Gastbeitrag: Benny ist Schweizer geworden

Von Wunstorf in die Schweiz: Benny in seinem neuen Zuhause.

Von Wunstorf in die Schweiz: Benny in seinem neuen Zuhause.

Der bildhübsche Border-Collie-Bub Benny hat ein neues Zuhause gefunden. In erster Linie dank des tollen Einsatzes von Jenny Beeskow aus Hannover. Wie Benny Schweizer geworden ist, beschreibt sie in ihrem Gastbeitrag.

Ehrlich gesagt habe ich es mir doch noch anstrengender vorgestellt. So schlimm war es dann aber gar nicht. Ich hatte mir in weiser Voraussicht am Freitag zwei Hörbücher gekauft. Damit ging die Autofahrt von Hannover bis in die Schweiz am Samstagmorgen recht schnell rum.

Jeanny, deine Vorahnung war zum Glück falsch: Benny wurde mir bis zur Autobahnabfahrt Herrenhausen gebracht. Die Fahrt verlief gut: nicht viel Verkehr auf der Autobahn. Ich bin um 6.50 Uhr losgefahren und war um 13.50 Uhr da. Nach drei Stunden haben wir eine kleine Pause gemacht und sind eine Runde gelaufen. Dann haben wir noch kurz in Baden-Württemberg getankt. An einer Shell-Tankstelle mit Tankwartservice. Die Frage des Tankwarts, ob er für mich tanken soll, habe ich noch verstanden. Den Rest leider nicht mehr. Ist das noch Deutsch, was die Schwaben sprechen?

Silvia hat uns bei der Ankunft erstmal allein begrüßt. Ihr Lebensgefährte kam kurze Zeit später und wurde von Benny wie ein alter Bekannter begrüßt. Nichts von seiner sonst üblichen Zurückhaltung! Silvia war eine von mehreren Interessentinnen für Benny – die, bei der alles gepasst hat. Einziger Nachteil: Silvia lebt in der Schweiz, Hunderte Kilometer von Hannover entfernt. Sie hatte sich in das Foto von Benny verguckt. Bei der für die Vermittlung üblichen Vorkontrolle gab es nichts zu beanstanden. Also entschied ich, dass Benny Schweizer werden soll.

Wir sind dann eine große Runde gelaufen in der echt wunderschönen Umgebung. Ein Bach führt durch die Landschaft, überall Wiesen und Felder. Überall sind von Bibern angefressene Bäume zu sehen, Enten schwimmen glücklich umher, Rehe springen übers Feld, kurz: Spikeys Traum, mein Alptraum. Benny allerdings hat auf dem ersten Spaziergang schon gut auf Silvia und ihren Freund gehört.

Ein schöneres neues Zuhause hätte Benny nicht finden können.

Ein schöneres neues Zuhause hätte Benny nicht finden können.

Nach dem Spaziergang gab es Kaffee, und wir haben uns viel und gut unterhalten. Abends haben wir es uns auf dem Sofa gemütlich gemacht mit der schweizerischen Ausgabe von „Das Supertalent“. Benny hat nachts dann bei Silvia recht ruhig im Schlafzimmer geschlafen. Morgens sind wir dann eine große Runde zum Bäcker gegangen und haben sehr leckere, handgemachte Brötchen besorgt. Allerdings habe ich noch nie erlebt, dass man 13 Euro beim Bäcker für Brötchen, Brot und eine Zeitung ausgeben muss.

Nach dem ausgedehnten Frühstück habe ich mich dann mittags wieder auf dem Weg gemacht. Spikey und ich waren abends um sieben nach sechsstündiger Fahrt wieder zu Hause. Es trotz des vielen Autofahrens ein schönes Wochenende. Ich habe Benny guten Gewissens dort gelassen und denke, dass er dort einen tollen Platz hat.

Danke, Silvia (zufällige Namensdopplung, nicht alle Schweizerinnen heißen Silvia), dass du die Vorkontrolle übernommen hast. Und danke, Jeanny, für die tollen Bilder von Benny für die Vermittlungsseite. Ohne eure Hilfe wäre Benny nicht so schnell vermittelt worden.

Jenny Beeskow

Benny wurde vermittelt über die ABCDTierschutzinitiative „Border Collie in Not“.

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