Bleib verrückter!

Meine Kleinste ist vorige Woche sieben Jahre alt geworden. Eigentlich ist sie gar nicht meine Kleinste, sondern sogar der größte Hund in meinem Rudel. Wenn man hinten Maß nimmt. Misst man korrekt, dürfte sie so groß wie Pitú sein, mein Großer. Mit „Kleinste“ meine ich also Jüngste. Sieben. Im Schnitt ist jeder meiner Hunde nun zehn Jahre alt. Und mein Rudel darf damit als Vorgeschmack auf den demographischen Wandel in Deutschland betrachtet werden.

Bildhübsch und rotzfrech: Whisky. (Foto: Uwe Jannssen)

Bildhübsch und rotzfrech: Whisky. (Foto: Uwe Janssen)

Wenn die Beoabachtungen an meinem Plüschquartett stimmten, sind die Folgen der Überalterung gar nicht so dramatisch wie befürchtet. Die Voraussetzung dafür ist jedoch, dass die Überalterten keine Ahnung davon haben, dass sie alt sind. Pitú ist zwar bereits 14, aber gefühlte sechs. Grappa ist zwölf und mittlerweile taub, aber benimmt sich immer noch so, als frühstücke sie täglich mindestens einen Clown. Skipper ist (noch) sieben – und so fit wie ein Hund nur sein kann.

Und Whisky, nun ja, sie ist so verrückt, dass sie niemals erwachsen werden wird. Ich wünsche mir, dass das so bleibt. Und auch andere hoffen das. So wünschte Denise meinem Whiskytier: Bleibt, wie du bist, oder noch ein wenig verrückter! Dieser Wunsch gefällt mir so gut, dass ich diesen Blogbeitrag so genannt habe.

Mitte September durfte Whisky erstmals an einem Hüteseminar teilnehmen. Maria Koch hatte es im Museumsdorf Hösseringen in der Lüneburger Heide organisiert. Ausbilder war der amtierende Deutsche Meister Hans-Jürgen Werbke. Dass Whisky mitmachen durfte, verdankt sie dem Zwingerhusten, der gerade unter Hunden in Hannover grassierte. Der erwischte nämlich auch Gyp von Ina. Und so lieh sich Ina mein Häschen für das Hüteseminar.

Whisky beim Hüteseminar in der Heide: Auf dem schwierigen Gelände mit den flitzigen Schafen hatte Whisky am Anfang erst mal Spaß pur. (Foto: Nicole Götze)

Whisky beim Hüteseminar in der Heide: Auf dem schwierigen Gelände mit den flitzigen Schafen hatte Whisky am Anfang erst mal Spaß pur. (Foto: Nicole Götze)

Später zeigte Whisky dann, dass sie auch langsam hinter Schafen hergehen kann. (Foto: Nicole Götze)

Später zeigte Whisky dann, dass sie auch langsam hinter Schafen hergehen kann. (Foto: Nicole Götze)

Ich bin so froh, dass Ina Whisky an den Schafen trainiert, denn ich selbst habe in diesem Sommer einmal mehr das Schafehüten aufgegeben. Nicht, weil Whisky es nicht könnte, sondern weil ich mich nach wie vor extrem dämlich anstelle und mich mehr aufs Stolpern über die Weide konzentriere als auf die Ausbildung meines Hundes. Die hat nun erst mal Ina übernommen. Allerdings hoffe ich schon, dass ich selbst bald wieder mit Whisky an die Schafe gehen kann.

Hans-Jürgen war durchaus angetan von meinem irren Häschen. Er fragte mich, wie alt Whisky sei: „Drei oder schon vier?“ Die Summe seiner Schätzungen ist korrekt. Aber Alter ist doch irgendwie relativ!

5 Kommentare

  1. Super hübsches Gesicht, deine Whiskey!

  2. Ja, Whisky ist nicht nur hübsch, sondern wunderschön! So wach und feurig wie sie blickt! Besonders freuen mich die Fotos, die sie beim Hüten zeigen. Endlich hat sie ihr Lebensglück gefunden!! Das freut mich riesig!!!

  3. Bildhübsch kann ich nur unterstreichen.
    Ein tolles Bild.

  4. Pingback:An der Leine – Hundeleben in Hannover » Feierkekse!

  5. Hallo Inka,
    ich denke nur an die gemeinsame Veranstalung im „Schloss“
    Hat viel Spass gemacht. Ich hoffe, wir sehen uns diese Jahr wieder und finden diesesmal mehr Zeit, uns über Border Collies aus-zu-tauschen.

    Viele Grüße
    H.P.Schaarschmidt

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