Die Geschichte vom Apfelkuchen

An diesem Karfreitag jährt sich die Apfelkuchengeschichte zum sechsten Mal. Es ist eine meiner absoluten Lieblingsgeschichten.

Die Geschichte vom Apfelkuchen geht so:

Es war einmal eine Border-Collie-Hündin, die wurde „Maus“ genannt, weil sie als Welpe der kleinste Hund im Wurf war und immer von ihren Geschwistern geärgert wurde. Der Züchter verkaufte die Maus zum Schnäppchenpreis an zwei Studenten. Die nannten die Maus „Grappa“, weil die Anschaffung eines Border Collies eine Schnapsidee war (…)

Diese Zeichnung von Grappa hat Janiene aus Oldenburg gemacht.

Die Grappamaus ist mmer fröhlich und zu jedem Streich bereit - diese Zeichnung hat Janiene Heller aus Oldenburg gemacht.

(…) Fortan war die schwarz-weiße Hündin mit den etwas zu kurzen Beinen, dem viel zu kurzen Unterkiefer und den riesigen Ohren die „Grappamaus“. Als Grappamaus sechs Jahre alt geworden war, begann ihr Frauchen im Internet ein Tagebuch zu schreiben. Das Wort „Blog“ gab es damals noch nicht.

Zwei ganz frühe Einträge in Grappas Tagebuch erzählen die Apfelkuchengeschichte. Dies sind die alten Tagebucheinträge – geschrieben aus der Sicht von Grappamaus.

Sonnabend, 10. April 2004

Ich habe schon wieder was angestellt, sagt Frauchen. Sie fand meine Idee, die Nachbarn zu besuchen, gar nicht witzig. Dabei scheint es ihr nicht allein um die zehn Euro zu gehen, die sie nun bezahlen muss. Allein die Tatsache, dass ich dem Apfelkuchenduft gefolgt, dabei über den Zaun gesprungen bin und das zum Auskühlen aufgestellte Hausfrauenerzeugnis verputzt habe, hat Frauchen verärgert. Nun, die Nachbarn haben mich erwischt, ich bin über das Gartentor zurückgesprungen – und dachte, dass vielleicht keiner rausbekommen würde, dass ich es war. Aber ich bin die Einzige, die kein Alibi zur Tatzeit hat. Zudem hatte ich als Einzige im Rudel die Möglichkeit zum Kuchendiebstahl, weil ich allein auf dem Hof war zur fraglichen Zeit. Mist! Künftig, sagt Frauchen, darf ich nur noch an der Hofleine allein auf dem Hof laufen.

Montag, 26. April 2004

Frauchen hat das wirklich ernst gemeint: Ich darf ohne Aufsicht nicht mehr frei auf dem Hof rumlaufen. Bis heute hat sie meine sportliche Leistung – die Überwindung des 1,60 Meter hohen Gartentores nach der Aufdeckung des Apfelkuchendiebstahls – nicht richtig gewürdigt. Dabei lachen sonst immer alle über meine kurzen Beine!

Nun, die Nachbarn können bis heute nicht über den geklauten Apfelkuchen lachen. Sie grüßen mich seitdem jedenfalls nur noch, wenn es sich gar nicht vermeiden lässt. Ich selbst kann über den geklauten Apfelkuchen immer wieder lachen – und über alle anderen Kuchen, die Grappamaus noch ergaunert hat.

In diesem Monat wird meine Maus zwölf Jahre alt. Ich denke, dass sie für einen frischgebackenen Apfelkuchen immer noch über den Zaun hüpfen könnte wie ein junges Reh. An der Hofleine musste sie dann aber damals doch nur einige lang Wochen laufen. Und an jedem Karfreitag!

5 Kommentare

  1. Also ich kann über den geklauten Apfelkuchen auch lachen :-)
    Eure Nachbarn sind ja ziemlich humorlos ;-)
    Und Du Inka, weisst, was die Maus zum Geburstatag bekommt!
    Einen selbstgebackenen Apfelkuchen! :-)

  2. Juhu! Da ist ja mein Bild ;-)
    Aber meine Website verlinken war nicht drin? Wie schade ;-)

  3. Ja ja man ist hier als nicht Border Mensch nicht verlinkt, das habe ich auch schon festgestellt. Schade schade.
    Trotzdem nette Hundegrüße von den kleinen Rattenfängern

  4. Ja herzlichen Dank auch, von mir und dem Rest der Bande.

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