Gastbeitrag: Such!

Zugegeben, es ist nicht besonders originell, dass ich ausgerechnet kurz vor Ostern den Einfall hatte, mit meinen Hunden mal wieder einige Suchspiele zu machen. Aber die Idee ist trotzdem gut. Nicht so gut ist, dass ich von der Nasenarbeit nicht allzu viel Ahnung habe. Ich habe daher auf der Facebook-Seite zum Hundeblog um einen passenden Gastbeitrag gebeten – und den folgenden tollen Blogbeitrag von Claudia Münning bekommen. Danke! Hier ist er:

Nicht nur Kinder sind begeistert von der Suche nach Ostereiern. Auch Hunde freuen sich über eine solche Aufgabe. Vor allem, wenn sie ihre Nase, deren Fähigkeiten der Menschennase um ein Vielfaches überlegen ist, einsetzen können dabei.

Der Aufbau von Suchspielen für Hunde ist im Grunde ganz einfach und fast immer gleich:

  • Objekt dem Hund zeigen, Interesse dafür belohnen (Das geht am besten mit Clicker und Futterbelohnung.)
  • Objekt auf den Boden legen, Hund dafür belohnen, dass er hingeht, es anstupst, es aufnimmt, es bringt, …
  • Objekt weiter weglegen, Hund mit Suchsignal („Such das Osterei!“) losschicken, für‘s Bringen belohnen
  • Objekt außer Sichtweite ablegen (z. B. in einem anderen Raum), aber nicht richtig verstecken, Hund zum Suchen schicken
  • Objekt vor den Augen des Hundes verstecken, Hund zum Suchen schicken
  • Objekt außer Sichtweite des Hundes verstecken
  • Verstecke komplizierter machen
  • Suche nach draußen verlagern, dabei am besten noch mal mit Schritt 1 von drinnen beginnen

Man kann Hunde nicht nur Futter und Spielzeuge suchen lassen, sondern auch Gerüche, etwa einen Teebeutel in einem Plastikgefäß mit Löchern im Deckel. Der Aufbau ist immer der selbe. Bei Futter wäre es allerdings zu viel verlangt vom Hund, dass er es bringt. Das sollte er schon fressen dürfen, wenn er es gefunden hat. Wenn man das nicht will, kann man das Futter in einen Futterbeutel oder ein Plastikdöschen mit Deckel tun, dass der Hund erst zum Menschen bringen soll, bevor er an den Inhalt kommt.

Nasenarbeit: Spike zeigt den Aufbau eines Suchspiels.

Video: Face von Silvia Winterberg bei der Futterbeutelsuche


Futterbeutelsuche mit Face

Statt Suchen & Bringen kann man auch Suchen & Anzeigen trainieren. Und die Profis lassen ihre Hunde Suchen & Bringseln. Der Hund bringt nicht den gefundenen Gegenstand, sondern nimmt das am Halsband hängende Bringsel ins Maul, läuft zu seinem Menschen zurück und zeigt mit dem Bringsel im Maul an, dass er etwas gefunden hat. Dann gehen Mensch und Hund zusammen zum Fundort. Der Bringsel-Aufbau erfordert etwas mehr Zeit.

Video: Spike bringselt

Viel Spaß macht es auch, den Aufbau von Suchspielen gemeinsam mit anderen zu lernen. Spike und ich haben dafür eines der Go-Sniff-Seminare von Esther Follmann und Mirjam Aulbach besucht.

Und zum Schluss noch ein Buchtipp: „Spurensuche – Nasenarbeit Schritt für Schritt“ von Anne Lill Kvam aus dem Animal Learn Verlag.

Viel Spaß bei allen Suchspielen an Ostern wünschen Claudia + Spike!

Claudia Münning

7 Kommentare

  1. Pingback:Gast-Blog zu Ostern | Weblog Claudia+Spike

  2. http://www.hunde.com/forum/d4414.html

    Hier ist sehr gut erklärt wie man das Bringsel verwiesen in 10 Minuten lernt…

    Ostern ist ja lang! ;-)

  3. Und hier ist, pünktlich vor Ostern, noch der Film zum Blog

    Such das Osterei!
    http://www.youtube.com/watch?v=-Exb3N_iLcQ

    Schöne Ostertage wünschen
    Claudia + Spike

  4. Ein Video sagt mehr als ein Dutzend Bilder. Danke, Claudia! Ich habe das Video nun auch noch mal direkt in den Beitrag eingebunden.

  5. Super, Inka, und die Fotos sind ja jetzt auch noch mit drin! :-)

    Von mir noch ein Literaturtipp:

    Anne Lill Kvam
    Spurensuche
    Animal Learn Verlag
    ISBN: 978-3-936188-20-2

    Schritt für Schritt Anleitungen für alle möglichen Such- und Nasenspiele mit Bildern. Damit klappt es bestimmt.

    Liebe Grüße
    Claudia

  6. Und sogar der Buchtipp ist mit drin ;-)

    Insgesamt eine mehr als runde Sache, dein toller Gastbeitrag. Oder sollte ich sagen: eiförmig…

    Frohe Ostern!

  7. Super!
    Dir auch Frohe Ostern!

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