Das große Brüten beginnt wieder

Morgen noch. Ab dem 1. April herrscht dann Leinenzwang. In Hannover. In ganz Niedersachsen. Kein Scherz. So will es das Niedersächsische Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung (NWaldLG). An diesem Donnerstag beginnt nämlich wieder die Brut- und Setzzeit. Die Begründung für die generelle Anleinpflicht: Da sich jegliches Wildtier überall in der freien Natur zu brüten und zu setzen gedenken könnte, müssen Hunde überall an der Leine geführt werden. Katzen allerdings nicht.

Nun, prinzipiell sehe ich es ein, dass Wildtiere während der Brut- und Setzzeit geschont werden müssen. Doch warum müssen Hunde auch dort angeleint werden, wo überhaupt kein wildes Tier am Boden brütet? Wie auf der Alten Bult zum Beispiel. Schon seit einigen Jahren will die Bultgeschnupper-Initiative um Ralph Ludwig, Sandra Bruns und Andrea Niebisch erreichen, dass die Alte Bult vom 1. April bis 15. Juli als Hundefreilauffläche freigeben wird.

Argumente für diese Forderung liefert ein Gutachten über die Auswirkungen bestimmter restriktiver Haltungsbedingungen (permanentes Führen an der Leine, kleine Freilaufgebiete) auf das Hundeverhalten von Barbara Schöning. Darin steht schlussendlich: Ein genereller Leinenzwang für Hunde ist aus ethologischer Sicht abzulehnen und somit tierschutzrelevant.

Zum Glück finden jetzt endlich auch die CDU und die SPD im Rat der Stadt: Hannover soll ein Herz für Hunde zeigen. Mit mehr Kotbeutelautomaten allein gelingt das nicht, liebe Ratsleute. Tüten haben wir Hundehalter eh‘ dabei, wenn wir mit unseren Hunden in der Stadt unterwegs sind. Wir wollen Freilaufflächen für unsere Hunde. Schnell, bitte.

Ich habe vorhin mal die Flexileinen zusammengesucht. Alle vier, die sich in meinem Hundeleben bei mir angesammelt haben. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, wie ich damit mein Plüschquartett ausführen soll. Schon in den vergangenen beiden Jahren mit nur drei Hunden an 10-Meter-Leinen war ich vielfach Zeuge der Schöpfung neuer Makramee-Muster, von denen die Erfinder dieser Knüpftechnik im Orient nicht mal träumen konnten.

28 Kommentare

  1. Hallo Inka,
    ich stelle mir gerade bildlich vor, wie Du mit 4 Hunden an der Flexi Gassi gehst. :-) Da mach bitte mal ein Foto, damit wir alle lachen können.

    Bei uns ist schon im März oft die Leine dran, denn die Hasen, Kaninchen und Rehe sind bereits vor dem 1.4. aktiv. Und damit die nicht verschreckt von einem goldigen Hund gejagt werden, achte ich schon vorher drauf. Und wenn das jeder Hundebesitzer mit Jagdproblem machen würde, könnten alle nichtjagenden Hunde frei laufen. Meiner Freundin würde das auch helfen, der Hund weiß überhaupt nicht, wie jagen funktioniert.

    Also auch ich bin zumindest für Freilaufflächen, die auch ind er Brut- und Setzzeit freigegeben sind. Nicht überall brütet es.

    LG
    Tanja

    • Ach, Tanja, du hast ja so recht! Ich ärgere mich auch über die wenigen doofen Hundebesitzer, die uns vielen, die vernünftig mit Hunden umgehen und dabei Rücksicht auf Wildtiere, Jogger und alle anderen nehmen, das Leben schwer machen.

      Meine Makramee-Studien werde ich im Foto festhalten. Versprochen. Tatsächlich habe ich mit drei Hunden mal das Flechten angefangen…

      @Katzenschützer: Ich habe herzlich gelacht. Sie haben offenbar nicht verstanden, dass ich mich in meinen Blogbeiträgen kolumnenhafter Stilmittel bediene, polarisieren und auch nicht immer ernst genommen will… Diskutieren will ich hier gern, aber nur mit Menschen, die ich mit Namen ansprechen kann. Ich hoffe im Übrigen, dass unsere Katzen hier nicht mitlesen. Am Ende denken die noch, dass ich sie nicht leiden kann.

      @Antke: Danke!

      Dann ist das fröhliche Diskutieren hiermit eröffnet ;-)

      Viele Grüße,

      Inka

  2. Ein Katzenschützer

    Was soll dieser dümmlich-neidische Hund-Katze-Vergleich? Sollen Katzen etwa „fairerweise“ auch angeleint werden, damit sie keine „Rehe“ reissen? Das Beutespektrum frei laufender Katzen ist im Gegensatz zu dem der Hunde zudem nur sehr begrenzt, und sie schaden laut einer seriösen englischen Studie NACHWEISLICH nicht der heimischen Vogelpopulation. Die einzigen, die das trotz wissenschaftlicher Widerlegung immer noch behaupten, sind Jäger und Katzenhasser. Und davon gibt es selbst unter den Haltern von Hunden noch genug … die sind dann in ihrer Begrenztheit auch noch stolz, wenn ihr „Wotan“ ein acht Wochen altes Kätzchen gekillt hat. Echte Tierfreunde eben!

    Die primäre Beute für Katzen sind und bleiben Mäuse, und davon gibt es jetzt im Frühjahr wieder so viele, dass auf andere, schwerer erreichbare Beutetiere gar nicht erst Jagd gemacht wird. Katzen hetzen ihre Beute auch nicht zu Tode, so wie Hunde es tun! Und bei ihnen wird auch kein anankastischer Jagdtrieb ausgelöst, wenn irgendetwas Lebendiges „flüchtet“. Es ist u.a. eben auch diese raumgreifende Hetzerei, die als Massenphänomen (!) in der Brutzeit für Unruhe sorgt und die Brutpflege nachhaltig stört.

    Die oben erwähnte Studie hat ergeben, dass auf etwa 1000 gefangene Mäuse ein einzelner „Fremdfang“ kommt. Das kann dann auch schon mal ein Maulwurf oder eine Schlange sein und nur selten ein Vogel. Selbst für eine einzelne Maus muss eine Katze durchschnittlich zehn vergebliche Jagdversuche unternehmen, bis sie letztendlich Erfolg hat.

    Die größten Nesträuber sind die niedlichen Eichhörnchen und die weniger beliebten Marder, ebenso andere Vögel, wie etwa Habichte, Falken oder Bussarde – also Raubvögel. Die Katze spielt in diesem Ranking der „Vogelkiller“ nur eine unbedeutende Rolle – und geht sowieso nicht ins Dickicht des Waldes! Ihre Jagdgebiete sind überschaubare, niedrige bewachsene Wiesen und Felder. Und dort – ungeschützt – brüten so gut wie keine Tiere.

    Informieren Sie sich also besser erst, bevor Sie leichtfertig implizieren, dass auch Katzen schädlich für bestimmte Ökosysteme sind – nur weil dies tatsächlich auf Hunde zutrifft! 350.000 von Jägern jährlich getötete Hauskatzen sind so oder so schon zu viel. Da braucht es nicht auch noch einen Blog, der durch die Verbreitung von negativen Klischees Hundehalter gegen Katzenhalter ausspielt.

  3. @ Katzenschützer
    Der kurze Nebensatz mit den Katzen ist glaub so zu verstehen, das Katzen sich eben in ihrer Freiheit nicht einschränken lassen.
    Sprich keine Flexileinen für den Kater…

    Ich hätte gern den Link zur Studie, damit ich mir selbst ein Bild machen kann. Danke!

    Die Zahl der getöteten Hauskatzen hingegen ist rein spekulativ, da es darüber kaum gesicherte Daten gibt!
    Sowas würde ich hier nicht einfach so in den Raum stellen…

    Und wer, wen, wann, wo mehr stört ist in diesem Zusammenhang auch rein spekulativ und hängt von der Gegend und ihren „Bewohnern“. Das kann man nicht pauschalisieren.

    Vielleicht können wir uns darauf einigen, daß ein Rehkitz oder ein Junghase in der Natur leben und sich dort nicht zum Vergnügen aufhalten, so wie es die meisten Menschen, Hunde und Katzen tun.

    Man sollte Rücksicht auf Wildtiere nehmen
    und wenn es nur wenige Monate im Jahr sind…

    Antke
    die mit Hunden und Stubentiger friedlich zusammenlebt ;-)

  4. http://www.tierundnatur.de/katz-chu.htm

    @ katzenschützer:
    Hier eine Studie aus England, die doch glatt das Gegenteil behauptet ;-)

    Nichts für ungut

    Antke

  5. Hm, in welche Kategorie fallen denn jetzt unsere Papillons ( Kampfgewicht ca. 2,5- 3 kg) ?
    Rehe reißen sie gewiss nicht- eher Mäuse…
    An die Leine müssen sie trotzdem weil sie offiziell als Hund geführt werden- zumindest sagt das die Hundesteuer. Besitzer von großen Hunden sagen “ das sind keine Hunde“ …. bin gespannt was der Jäger sagt wenn ich ihn zum ersten mal im Feld treffe – ob ich ihm glaubhaft versichern kann, das die nur mit Batterie laufen?????
    @ Antke- ich möchte jetzt nicht die Jäger angreifen ;-)

    • Hi Denise,

      Der 5-kg-Hund meiner Mutter wird 17 Jahre alt nächste Woche, er ist fast taub und ziemlich blind. Wenn er losrennt, was er nicht mehr häufig tut, kann man ihn mittlerweile mit zügigem Schritt einholen. Er geht jetzt auch an der Leine spazieren – damit er nicht verloren geht;-)

      Viele Grüße,

      Inka

  6. Heike Fröchtling

    @ Denise: Herrlich, diese Batterie-Idee!!!

    @ Inka: Als Tino in seinem mehr-tot-als-lebendig-Stadium es wagte, zwischen meinem (damals noch) Mann und mir hin und her zu laufen (10 Meter ohne Leine, und was heißt hier überhaupt „laufen“?), fühlte sich ein Bauer und gleichzeitig Jagdpächter bemüßigt, 250 m quer über den tiefen Acker zu stolpern und dieses unrechtmäßige Verhalten unter wüsten Androhungen rechtlicher Konsequenzen zu unterbinden. Schade, dass der Hund schon blind und taub war … „gesund“ hätte der sich die Drohgebärden mir gegenüber niemals verteidigungslos gefallen lassen.

    @ alle: Auch wenn mir die Bult zu weit weg ist, ich würde euch von Herzen gönnen, dass mal die Vernunft über die Bürokratie siegt! Ich frage mich hier auch, warum meine Hunde (passionierte Mäusejäger) im Steinberg nicht freilaufen dürfen, wohl aber hunderte (!) Erholungssüchtige Hildesheimer, wo doch hier das Wild ohnehin hinter Drahtzäunen gehegt wird. Und da, wo „nur“ Wiese ist, brütet garantiert nichts, bei den täglichen Völkerwanderungen!

  7. Katzenschützer

    @Antke:
    Wenn man schon Sekundärquellen aus einem kursorischen Medium zitiert, dann sollte man diese wenigstens verstanden haben! Zum einen bezieht sich die von Ihnen angeführte Magisterarbeit nur auf ein regionales Vorkommen von Haussperlingen (!) und zum anderen wird bei den Fallzahlen nicht zwischen Haus- und Wildkatzen unterschieden. Aber selbst WENN diese Magisterarbeit wissenschaftlich valide wäre, würden die darin genannten Zahlen meinen Ausführungen nicht widersprechen. Haben Sie überhaupt mitbekommen, worum es primär geht? Und können Sie zwischen Kausalität und Korrelation unterscheiden?

    [Wenn zehn Prozent der Beute von Katzen Vögel sind, reduzieren Katzen dann den Bestand von Vögel um zehn Prozent?]

    Natürlich jagen Katzen Vögel, aber sie gefährden weder deren Bestand noch gehören sie zu deren maßgeblichen Jägern. Der Vogelbestand wird durch andere Tiere wesentlich stärker dezimiert. Ich habe die Greifvögel, und Nesträuber wie das Eichhörnchen, schon genannt. Selbst Raben fressen Kleinvögel – wussten Sie das etwa schon? Sicherlich nicht!

    Dass Sie sich mit Ökosystemen, Habitaten und analytischem Tierschutz offenbar noch nicht befasst haben, zeigt sich auch darin, dass Sie die Zahl der getöteten Hauskatzen als Spekulation abtun – und mich sogar selbstherrlich zur Vorsicht mahnen. Aber zu Ihrer Information: Es ist der Deutsche Tierschutzbund, der diese Zahlen offiziell ausgegeben hat! Sie basieren auf den OFFIZIELLEN Angaben der Jagdverbände plus einer wahrscheinlichen Dunkelziffer, da nur die wenigsten Abschüsse von Jägern tatsächlich zugegeben werden. Die Initiative Jagdgefährdeter Haustiere e.V. geht sogar von 400.000 durch Jäger getöteten Hauskatzen aus. Es handelt sich dabei keinesfalls um „ungesicherte“ Daten, wie Sie behaupten!

    Aber davon unberührt bleibt die Tatsache, dass freilaufende Hunde einen gro0en Schaden bei jetzt in der Brut und Aufzucht befindlichen Wildtieren anrichten – u.a. auch, indem sie quer durchs Unterholz stöbern, die Wildtiere aufschrecken und deren Brutpflege nachhaltig stören! Es muss schließlich nicht immer gleich die große „Hasenjagd“ sein!

    Und eines noch zum Schluss: Ihre Reaktion zeigt sehr deutlich, dass ich mit meiner Kritik über das Ausspielen von Hunde- gegen Katzenhalter absolut recht habe. Denn was bezwecken Sie eigentlich damit, wenn Sie meine Aussage durch das verlinken einer „Studie“ vermeintlich „widerlegen“? Was haben Sie oder ihr Hund davon, wenn Sie Katzen als (doch) schädlich darstellen? Ist das schädliche Verhalten der Hunde denn etwa weniger schlimm, wenn AUCH Katzen schädlich sind (sein sollen)? Es gibt dort einfach keine Korrelation!

  8. Katzenschützer

    @Inka Burow:
    Mein Realname geht Sie nichts an und ist für eine inhaltliche Auseinandersetzung auch nicht notwendig. Dass Sie zudem mit der Behauptung, über meinen Kommentar „herzlich gelacht“ zu haben, selbigen abwerten und mit Ihren „Katzen, die denken könnten, dass Sie mich nicht leiden können“ noch unsachlicher und persönlicher werden als Sie ohnehin schon sind, wirft ein passendes Licht auf Sie und Ihre professionellen Fertigkeiten zurück. Es schmeichelt Ihnen allerdings nun wahrlich nicht …

    Zur Sache: Wie ich in meinem Kommentar an Antke schon schrieb, gibt es keine sachlich zwingende Korrelation zwischen Hunden und Katzen. Wie – oder warum – kommen Sie also darauf, einen Vergleich herstellen zu müssen? Zitat: „[…] müssen Hunde überall an der Leine geführt werden. Katzen allerdings nicht.“ Welche zwingend wechselseitige Beziehung besteht denn zwischen Hunden und Katzen, das letztere auch erwähnt werden müssen, wenn Hunde während der Brutzeit von Wildtieren an der Leine geführt werden sollen? Müssen demnächst dann etwa auch Hunde im Haus bleiben, wenn Katzen zur Hauptbrutzeit von Vögeln Ausgangssperre haben? An diesem Beispiel werden Sie ja wohl erkennen können, dass überhaupt kein sachlicher Zusammenhang besteht.

    Ich war lange Jahre im Tierschutz aktiv und kenne das Neidgepampe vieler Hundefreunde nur zu gut, warum ihre Lieblinge an die Leine müssen, während diese doofen Katzen überall frei herumlaufen dürfen. Schließlich bezahlt man ja auch Steuern … NEID ist ein unglaublich starkes Gefühl, das zu irrationalen Ansichten bis hin zu ungerechtem Denken und Handeln verführt! Das muss so manchem Hundefreund, mancher Hzndefreundin aber erst mal bewußt gemacht werden!

  9. Moin, Katzenschützer!
    Auch jetzt lache ich wieder herzlich und frage mich weiter, wer hier was versteht oder nicht verstehen will…
    Fakt ist: Ich kann Ihre Kommentare mit einem Klick löschen – und das werde ich ab sofort tun, weil ich Ihre Unhöflichkeit, auf Anonymität zu bestehen, nicht dulden will. Und auch nicht muss.
    Frohe Ostern!
    Inka Burow

  10. Hallo Inka,

    das nenn ich Courage!! Die hat dem Typen gefehlt-Feigling!!!!

    Viele Grüße
    Hanke

  11. Ach ja es ist immer wieder doll zu sehen wie sich manche Menschen so ereifern können. Es ist immer wieder lustig!!!!
    Wir waren heute mit 6 Hunden in der Feldmarkt und keiner war angeleint außer als wir über die Straße mussten. Es hat aber auch keiner den Feldweg verlassen. Also in diesem Sinne viel Spaß beim Gassigehen und viel Spaß beim Eier sammeln.

    Österliche Grüße von den kleinen Rattenfängern

  12. Diskussionen sind ja schön und gut, manchmal hilfreich und auch mal lustig. Aber die Beiträge von Katzenschützer sind beleidigend und gehen unter die Gürtellinie. Nach den ersten Sätzen hat man doch keine Lust mehr, weiter zu lesen.

  13. …und sein Studie ist er auch schuldig geblieben!
    *achselzuck*

    Der hat sich ja sogar über Sachen aufgeregt, die ich/wir nie so geschrieben haben…
    Naja lassen wir ihn ziehen.

  14. … nicht ärgern, sondern wundern, ist da meine Devise.

    Ich bin am Karfreitag bei meiner morgendlichen Joggingrunde schon gleich von zwei Jagdpächtern kontrolliert worden. Witzig finde ich immer, dass die denken, die Leine fehlt. Mit ihrem Auto in meine Richtung über den Feldweg rasen, um dann festzustellen, dass die Schleppleine so lang ist, dass sie auf dem Boden schleppt. ;-) Mein persönlicher Triumph.

  15. Ich hoffe, dass diese Diskussion ein weiterer Stein auf dem Weg zur Abschaffung dieser unseeligen Bestimmung ist. Ironiemodus an: Klar brauchen Katzen während dieser Zeit nicht unter Aufsicht- warum auch? Schließlich plündern sie die ganze Brutsaison hindurch Vogelnester- also auch außerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Zeiten. Ironiemodus aus.
    Wildernde Hunde sind natürlich das ganze Jahr über(!!) nicht zu tolerieren, aber eine Verhältnismässigkeit sollte doch gewahrt werden- welcher Mops hat schon einmal in seinem Leben ein Reh erschreckt oder gar erlegt?
    Wie so oft trifft man mit dieser Vorschrift wieder überwiegend die Falschen,nämlich die Hundehalter, die sich Gedanken um Erziehung ihres Hundes machen. Wer seinen jagdlich ambitionierten Hund nicht im Griff hat und keine Anstalten macht, das zu ändern, der wird auch Mittel und Wege finden, diese Vorschrift zu umgehen. Leider trifft dieses Fehlverhalten dann wieder ALLE Hundehalter.
    Auf Flächen, die stark begangen oder eben auch befahren werden, auf denen militärische Übungen abgehalten werden, auf Feldern, die in dieser Zeit mit Düngemitteln oder Insektiziden gespritzt werden- da brühtet oder setzt sowieso nichts mehr…..
    LG Ingrid

  16. Klasse Blog! Wie konnte es sein, dass ich das erst jetzt entdeckt habe? Wirklich sträflich! Bin ganz sicher nicht zum letzten Mal hier gewesen! :-)

    Jaja, die liebe Brut- und Setzzeit. Ich habe zwar kein Problem damit, meine Hunde in der Zeit an der (laaaangen) Leine laufen zu lassen (ich räume auch wo es geht die Häufchen weg, lasse meine Hunde keine anderen Hunde bedrängen oder Menschen belästigen), doch was nutzt das, wenn es genug Idioten gibt, die sich an keinen Leinenzwang der Welt halten, deren frei laufende Hunde dann die Angeleinten belästigen und die darüber hinaus das Bild des Hundehalters an sich in der Öffentlichkeit prägen?
    Eben.

    Aber zum Glück stelle ich jedes Jahr auf’s Neue fest, dass wir die Zwangsanleinzeit rückblickend doch ziemlich entspannt rum gekriegt haben. :-)

    • @Catharina: Der Hundeblog ist erst vor drei Wochen live gegangen – und wurde bisher nicht mal vom Google-Robot gefunden. Du gehörst also zu den frühen Bloglesern;-)
      Ansonsten stimme ich dir zu: Im Nachhinein ist die Leinenzwangzeit immer gar nicht so schlimm gewesen.

      @Ingrid: Wie wahr, wie wahr!

      @Heike: Ich war gestern im Überlaufbecken der Innerste in Hildesheim spazieren – dort wird der Freilauf offenbar ständig geduldet.

      @all: Ich werde mich heute Abend noch mal zum Thema auslassen… (@Tanja: Es gibt erste Fotos vom Hundeleinen-Makramee mit vier Hunden von meiner Joggingrunde am Karfreitag.)

      Bis dahin, Inka

  17. Heike Fröchtling

    @ Inka: NEIN!!!!! Niemals nicht am Überlaufbecken!!!! Da hattest du nur Glück, genau DORT schickt die Stadt allen Ernstes Politessen (oder wie die Knöllchenverteiler bei Hunden auch heißen mögen) hin! Woanders wirst du wenigstens nur von besserwisserischen Spaziergängern angesprochen oder schlimmstenfalls von einem Jagdpächter, das kostet aber nichts.
    Und übrigens, wenn du nochmal am Überlaufbecken unterwegs sein solltest, ich wohne etwa 5-10 Minuten Fußweg weit weg.

  18. Heike Fröchtling

    Ach, und was ich noch vergessen habe: Das Baden der Hunde im Hohnsensee ist bei Todesstrafe verboten – warum auch immer. Meine Hunde pinkeln nicht rein, bei den meisten Menschen bin ich mir da nicht sicher…

    Lieben Gruß von Heike, deren Hunde noch nicht den Punkt der Resignation erreicht haben, sondern sich immer noch wundern, warum sie denn gar nicht von der Leine dürfen

    • @Heike: Bei „Todesstrafe“ verboten? Erschossen wird doch sicher keiner, der widerrechtlich badet. Ich verstehe aber, was du sagen willst. Bei uns in der Ecke gibt es zum Glück einen See, in dem Menschen und Hunde gemeinsam fröhlich plantschen dürfen.

  19. Inka du warst in Hildesheim? Mönsch…..Soweit mir bekannt ist (aus Erzählungen anderer Hundehalter) wird das Freilaufen im Überlaufbecken geduldet, es gab da meine ich auch mal ein Gerichtsurteil, das einer Hundehalterin recht gab.
    Was ich bemerkenswert finde ist, dass andere Bundesländer ohne Brut-und Setzzeit auskommen und es dort trotzdem noch ungerissenes Wild gibt. Es wäre doch zumindest schön, wenn es Befreiung von der Leinenpflicht bei nachweislicher Führbarkeit des Hundes in Form von Hundeführerschein o.ä. gäbe….oder eben tatsächlich alternativ Freilaufgebiete, die auch verdienen diesen Namen zu tragen, sprich, etwas größer als ein halbes Fussballfeld sind.
    Und Inka..hast du mal den Link zur Studie von Barbara Schöning, die hatte ich neulich nämlich schon gesucht.

    LG Steffi

  20. @Steffi: Ich hatte die Studie von Barbara Schönung nicht mehr im Netz gefunden. Jetzt habe ich noch mal gründlicher gesucht – und sie im Beitrag verlinkt. Einfach anklicken.

  21. Dankeschön!!

  22. ich bin nicht so intiligent.kein hund jagt wenn das herrchen aufpasst. in der brutzeit muss herrchen oder frauchen besonders gut aufpassen.wenn sie das nicht können sollten sie sich katzen anschaffen!

    • Mit Verlaub: Die Bemerkung, dass kein Hund jage, wenn Herrchen (oder Frauchen) aufpasst, ist dumm. Dazu kommt: Hunde dürfen auch außerhalb der Brut- und Setzzeit nicht jagen. Der Leinenzwang zurzeit soll vor allem verhindern, dass die Wildtiere so wenig wie möglich gestört werden.

      Ich akzeptiere den Leinenzwang. Für unsinnig halte ich ihn nur dort, wo gar keine Wildtiere bei der Aufzucht von Jungen gestört werden können durch freilaufende Hunde.

      Viele Grüße,

      Inka

  23. Wir wollen nicht vergessen, dass es noch andere Interessen gibt. Überhaupt nicht berücksichtigt wird bei dieser Diskussion der an die Alte Bult grenzende Reiterhof.

    Jedem Hundeliebhaber möchte ich liebend gerne das Gefühl eines durchgehenden Pferdes vermitteln, dass von einem streunenden Hund verfolgt wird. Probiert es einmal aus, es ist vielleicht der besondere Kick, den ihr schon immer gesucht habt! Mir hat es nur einen Knochenbruch eingebracht; dieses mal ist es noch nicht der Hals gewesen.

    Es gibt viele gut ausgebildete Hunde und Rücksichtsvolle Besitzer. Leider gibt es aber zu viele unerzogene Gelegenheitsstreuner, deren Besitzer nur in einer Gruppe zum Klönen zusammen stehen und deren Hunde unkontrolliert über die Wiese laufen. Die Hunde durchstreifen auch den näheren Waldbereich und tauchen unvermittelt kläffend auf den Waldwegen auf. (alles aus erster Hand selbst erlebt)

    Danke für jedes Verständnis,
    Jörg

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