Gastbeitrag: Besuch bei Zoo Zajac

Der nach eigenen Angaben weltgrößte Zoofachhändler, Zoo Zajac in Duisburg, plant den Handel mit Hundewelpen. Die Hundetrainerin und Verhaltensberaterin Melanie Schneider aus Herten hat sich vor Ort umgesehen. Hier ist ihr Bericht:

Das Ding scheint absolut wasserdicht zu sein. Wir Tierschützer können uns, glaub‘ ich, auf den Kopf stellen, aber daran, dass ab August oder September der Verkauf von Welpen bei Zoo Zajac in Duisburg starten wird, führt wohl kein Weg mehr vorbei.

Geschäftsführer Norbert Zajac sagte, dass er davon ausgehe, im ersten Jahr rund 1000 Welpen zu jeweils rund 1000 Euro zu verkaufen. Das macht schon allein 159.663,87 Euro Umsatzsteuer. Warum sollten die Behörden der Stadt Duisburg etwas dagegen haben? Der Typ hat einen hohen wirtschaftlichen Einfluss. Nachbarstädte wie Oberhausen stünden Schlange und hätten gern, dass er samt der Tiere ins Centro Oberhausen umzieht, sagte er uns. Er hat das Ganze auch sehr geschickt eingefädelt. Statt zum Veterinäramt zu gehen, und zu sagen, ich will Welpen verkaufen, was muss ich für Auflagen erfüllen, lässt er lieber die Kollegen vom Veterinäramt arbeiten, indem die nämlich jetzt seinen Plan projektieren. Er erfüllt die Punkte und ist somit auf der rechtlich sicheren Seite.

Wir durften einen Blick in die neue Anlage werfen, die jetzt noch im Rohbau steht. Es wird neun Zwinger geben. Jeder Zwinger hat eine Größe von rund 35 Quadratmetern. Unterteilt in einem Innen- und Außenbereich, der den Hunden bei gutem Wetter zu Verfügung steht. In jeden Zwinger soll ein Wurf rein. Somit geht er davon aus, dass er gleichzeitig an die 80 bis 100 Welpen da hat. Auf meine Frage, wie viel Leute sich um die Welpen kümmern, ist er etwas ausgewichen und konnte mir das nicht genau beantworten.

Zwei Tierärzte sollen sich um den medizinischen Eingangscheck der Tiere kümmern (Herz abhören, Augenkontrolle, Ohrenkontrolle usw.). Die Welpen müssen dann für eine Woche in Quarantäne; erst dann dürfen sie in  den Verkauf. Eine Tierärztin, Frau Weiss, habe ich persönlich kennengelernt. Eine zweite habe ich nicht gesehen. Der Welpenbereich wird dann also gerade mal 315 Quadratmeter groß. Das heißt, jeder Welpe hat nur etwa 3,15 bis 3,93 Quadratmeter zur Verfügung. Und das auch nur bei gutem Wetter, wenn  der Außenbereich zur Verfügung steht.

Die Hunde möchte er übrigens über Ausschreibungen im Laden und über die Zeitung ausfindig machen. Gerade über die Zeitung werden aus meiner Sicht unheimlich viele Welpen angeboten, die von Massenzuchtanlagen, zum Beispiel aus Osteuropa, illegal hier nach Deutschland gebracht werden. Auf meine Frage, ob er garantieren kann, dass er solche Hunde nicht anbietet, hat er diese verneint, und sagte, dass er bestimmt dem einen oder anderen mal auf den Leim gehen werde, und dass er nicht ganz ausschließen könne, dass er auf solche Händler mal reinfällt.

Das wäre für Herrn Zajac allerdings schlecht, denn soweit ich weiß, ist es laut Tierschutzgesetz verboten, mit Hunden aus Massenzuchten zu handeln. Und wenn die Tiere illegal nach Deutschland kommen, macht man sich schließlich auch strafbar.

Geradezu lächerlich war seine Antwort auf die Frage, was er mit den Hunden macht, die sich nicht verkaufen lassen. Er gehe davon aus, dass kein Welpe länger als eine Woche da sein wird. Bei den Katzen hätte er ähnliche Erfahrungen gemacht.

Das kommt dann allerdings nicht so ganz mit seiner Aussage hin, nach der er ja davon ausgeht, dass er pro Jahr rund 1000 Welpen verkauft. Wenn er, wie angegeben, durchschnittlich 80 bis 100 Welpen vorrätig hat, heißt das ja, dass er diese 80 bis 100 Welpen pro Woche verkaufen würde, denn „leere Regale“ kann sich Familie Zajac sicher nicht leisten. Demnach würde das bedeuten, dass er pro Jahr 3840 bis 4800 Welpen verkauft. Was ist also mit den restlichen 1840 bis 2800 Hunden? Hat  sich Herr Zajac, der Unternehmer des Jahres 2010, etwa verkalkuliert oder verrechnet? Und wenn mal der eine oder andere Hund, so Zajac, sich nicht verkaufen lässt, dann ist es aus seiner Sicht immer nur eine Frage des Preises.

Welpen haben aber auf dem Wühltisch nichts zu suchen. Das verleitet die Menschen nämlich nur dazu, etwas zu kaufen, was sie unter Umständen eigentlich gar nicht wollen. Wenn mir das mit einer reduzierten Jeanshose passiert, ist das nicht weiter schlimm. Mit einem Welpen allerdings schon.

Ich habe ihn auch mit der Frage konfrontiert, dass es im Internet Aussagen von Außendienstmitarbeitern gibt, die berichten, dass Tiere „erlöst“ und „entsorgt“ werden. Dazu sagte er, dass es natürlich schon Einzelfälle von Einschläferungen aus krankheitsbedingten Gründen gegeben habe.  Ob die angestellte Tierärztin von Norbert Zajac dafür zuständig ist, weiß ich leider nicht.

Meine Kritikpunkte:

Jeder, der mal einen Welpen aufgezogen hat, weiß, wie schwierig die Balance ist, den Hund auf der einen Seite zu fördern, auf der anderen Seite aber auch nicht zu überfordern. Folgen der Unterforderung einer isolierten oder immer gleichen Umgebung können Deprivationsschäden sein. Folgen der Überforderung kann Stress sein, der dazu führt, dass die Welpen ein schwaches Nervenkostüm bekommen. Weitere Folgen von Stress können Angst, Aggressivität, Allergien usw. sein, um hier nur ein paar Stichwörter aufzuzählen. Dazu ein Literatur-Tipp: „Stress bei Hunden“, erschienen im Animal Learn Verlag.

Es stellt sich also die Frage, ob ein Zooladen dem überhaupt gerecht werden kann.

  • Eine Woche Quarantäne (isoliert in einer sehr wichtigen Lebensphase)
  • Leben auf engem Raum
  • Keine feste Bezugspersonen, wechselndes Personal
  • Und was passiert nach Ladenschluss?
  • 10.000 Besucher alleine am Wochenende, dadurch große Lärmbelästigung und viel Hektik und Stress
  • Wenig Kontakt zum Menschen
  • Kein Kontakt zur Außenwelt, in der er später schließlich leben soll

Mein Fazit:

Es gibt so viele, ganz tolle Hunde, die in Deutschland in Tierheimen, privaten Tierschutzorganisationen oder in privaten Pflegestellen sitzen, und darauf warten von dir adoptiert zu werden. Es gibt so großartige, individuelle Mischlinge und Rassehunde. Fast zu jeder Hunderasse  gibt es eine Organisation, die sich um die Vermittlung der in Not geratenen Tiere kümmert.

Und eins muss auch noch klar gesagt werden: Nicht jeder Hund im Tierschutz ist verhaltensauffällig. Viele Hunde kommen völlig unverschuldet ins Tierheim, weil ihre Besitzer gestorben sind, weil sie sich getrennt haben, weil sie das Pech gehabt haben, an den falschen Menschen geraten zu sein.

Oder geht zu einem wirklich guten, verantwortungsvollen Züchter. Und wenn ihr jetzt glaubt, dass der teurer sein wird, liegt ihr falsch. Nobert Zajac hat uns nämlich ganz stolz erzählt, dass er seine Rassekatzen teurer verkauft als ein Züchter. Und das sogar ohne Papiere.

Man sieht nur mit dem Herzen gut, heißt es in dem Buch „Der kleine Prinz“. Lassen euch also nicht blenden von sauberen und modernen Zwingeranlagen, von Tierärzten, die einen Gesundheits-Ausgangscheck anpreisen und sogar zwei Jahre Garantie auf einen Welpen anbieten, denn das ist alles andere als ein guter Start ins Leben.

Das  hat kein Hund verdient! Und wo wir schon mal bei dem Thema sind: ALLE  anderen Tiere übrigens auch nicht.

von Melanie Schneider

33 Kommentare

  1. Melanie, vielen, vielen Dank für deinen Bericht! Toll aufgeschrieben. Deiner Kritik und deinem Fazit ist NICHTS mehr hinzuzufügen. Ich kann mich nur anschließen: Bitte kauft keinen Welpen bei Zoo Zajac!

  2. Hallo Inka,

    herzlichen Dank für die Veröffentlichung, denn das Thema ist unglaublich wichtig. Viele mögen jetzt glauben, dass sie davon nicht betroffen sind, weil sie vielleicht nicht in der Nähe von Duisburg leben, und dort eh nichts einkaufen können, aber ich glaube die Zoofach-Szene hält gerade den Atem an. Herr Zajak betritt schließlich ein Terrain, welches seit vielen Jahren tabuisiert wird. Alle Augen sind auf Duisburg gerichtet, und ich bin davon überzeugt, dass der ein oder andere Einzelhändler, der über das nötige Kleingeld, den nötigen Platz und über das nötige Rückgrat verfügt, nachziehen wird.

  3. Hallo, ich dachte eigentlich, über dieses Thema wären wir mittlerweile hinaus. Leider scheint das nicht der Fall zu sein.

    Vor vielen Jahren (20? eher mehr) wollte bei uns am Ort ein Gartenmarkt/Tierbedarf ebenfalls Hunde und Katzen verkaufen und hatte im Laden Welpen ausgestellt, die natürlich Familien mit kleinen Kindern anzogen. Es hieß damals, der Markt sei in ganz Bayern etabliert und dort sei dies schon immer üblich. Ich habe daraufhin mit ein paar Mitstreitern im Verein einen Leserbrief verfasst und samt Unterschriftenliste an die Lokalzeitung geschickt. Es kamen dann einige Wochen lang sehr engagierte Briefe, ein paar wenige meinten, ob wir keine anderen Sorgen hätten, aber die allermeisten stimmten uns zu. Privat bekam ich auch einiges an Post, auch einen sehr netten Brief von einem Wissenschaftler, der seine Zustimmung ausdrückte. Auch verschiedene Tierschutzvereine begannen mit Aktionen. Nach ein paar Wochen hatten unsere Bemühungen tatsächlich Erfolg und das Geschäft nahm zumindest Hunde und Katzen wieder aus dem „Sortiment“!

    Ich drücke die Daumen, dass ihr das auch schafft!
    Liebe Grüße, Susanne

  4. b.grzywatz-dahl

    welpen im zoohandel unmöglich,hoffentlich erlebt er eine pleite
    jeder tierfreund sollte bei diesen herrn nicht kaufen

  5. Das Gefaellt mir Button Plugin waere bestimmt hilfreich. Oder habe ich es nicht gefunden?

  6. Hallo Lukas,

    Blogleser, die einen Facebook-Account haben, können jeden Beitrag bei Facebook teilen und damit „Gefällt mir! Lest doch auch mal!“ sagen. Twitter, Digg und Co. sind ebenfalls möglich. Einen Gefällt-mir-Button direkt an den Blogbeiträgen gibt es nicht. Stattdessen darf gern ein netter Kommentar hinterlassen werden.

    Alle Blogbeiträge werden aber auch auf der Facebook-Seite zum Hundeblog (http://www.facebook.com/hundeblog) veröffentlicht. Du kannst ein Fan der Seite werden und gern dort den „Gefällt mir!“-Knopf drücken.

    Viele Grüße,

    Inka

  7. Schaut mal hier:

    http://developers.facebook.com/docs/reference/plugins/like/

    Einfach den Link einfügen und auf get code klicken und im Code der Website einfügen.

  8. Aber genau das geht doch schon. Es ist bloß ein Facebook-Button (unter den Social-Bookmark-Buttons unter jedem Beitrag auf der Blog-Startseite) und kein Like-Button am Beitragsende, aber die Funktion ist dieselbe, nur dass Facebook weniger Daten bekommt.

  9. Und nun gibt es auch einen „echten“ Like-Button. Dann nutzt ihn aber bitte auch… Danke schön!

  10. Pingback:Hund um Hannover » Hunde als Massenware? Zoofachhandel Zajac in Duisburg startet Welpenverkauf

  11. Toller Artikel mit allen wichtigen Punkten.
    Hundewelpen wachsen nicht umsonst bei den Züchtern in ( meistens) liebevollen Familien auf. Diese haben und nehmen sich genügend Zeit um die Welpen richtig zu Pflegen und zu Fördern. Ich denke nicht, dass dies in einem Zoofachhandel gegeben ist.

    Zudem gibt es genug Hunde, die in Tierheimen oder Tierschutzorganisationen auf neue Besitzer warten.

    Ich finde es schade, dass Herr Zajac den Hals nicht voll bekommen kann und nun noch mit Welpen handeln will, für die er meines Erachtens nahc nciht richtig sorgen kann.

    Bitte kauft dort keine Welpen!

  12. Pingback:Hundeblog & Online Magazin zum Thema Hund & Outdoor

  13. Guten Tag Frau Schneider,

    mit Schrecken und Wut verfolge ich nun schon eine ganze Weile die Pläne von Zoo Zajac und der Stadt Duisburg. In unserer aktuellen Zeitungsausgabe „Absolut Hund Report“ haben wir darüber berichtet.

    Trotzdem kann und will ich immer noch nicht glauben, das wir in Deutschland so einen riesigen Rückschritt machen. Seit Jahren kämpfen wir gegen den Handel mit Hundewelpen und ich empfinde die Genehmigung der Stadt Duisburg, wie einen Schlag ins Gesicht.

    Andere Städte werden nachziehen, allein des Geldes wegen. Wo das hinführen wird, kann man sich mit gesundem Menschenverstand ausmalen….

    Unter o.g. Umständen und Haltungsbedingungen, werden Hunde mit problematischem Verhalten, „am Fließband“ produziert!

    Darauf gebe ich mein Wort als Hundeverhaltenstherapeutin!

  14. Pingback:Besuch bei Zoo Zajac | Design für HUNDENARREN

  15. Zurück ins Mittelalter – gibt es keine Unterschriftenaktion an der man sich beteiligen kann?
    Ansosnten – auch wenn ich weit weg bin – gibt es Adressen der Stadt an die mnan Beschwerdeschreiben richten kann. Vielleicht macht es ja die Masse
    LG Angelika

  16. Hallo,
    ich bin eigentlich auch davon ausgegangen das sich das mit dem Verkauf erledigt hatte.Toll,mal wieder geht es nur ums Geld.
    Tolle Menschen sind wir.Aber es gibt auch UNS,die Hundebesitzer,die Hundezüchter (aber nur die seriösen !!) und alle die Hunde genau so lieb haben wie ich meine zwei.WIR können was dagegen tun.
    Das was # Angelika# schreibt sollte jeden Tag direkt vor Zoo Zajac stattfinden.Jeden verdammten Tag.

    Hoffentlich wird das noch verhindert.Hoffentlich !

    LG
    Manfred

  17. Eigentlich habe ich ja gedacht das dieses Thema Geschichte wäre, aber es wird ja nun wohl doch traurige Wahrheit.
    In meiner Kindheit wurden auch Welpen in Zoofachgeschäften verkauf und ich fand es damals schon einfach nur schlimm. Auch wenn heute die Welpis nicht im Schaufenster sitzen. Ausserdem wird dann den nicht so seriösen Vermehrerns Tor und Tür geöffnet.

  18. Großartiger Bericht, liebe Melanie!

    Ich bin jeden Tag auf’s neue geschockt, wie sehr sich Profitgier zu Lasten von Tieren ausbreitet.

    Ich fürchte auch, wir können den Verkauf der Welpen dort nicht verhindern.
    Aber wir können an die Menschen appelieren:
    Bitte schauen Sie sich erstmal nach einem Hund aus dem Tierschutz um! Dort sitzen soviele, liebenswerte Hunde, die einfach nichts anderes verdient haben als einen Menschen, der ihnen ein Zuhause bietet!

    Ich selbst habe als Tierfotografin ständig mit Hunden zu tun, aber niemals – wirklich niemals – steht das Geldverdienen über dem Tier. Ich habe mir das Wohl des Tieres auf die Fahnen geschrieben und hoffe, mit meiner Einstellung möglichst viele Menschen zu erreichen.

    Bitte liebe Leute: Kauft keinen Welpen dort – trefft die Entscheidung, euch einen Hund zuzulegen mit allergrößter Sorgfalt! Haltet die Augen offen nach eurem „Herzhund“ und kauft ihn nicht vom Wühltisch!
    Auch nicht aus Mitleid – den für jeden Welpen, den ihr dort wegholt kommen zwei neue!

    Herzliche Grüße,

    Nadine

  19. @Angelika und alle: Die Tierschutzorganisation Peta organisiert immer wieder Protestaktionen gegen den Welpenverkauf bei Zajac (http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Peta-protestiert-halbnackt-gegen-Welpenverkauf-bei-Zoo-Zajac-in-Duisburg-id4645213.html) und bietet auf ihrer Website (http://www.peta.de/) ein vorgefertigtes Protestschreiben an. Bitte abschicken!

  20. Pingback:Willkommen im Blog der Lernklasse

  21. Dieser Bericht zeigt doch mal wieder das der Hund in der Masse ein Wirtschaftsgut ist. Ich kann Menschen nicht verstehen die sich dort einen Hund kaufen, aber noch weniger kann ich verstehen das Rinder, Puten, … etc, unter noch schlechteren Bedingungen gehalten werden.
    Schlussendlich kann jeder Einzelne als Käufer seinen Beitrag leisten und sich entscheiden was er möchte – einen Hund aus der Zuchtbatterie, aus der Tierheim oder Privat

    Gruss Marleen Schaumberger

  22. Andrea Bensing

    Liebe Melanie,
    herzlichen Dank für deinen Einsatz und dass du dir die Mühe gemacht hast, den Bericht über Zajac aufzuschreiben. Er liefert uns viele wertvolle „Insider-Informationen“, die wir anlässlich unserer Demo in der Duisburger Innenstadt am kommenden Samstag, 18. Juni verwenden können. SUPER und immer daran denken: steter Tropfen höhlt den Stein!

    ANDREA

  23. Claudia Sunitsch

    Hat die Stadt Duisburg durch das Drama der Loveparade nicht schon genug traurigen Ruhm erlangt?

    Dass hier auch wieder wirtschaftlich Interessen im Vordergrund stehen und nicht das Wohl der Tiere, des Lebens, ist doch klar.

    Leere Stadtkassen, hohe Arbeitslosigkeit, da kommt doch so ein Steuerzahler gerade recht und bringt Kaufkraft in Stadt!

    Ist doch egal, dass von dort schlecht sozialisierte und in der Prägephase den Müttern entrissene Hundewelpen in unerfahrene Hände verkauft werden.

    Scheinbar auch egal, was mit dem Überschuß oder Rückläufern passiert; die gehen dann bestenfalls als desozialisierte Tiere/Warenumtäusche in den Tierschutz, der kümmert sich ja schon…:((…….und wenn es arg schlimm ist, dann wird eben euthanasiert, den Grund dafür liefern die Tiere schon selber….

    Wer bezahlt eigentlich den Tierschutz???….vllt. auch wieder der Steuerzahler…?

    Herr Kajak wäscht seine Hände in Unschuld, denn was kann er schon dafür, wenn ihm die Stadt Duisburg und im speziellen das Veterinäramt das doch alles erlaubt hat……und ihm sogar noch das Konzept frei Haus liefert.

    Was für nette Menschen aber auch, die Mitarbeiter und Zeichnungsberechtigten der Stadt Duisburg!

    So was wünscht sich doch wohl jeder Unternehmer, oder?

    Herr OB Sauerland, im Namen der Menschlichkeit, gebieten Sie dem Einhalt, auch wenn Ihnen gerade übelst am Stuhl gerüttelt wird!!!!

    Wir sind alles Steuerzahler und möchten endlich mal sehen, wie sich unsere, durch Steuergelder finanzierte Obrigkeit für den Bürgerwillen einsetzt!

    …auch wenn es sich „nur“ um Tiere handelt.

    Claudia Sunitsch
    Tierschutz/Tierrecht am linken Ndrrh.

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  28. Immer noch erschreckend, dass Hundewelpen im Supermarkt/Zoofachhandlung verkauft werden. Der Bericht oben drückt ja alles aus. Was die normalen Hundekäufer sicher nicht erahnen ist, dass sie die günstigeren Kosten in den nächsten Jahren für Tierärzte und Tierpsychologen wieder ausgeben müssen.

    Es ist leider etwas still um das Thema geworden. Vielleicht kann man das mal wieder hervorholen. Und es bleibt zu hoffen, dass es nicht zu viele unternehmerische Nachahmer geben wird.

    Welpen gehören beim Züchter gekauft, nicht wie ein Stück Fleisch im Supermarkt!

    • Du hast recht, um das Thema verantwortungsvoller Welpenkauf ist es still geworden. Mal sehen: Vielleicht habe ich bald einen Anlass, darüber zu berichten… ;-)

  29. Hans Schneider

    Ach so, Hunde aus diesem Zoohandel bekommen Deprivationsschäden, Hunde aus dem Tierheim, die sogar angeblich aus Tötungen kommen, nicht!?
    Gibt einem doch sehr zu denken, hier geht es doch nur ums Geschäft, die Tierschützer (die in Wahrheit grössten Hundehändler) fürchten die Konkurrenz

  30. Wenn man einen Hund in die Familie holt, sollte man sich vorher genau Informieren.
    Da gibt es so viele „Kurzentschlossene“ die heute Lust auf einen Hund haben und sich morgen irgendwo Irgendeinen besorgen.
    Leider werden diese Tiere genau so schnell wieder abgegeben, wie sie geholt wurden.

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