber mehr war nicht zu erreichen, fürchte ich. Überdies denke ich nicht, dass der Film je gedreht wird.

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