Mrz
19
2010
Eins der wesentlichen Argumente, das aus meiner Sicht für die Hundehaltung spricht, ist die Begrüßungszeremonie, die Hunde veranstalten, wenn man nach Hause kommt. Das sollten Martin Rütter und Co. endlich anerkennen, statt Hundehaltern zu erklären, dass sie ihren Hunden eben diese Begrüßungszeremonien nicht gestatten dürfen, weil Hunde mit ihrem Anspringen unhöfliches Machtgebaren zeigen.
Ja, ich lasse meine Hunde an mir hochspringen, wenn ich nach Hause komme. Nein, ich werde nicht von der Feinstrumpfindustrie gesponsert. Ich gebe aber zu, dass ab dem dritten Hund eine Rettung von Feinstrumpfhosen über die Begrüßungszeremonie hinaus kaum mehr möglich ist. Deshalb habe ich vor zwei Jahren mal kurz darüber nachgedacht, ob ich auf allzu begeisterte Begrüßungen verzichten kann. Ich kann nicht.
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Mrz
12
2010
Da kommt er angerast – kaum 100.000 Jahre, nachdem er zum Stubenwolf mutiert ist: Tut der was? Will er nur spielen? In der Regel gibt ein Blick auf den herannahenden Hund viel weniger Aufschluss über die möglichen Folgen der bevorstehenden Begegnung als ein Blick auf den Besitzer: Beginnt er hektisch, nach der um den Hals gelegten Leine zu greifen, während er schon tief Luft holt, um eine Begegnung doch noch abzuwenden? Oder bleibt er cool? In letzterem Fall gibt es zwei Varianten: solche, die cool bleiben, weil sie wohlerzogene und freundliche Hunde haben, und solche, deren Hunde „Tutnix“ oder „Willnurspielen“ heißen.
Einen Hund, der auf diese beiden Namen nicht hört, habe ich heute Vormittag auf der Bult getroffen.
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